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Filme > 2006 > Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
Das Parfum
Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
 
Genre:Drama / Thriller
Erststart:14. September 2006
Neustart:8. Februar 2007
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:147 Minuten / 4043 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Constantin
 
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Meinung der Redaktion
Ein von seiner Romanvorlage glänzend für das Kino adaptierter und umgesetzter Film, der echten Kinohochgenuss bietet. Berauschende Bilder und starke Darsteller garantieren ganz großes Kino. Als Zuschauer kommt es einem vor, praktisch mitten im Film zu sein. Als eines der Kinohighlights des Jahres sollte man Das Parfum keinesfalls verpasst haben.
Mitwirkende
Stab: Tom Tykwer (Regie), Andrew Birkin, Bernd Eichinger und Martin Moszkowicz (Produktion), Frank Griebe (Kamera), Alexander Berner (Schnitt), Tom Tykwer, Andrew Birkin und Bernd Eichinger (Drehbuch), Tom Tykwer, Andrew Birkin, Bernd Eichinger, Patrick Süskind und Caroline Thompson (Buch) sowie Tom Tykwer, Reinhold Heil und Johnny Klimek (Musik). Darsteller: Ben Whishaw (Jean-Baptiste Grenouille), ... Dustin Hoffman (Guiseppe Baldini), Alan Rickman (Antoine Richis), Rachel Hurd-Wood (Laure Richis), Carmen Contreras, Carlos Gramaje (Polizeileutenant), Corinna Harfouch (Madame Arnulfi), Francesca Piñón, Simon Chandler (Bürgermeister von Grasse), David Calder (Bischof von Grasse), Birgit Minichmayr (Grenouilles Mutter), Sian Thomas (Madame Gaillard), Perry Millward (Marcel), Sam Douglas (Grimal), Jaume Montané (Pelissier), Karoline Herfurth (Mirabellen-Mädchen), Timothy Davies (Chenier), Sara Forestier (Jeanne), Paul Berrondo (Dominique Druot), Joanna Griffiths (Marianne), Jessica Schwarz (Natalie) und Harris Gordon (Marquis de Montesquieu). mehr.
Inhalt
Wir schreiben das Jahr 1760. In der südfranzösischen Stadt Grasse warten Tausende auf die Hinrichtung des Parfumeur-Gesellen Jean-Baptiste GRENOUILLE. 22 Jahre vorher bringt ihn seine MUTTER auf dem Pariser Fischmarkt zur Welt und versucht das unerwünschte Kind zwischen den Abfällen zu verstecken. Sie wird von der Polizei festgenommen und wegen versuchten Kindsmordes gehängt. Seine ersten Lebensjahre verbringt Grenouille in dem Waisenhaus von MADAME GAILLARD. Die anderen Kinder... fürchten sich vor ihm, weil er ihnen nicht geheuer ist. Er kann kaum sprechen, aber sein Geruchssinn ist extrem ausgeprägt. Madame Gaillard verkauft den dreizehnjährigen Grenouille an die Gerberei von GRIMAL. Die Arbeit an den mit stinkenden Chloriden gefüllten Färberbecken ist lebensgefährlich. Der Junge steht aber die höllischen Arbeitsbedingungen durch und wächst zu einem kräftigen, jungen Mann heran. Bei seinem ersten Besuch in Paris verliebt er sich in den Duft einer schönen MIRABELLEN-VERKÄUFERIN. Da er sich nicht artikulieren kann, und weil Passanten ihn stören, hält er ihr den Mund zu und erstickt sie ungewollt. Das anfängliche Glücksgefühl, ihren Duft zu riechen, weicht so der bitteren Erkenntnis, dass er diesen Duft nicht festzuhalten vermag. Bei dem Parfumeur BALDINI lernt Grenouille, wie man den Duft von Blumen konserviert. Als ihm offenbart wird, dass der Duft eines Lebewesens nicht zu einer Essenz destilliert werden kann, stirbt Grenouille fast vor Kummer. Baldini verrät ihm, dass man nur in der Stadt Grasse neue Methoden anwendet. Grenouille begibt sich sofort auf den Weg nach Grasse. In einer Höhle des Zentralmassivs entdeckt er, dass er selbst nach nichts riecht, so als existiere er nicht. Dieses Erlebnis erschüttert ihn tief, und er beschließt, für sich selbst einen Duft zu erschaffen, der unwiderstehlich ist. Auf dem Weg nach Grasse begegnet er der schönen Kaufmannstochter LAURA. Ihr Duft erinnert ihn an das Mirabellen-Mädchen, nur noch schöner, noch reiner. Bei MADAME ARNULFI lernt Grenouille die Kunst der Enfleurage.
  In den nächsten Wochen kommt es zu einer Serie von Morden an Mädchen von ausgesuchter Schönheit, welche die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen. Der Kaufmann RICHIS ist der Einzige, der ahnt, dass es sich um einen neuen Typus Verbrecher, einen Sammler von Schönheiten handelt. Als die beiden hübschen Zwillingstöchter seines Freundes TALLIEN ermordet und kahlrasiert aufgefunden werden, bekommt Richis große Angst um seine Tochter Laura. Zwölf Mädchenleichen sind inzwischen gefunden worden, deren Duft Grenouille konserviert und in zwölf Flakons gesammelt hat. Nur ein Duft fehlt ihm noch, um sein Parfum zu vollenden...
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Kritiken
Starke Romanverfilmung. Mit der Verfilmung von Patrick Süskinds Meisterwerk „Das Parfum“ schuf Tom Tykwer einen Film, der die Bezeichnung „großes Kino“ zu Recht verdient. Abgesehen von dem gigantischen technischen und logistischen Aufwand stand man hier vor einem scheinbar unlösbaren gestalterischen Problem: Wie kann man mit dem Vokabular des Films, d.h. ... rein visuellen und akustischen Mitteln, Eindrücke darzustellen, die lediglich vom "animalischsten" aller Sinne, dem Geruchssinn, wahrgenommen werden können? (Im geschriebenen Text kann der Geruchssinn durch detaillierte Beschreibungen und geschickte Erzähltechnik angesprochen werden, aber ein ständig redender Erzähler ist in einem modernen Film undenkbar.) Im Film wurde das Problem sehr eindruckvoll gelöst: durch den massiven Einsatz extrem eingängiger Bildsequenzen, die das Auge in ihrer Intensität beinahe überfordern, beginnt die Luft im Kino sich in Hunderte von Gerüchen von Fischgestank über Mirabellenduft oder aber scheinbar unmögliche Aromen wie die von Glas oder Metallen zu verwandeln. Erstaunlicherweise gelingt es dem Regisseur, bei diesem an sich schon komplizierten Unterfangen durch genial eingeflochtene surrealistische Elemente die Intensität und Bedeutungsschwere einzelner, eminent wichtiger Düfte noch gesondert hervorzuheben. Wer sich also von optischen Effekten gern beeindrucken und überraschen lässt, ist hier genau an der richtigen Adresse. Allerdings hat „Das Parfum“ noch viel mehr zu bieten: an erster Stelle wären hier dier erstklassigen schauspielerischen Leistungen von Ben Wishaw und Dustin Hoffman zu nennen sowie generell die großartige szenische Wiederbelebung des 18. Jahrhunderts und seiner Menschen.
  Dazu kommt eine faszinierende Handlung voller Wendungen und Überraschungen, für die natürlich in erster Linie der Buchautor verantwortlich zeichnet. An manchen Stellen wurden einige Aspekte der Buchhandlung verändert und „geschönt“, wie z.B. die grundlegende Charakteristik der (sehr gut gespielten) Hauptfigur, die im Buch ein echtes „Monstrum" ist, im Film dagegen eher als missverstandener und verletzlicher Antiheld Sympathien auf sich zieht. Generell sollte "Das Parfum" vielleicht nicht als reine Romanverfilmung gesehen werden, sondern eher als eigenständiges Werk von selten gesehener Qualität und Tiefe, das den Griff ins Portemonnaie für die Kinokarte mehr als lohnt.
mehr. (4,5 Sterne/kj/23.8.06)
Forum zum Film
ThemavonerstmalszuletztAntw.
Der Geruch des ParfümsGuHe8.2.07 8:150
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Weblinks
Bewertung
Action:2,11 Sterne(9)
Anspruch:2,92 Sterne(10)
Erotik:2,13 Sterne(10)
Humor:1,13 Sterne(8)
Spannung:3,08 Sterne(10)
Story:3,13 Sterne(10)
Film:3,42 Sterne(11)
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Pro
sehr überzeugende Umsetzung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind
starke Darstellerleistungen
visuell berauschende Verfilmung
eindringlicher und fesselnder Flimgenuß
Kontra
die inhaltlichen Anpassungen des Romans an das Medium Kino werden nicht allen Buchfans gefallen
Arthousemeter
Mainstream
70%
Arthouse
30%
Einzelbewertungen
Action:9
Anspruch:10
Erotik:10
Humor:8
Spannung:10
Story:10
Film:11
Summe aller Bewertungen:68
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist recht einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:3,42
Standardabweichung:0,85
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