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Filme > 2005 > Paradise Now
Paradise Now
 
Genre:Drama
Kinostart:29. September 2005
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:91 Minuten / 2502 Meter
Bildformat:Cinemascope (2,35:1)
Verleih:Constantin
 
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Meinung der Redaktion
Erzählt wird die Geschichte von zwei Freunden (Palästinensern aus Nablus), denen man eines Tages eröffnet, sie seien für einen Selbstmordanschlag ausgewählt worden. Sie hätten noch einen Tag Zeit ihr Leben zu ordnen und dann gehe es mit einem Gürtel voll Sprengstoff nach Israel. Ohne Polemik oder billige Propaganda wird hier glaubwürdig der Alltag der Palästinenser erzählt. Die Konflikte der beiden zwischen Hass auf die israelischen Unterdrücker, dem Wunsch nach Leben und dem Willen die eigene Familie nicht zu enttäuschen werden hier fesselnd und erschütternd zugleich beleuchtet. Am Ende wird nur einer seine Bombe zünden ... bis dahin erwartet den Zuschauer ein spannendes intensives Kinoerlebnis.
Mitwirkende
Film-Crew: Hany Abu-Assad (Regie), Antoine Héberlé (Kamera), Sander Vos (Schnitt). Kreation: Hany Abu-Assad, Bero Beyer, Pierre Hodgson (Buch), Jina Sumedi (Musik). Darsteller: Hiam Abbass (Saids Mutter), Lubna Azabal (Suha), Ashraf Barhom (Abu-Karem), Mohammad Bustami (Abu-Salim), Kais Nashif (Said), Ali Suliman (Khaled), Amer Hlehel (Jamal).
Inhalt
Die palästinensischen Freunde Khaled und Said werden dazu bestimmt, sich als Selbstmordattentäter in Tel Aviv in die Luft zu sprengen. Doch die Operation verläuft nicht wie geplant, die Freunde verlieren sich aus den Augen. Voneinander getrennt und ganz auf sich allein gestellt, stehen sie plötzlich vor der Aufgabe, für ihre Überzeugungen in letzter Konsequenz einzustehen.
Kritiken
Explosiv. Die letzten 24 Stunden im Leben zweier Selbstmordattentäter: die Freunde Said und Khaled leben in einem kleinen palästinensischen Ort, arbeiten in einer Werkstatt und hängen ihren Träumen nach. In ihrer Perspektivlosigkeit suchten sie nach einem Weg, ihrem Leben einen Sinn zu geben und schlossen sich einer radikalen Anti-Israelischen ... Gruppe an. Ohne Vorwarnung werden sie eines Abends in die Zentrale der Gruppe gerufen und erfahren, dass sie am nächsten Morgen nach Tel Aviv aufbrechen und für den Heiligen Krieg sterben werden. Als Suicide-Bomber sollen sie in einer belebten Gegend für größtmöglichen Schaden sorgen. Nach Außen geben sich die beiden jungen Männer stark und entschlossen, doch innerlich beginnen sie mehr und mehr zu zweifeln. Schließlich geht das Unternehmen schief und die Beiden werden getrennt.
  Wo immer dieser Film auftaucht, wird er für Kontroversen sorgen. Das ist richtig, denn wenn Hanyu Abu-Assad etwas beabsichtigte, dann doch Diskussionen auszulösen. Wie auch immer man zu seiner Herangehensweise der Vermenschlichung von Mördern, deren Psyche er detailliert durchleuchtet und der bei ihm nie polarisierend wirkenden Fokussierung auf eine Konfliktpartei stehen mag – „Paradise Now“ ist zunächst einmal ein sehr guter Film. Seine beiden Hauptdarsteller Ali Suliman („Die syrische Braut“) und Kais Nashef verkörpern die zwischen Zweifel und Verzweiflung zerrissenen Charaktere mit einem hohen Maß an Intensität und die Handlung bietet viele Spannungsmomente. Zudem bringt der in den Niederlanden lebende Regisseur und Drehbuchautor ein wichtiges Thema auf die Leinwand und rückt dabei in vielen absurden Szenen die Sinnlosigkeit des Konflikts in den Vordergrund.
mehr. (4 Sterne/lt/30.9.05)
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Empfehlung
Wahl der Kinokritiker-Redaktion
unter allen Neustarts der Woche
Bewertung
Action:1,85 Sterne(1)
Anspruch:3,4 Sterne(2)
Erotik:0,95 Sterne(1)
Humor:1,65 Sterne(1)
Spannung:3,75 Sterne(2)
Story:4 Sterne(2)
Film:4,15 Sterne(2)
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Pro
spannend und intensiv erzählt
wichtige, sehr reale und glaubhafteStory
sehr gute Hauptdarsteller
weitgehender Verzicht auf Polemik und Propaganda
Kontra
keine Kontra vergeben
Einzelbewertungen
Action:1
Anspruch:2
Erotik:1
Humor:1
Spannung:2
Story:2
Film:2
Summe aller Bewertungen:11
Filmstatistik
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