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Filme > 2005 > Bin ich sexy?
Bin ich sexy?
 
Genre:Drama / Komödie
Kinostart:23. Juni 2005
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Länge:90 Minuten
Verleih:Arsenal
 
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Meinung der Redaktion
Dieser Film erinnert den Zuschauer auf teils humorvolle teils ernsthafte Weise an sich selbst. Auch hier lassen sich die Erwachsenen auf den Wettkampf mit der Schönheit ein. Betrachtet man die Liebe und das Einfühlungsvermögen, mit dem Jungschauspielerin Marie-Luise Schramm der Mareike Leben verleiht, verwundert es nicht zu erfahren, dass ihr die Rolle auf den Leib geschrieben wurde. Auch Birge Schade gelingt es, den Besucher ungemein nah an die Alltagsprobleme einer allein erziehenden Mutter heranzuführen. Katinka Feistl ist es eindrucksvoll gelungen einen emotionalen wie auch erwachsenen Film zu drehen, der es ermöglicht durch das Schlüsselloch zum Leben zu blicken inklusive aller Freuden, Probleme, Ernüchterungen und Herausforderungen.
Mitwirkende
Stab: Kathrin Feistl (Regie), Daniela Knapp (Kamera), Tina Freitag und Doreen Krambeer (Schnitt), Sabine Brodersen (Buch) sowie Moritz Denis und Eike Hosenfeld (Musik). Darsteller: Marie-Luise Schramm (Mareike Falken), Birge Schade (Jutta Falken), Johanna Fritz (Franca Falken), Ismail Streit (Timmi Falken), Andreas Schmidt (Winnie), Antje Hagen (Isole v. Reichenberg), Judith Hellebronth (Jessica), Isabel Hindersin (Christina), Faria Nada (Basma) und Dietz-Werner Steck (Opa Freddy).
Inhalt
Die 15-jährige Mareike lebt mit ihrer allein erziehenden Mutter Jutta, ihrer Schwester Franca, ihrem Bruder Tim und einigen Hühnern in einem Vorort von Mannheim. Angespannt ist die Stimmung zu Hause, seitdem Juttas Mann gestorben ist – er fehlt einfach an jeder Ecke. Und das Geld ist in der Familie auch immer knapp. Da sind Mareikes ehrgeizige Pläne, Model zu werden und eine teure Schulung mitzumachen, ein Problem. Dass die pubertierende Realschülerin, die vom Titel der “Miss... Baden-Württemberg” träumt, zudem pummelig ist und nicht gerade wie eine klassische Schönheit aussieht, macht es nicht leichter. Trotzdem ist Mareike wild entschlossen, ihren Kopf durchzusetzen und lässt sich dafür einiges einfallen. Ihre Lebensfreude und Zuversicht bekommen einen umso größeren Schub, als sie einen Bauchtanzkurs belegt, mit dem sie hofft, ihren Schwarm beeindrucken zu können. Doch dann fangen plötzlich Mareikes Haare an auszufallen ... mehr.
Kritiken
„Bin ich sexy?“ – Ein realitätsnahes Medley über das Leben. Sie schwirrt ständig im Kopf herum, kommt immer dann hervor, wenn wir uns beim Stadtbummel im Schaufenster widerspiegeln. - Die Frage "Bin ich sexy?". Je nach Jahreszeit machen wir Diäten, treiben Sport oder kaschieren ungewollte Röllchen mit der Kleidung. Mit unserem Schönheitsideal und den damit zwangsläufig einhergehenden Problemen ... und Enttäuschungen setzt sich Regisseurin Katinka Feistl in ihrem 89-minütigen Film „Bin ich sexy?“ auseinander. Hierbei gelingt es ihr gleich mehrere Brennpunkte des Alltags in der heutigen Zeit gefühlvoll und realistisch zu fokussieren.
  Die 15-jährige Mareike lebt mit ihrer Mutter Jutta und zwei kleineren Geschwistern in einem Vorort von Mannheim und hat nur einen Traum: Sie will Model werden. Um ihren Wunsch zu realisieren, ist das etwas pummelige Mädchen einiges bereit zu opfern. Neben dem Fahrradfahren beginnt sie auch bei ihrem Großvater zu arbeiten um das Geld für die Ausbildung zu verdienen. Denn Jutta kann den angeblichen Flausen der Tochter weder Verständnis noch das nötige Geld entgegenbringen. Grund dafür ist der Tod von Mareikes Stiefvater, der bei den täglichen Mutter-Tochter- Auseinandersetzungen mehr denn je fehlt. Jutta selbst versucht ihr Bestes die Familie zu ernähren und wagt aus Rücksicht vor den Kindern und aus Bindungsängsten nur zaghafte Schritte in eine neue Beziehung. Mareike jedoch will in großen Schritten schnellstmöglich ihrer Karriere als Model entgegenkommen und beginnt einen Bauchtanzkurs. Das, von der Mutter ebenfalls belächelte Vorhaben, soll jedoch nicht nur der Figur dienen. Auch Mareikes Schwarm Samir soll dieses neue Hobby beeindrucken. Beide Vorhaben scheitern dennoch. Trotz allem findet Mareike solchen Gefallen am Bauchtanz, dass auch ihre Mutter die noch stärkere Lebensfreude und Zuversicht ihrer Tochter nicht negieren kann. Doch die Beziehung zwischen Jutta und Mareike wird aufgrund eines Schicksalsschlages auf die wohl härteste Probe gestellt. Mareike fallen plötzlich die Haare aus und mit ihnen jede Hoffnung auf ein Dasein als Model. Von der ersten Liebe enttäuscht, den Traumberuf aufgebend und den verstorbenen Stiefvater vermissend, beschießt Mareike mit einem Strick in die Gartenhütte zu gehen. Als Jutta kurze Zeit später die Tür öffnet, sieht sie ihre Tochter mit einem Strick um den Hals auf dem Stuhl stehend. Kurz darauf treibt die Regisseurin den Kinobesucher in die Essenz des Films und vermittelt ihm auf so bewegende, anrührende aber vor allem ehrliche Weise genau das, was unterm Strich über das Leben gewusst werden muss.
  Dieser Film erinnert den Zuschauer auf teils humorvolle teils ernsthafte Weise an sich selbst. Denn nicht nur in „“Bin ich sexy?“ lassen sich auch die Erwachsenen auf den Wettkampf mit der Schönheit unbewusst ein. Betrachtet man die Liebe und das Einfühlungsvermögen, mit dem Jungschauspielerin Marie-Luise Schramm der Mareike Leben verleiht, verwundert es nicht zu erfahren, dass ihr die Rolle auf den Leib geschrieben wurde. Auch Birge Schade gelingt es, den Besucher ungemein nah an die Alltagsprobleme einer alleinerziehenden Mutter heran zu führen.
  Wer sich beim Bauchpinseln der eigenen Eitelkeit ertappt fühlen will, sollte unbedingt diesen Film sehen. Doch nicht nur dafür lohnt sich der Kinobesuch. Denn Katinka Feistl ist es eindrucksvoll gelungen einen emotionalen wie auch erwachsenen Film zu drehen, der es ermöglicht durch das Schlüsselloch zum Leben zu blicken inklusive aller Freuden, Probleme, Ernüchterungen und Herausforderungen.
mehr. (4 Sterne/scp/19.5.05)
Charmant. Die 15jährige Mareike (Marie-Louise Schramm) hat sich in den Kopf gesetzt, Model zu werden. Die Tatsache, dass sie dafür ein paar Pfunde zuviel mitbringt, klammert sie gewissenhaft aus. Mit Charme und Entschlossenheit wird das schon klappen. Unter ihrem Selbstbewusstsein leidet derweil die ganze Familie. Ihre beiden kleinen Geschwister, ... denen Mareike immer irgendwelche Geschichten auftischt und ihre alleinerziehenden Mutter (Birgit Schade), die mit den Launen der pubertierenden Tochter und dem klammen Budget klar kommen muss. Über allen schwebt der Verlust des Familienvaters Eddie, an dessen Grab Mareike immer wieder ihren Frust ablädt. Eine Hiobsbotschaft zwingt das Mädchen schließlich dazu, ihre wahren Qualitäten zu erkennen.
  Familienfilm, erste Liebe, Selbstfindung, Komödie und Drama – Katinka Feistl will ganz schön viel auf einmal mit ihrem Leinwanddebüt. Dennoch gelingt es ihr die komplexen Themen gleichberechtigt in einen Film unter zu bringen. Zu verdanken hat die Regisseurin das einerseits den hervorragenden Darstellern, allen voran der engagierten Marie-Louise Schramm („Die Bluthochzeit“). Die wären allerdings nichts ohne die gut ausgearbeiteten Figuren, die immer nachvollziehbar bleiben und daraus ihre Stärke gewinnen. So bleibt genug Raum, um neben den Nöten der Tochter noch auf die der Mutter einzugehen, die hin und her gerissen ist, zwischen Trauer und der Suche nach neuer Bindung. Auf dem Kinofest Lünen gewann Feistl für „Bin ich sexy?“ den Hauptpreis, nur wenige Wochen nach dem Euregio Filmpreis in ihrer Heimatstadt Aachen.
mehr. (4 Sterne/lt/21.6.05)
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