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Filme > 2005 > Latter Days
Latter Days
 
Kinostart:28. April 2005
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:107 Minuten
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Verleih:Pro Fun
 
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Mitwirkende
Stab: C. Jay Cox (Regie), Carl Bartels (Kamera), John Keitel (Schnitt) und Eric Allaman (Musik). Darsteller: Steve Sandvoss (Elder Aaron Davis), Wes Ramsey (Christian Markelli), Rebekah Johnson (Julie Taylor), Amber Benson (Traci Levine), Khary Payton (Andrew), Jacqueline Bisset (Lila Montagne), Joseph Gordon-Levitt (Elder Paul Ryder), Rob McElhenney (Elder Harmon), Dave Power (Elder Gilford), Erik Palladino (Keith Griffin), Mary Kay Place (Gladys Davis), Jim Ortlieb (Farron Davis), ... Linda Pine (Susan Davis), Bob Gray (Susans Ehemann), Judith Fraser (Noreen), Terry Simpson (Dirk) und Brian Wade (Stacy). mehr.
Inhalt
Christian ist ein schwuler Draufgänger, auf Partys immer auf der Suche nach Sex und darin erfolgreich, denn er sieht gut aus, eben ein richtiger Playboy. Aaron lebt ein völlig anderes Leben, denn er ist Mormone, aus sehr konservativem Elternhaus, aus ländlicher Gegend und auch noch Missionar für seine Kirche. Als Aaron mit seinen mormonischen Mitarbeitern nebenan einzieht, macht sich Christian spaßeshalber gleich mal mit den neuen Jungs vertraut, doch die dürfen laut ihren Vorschriften... niemals ohne ihren Mitarbeiter sein, dürfen keine Freundin haben und natürlich schon gar nicht schwul sein. Deshalb macht sich Christian bei seinen Freunden über diese "Elders" lustig, so im Spaß kommt es zu einer Wette, ob Christian den Elder Davis nicht ebenso zu schwulem Sex verführen könnte wie schon so manchen Mann zuvor. Doch das erweist sich als harte Nuss, und das bringt Christian zum ersten Mal in seinem Leben zum Nachdenken über echte Partnerschaft. Er gewinnt Einblicke in die Gefühlswelt des jungen Mormonen und berührt ein Tabu in dessen Welt: Aarons homosexuelle Neigung. Als die beiden beim ersten unschuldigen Kuss erwischt werden, müssen die Missionare sofort von dort wegziehen und Aaron wird unehrenhaft nach Hause geschickt. Doch da bemerkt Christian, dass er wirklich etwas für Aaron empfindet, fliegt ihm hinterher und verbringt eine Nacht mit ihm am Umsteigeflughafen in Salt Lake City. Daheim ist der Empfang für Aaron eiskalt, seinen Vater zieht es notorisch zu seiner Kirchenarbeit und seine Mutter lässt ihn ihre bittere Enttäuschung deutlich spüren. Dann schicken sie ihn in eine mormonische Umerziehungsanstalt, wo er von seinem Schwulsein geheilt werden soll. Derweil kann Christian keinen Kontakt zu Aaron bekommen, und als er endlich dessen Adresse findet, unterbinden die Eltern jeden Kontakt. Doch eines Tages erreicht Aaron eine ungewollte Fernsehbotschaft von Christian, er verlässt die Umerziehungsanstalt und macht sich wieder auf nach Kalifornien, um Christian zu finden, doch auch das ist nicht ganz so leicht, aber letztlich finden sich die beiden und liegen sich weinend in den Armen. mehr.
weiterführende Informationen
Der Filmtitel referenziert die Latter-day Saints oder Heiligen der Letzten Tage, wie sich die Mormonen seit ihrer Gründung im Jahr 1830 selbst nennen. Dieser Name soll die apokalyptische Erwartungshaltung dieser Menschen unterstreichen. Diese Endzeiterwartung setzt viele ihrer Anhänger so stark unter Druck, dass sie es sich selbst nicht gestatten, ihre wahren Gefühle zu ergründen und zu leben. Aaron Davis ist einer von diesen Menschen, die ihr eigenes Ich den ... Geboten dieser Sekte unterordnen. Der Film zeigt den Zwiespalt zwischen Kirche auf der einen und Leben auf der anderen Seite. Doch Zuneigung und Liebe bringen Aaron letztlich dazu, die Sekte verlassen zu können.
  Aus der 1830 gegründeten Church of Christ sind unzählige Mormonenkirchen hervor gegangen, die wichtigsten sind die Church of Jesus Christ of Latter-day Saints und die Community of Christ. Beide Organisationen haben auch deutsche Ableger, nämlich die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Gemeinschaft Christi. Wichtige Informationen sind bei mormonentum.de und Mormonismus online zu finden.
  Zum Thema besonders empfehlenswert ist ein Artikel zur Diskriminierung der Homosexuellen durch die HLT-Kirche. Die im Film gezeigten "Heilungsmethoden" für Homosexualität - Elektroschocks und Eisbäder - wurden bis in jüngste Zeit an der HLT-eigenen Universität im US-Bundesstaat Utah tatsächlich gelehrt und angewandt.
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Trailer
Kritiken
Gehorsam oder Selbstverantwortung - tiefer als schwule Gefühle. Dieser Film erzählt vom Aufeinanderprall zweier völlig unterschiedlicher Welten. Auf der einen Seite ein junger urbaner schwuler Mann, der das Leben in vollen Zügen auskostet, auf der anderen Seite schüchternes Landei, der von seiner Sekte zum Seelenfangen nach Kalifornien geschickt wurde, und der seine ihm verbotene sexuelle Ausrichtung ... zu unterdrücken versucht. Beide Schicksale werden im Film recht anschaulich dargestellt und erschließen sich daher leicht, wobei auch noch die Proportionen gewahrt wurden, also der mysteriöse Aaron sich langsamer erschließt als der offene Christian. Das Drehbuch hat sehr viel Wert auf Authentizität bei der Darstellung der mormonischen Hintergründe gelegt, daher ist die Geschichte auch sehr realistisch und glaubwürdig. Einzig bei der Abbildung der Umerziehungsanstalt fragt man sich, ob die Grausamkeiten der Mormonen an den Schwulen aus den letzten vierzig Jahren nicht etwas zu kompakt und deutlich dargestellt wurden, zumal man von gewissen Methoden, insbesondere der Elektroschockbehandlung, auch dort in den letzten Jahren Abstand genommen hat. Dass es diese Dinge gegeben hat ist belegt, ob sie der Aussage des Films wirklich weiterhelfen bezweifle ich. Auch sind die Charaktere doch ein wenig überzeichnet, besonders bei Aarons Eltern, was aber ebenfalls die Filmaussage unterstreichen soll und beim wenig informierten Publikum sicher auch funktionieren kann. Ansonsten sind die Fremdheit und das Unverständnis dieser beiden Welten gut dargelegt. Auch die Angst des jungen Mormonen vor dem Übertreten der Gebote seiner Religion durch das Nachgeben seinen Gefühlen sind recht gut dargelegt. Insgesamt ein Film, der eine wichtige Problematik ambitioniert aufgreift und umsetzt und durchaus nicht allein ein schwules Publikum ansprechen wird. mehr. (3,25 Sterne/gw/17.4.05)
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Bewertung
Action:1,45 Sterne(1)
Anspruch:4,65 Sterne(1)
Erotik:3,45 Sterne(1)
Humor:0,65 Sterne(1)
Spannung:1,85 Sterne(1)
Story:3,65 Sterne(1)
Film:3,35 Sterne(1)
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Pro
realistischer Einblick ins Leben eines nichtkonformen Sektenmitglieds
einfühlsam, aber direkt
Kontra
Charaktere leicht überzeichnet
Einzelbewertungen
Action:1
Anspruch:1
Erotik:1
Humor:1
Spannung:1
Story:1
Film:1
Summe aller Bewertungen:7
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