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Filme > 2005 > Zwei ungleiche Schwestern
Les soeurs fâchées
Zwei ungleiche Schwestern
 
Genre:Drama / Komödie
Kinostart:25. August 2005
Kaufstart:7. April 2006
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:93 Minuten / 2525 Meter
Verleih:Arsenal
 
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Meinung der Redaktion
Alexandra Leclère ist sowohl Autorin als auch Regisseurin dieses wunderschön gespielten Konflikts zwischen einer einfachen Frau, die ihre Schwester in der Großstadt besucht. Diese meint, sie müsse sich besonders fein und unnahbar geben, vergisst darüber aber den Spaß und die Menschlichkeit. Der Film transportiert viel französisches Flair und Humor, ohne Patzer und ohne große Highlights. Die Wahl der Schauspieler allein garantiert schon eine gute schauspielerische Leistung. Der Film vermittelt eine Botschaft, ohne dass dies anstrengend wird oder belehrend wirkt. Das Kino verlässt man mit dem Gefühl, einen schönen Film gesehen zu haben, über den es sich auch lohnt, noch ein wenig zu sprechen.
Mitwirkende
Stab: Michel Amathieu (Kamera), Jacqueline Mariani und Hervé de Luze (Schnitt), Alexandra Leclère (Regie und Buch) und Philippe Sarde (Musik). Darsteller: Isabelle Huppert (Martine Demouthy), Catherine Frot (Louise Mollet), François Berléand (Pierre Demouthy), Brigitte Catillon (Sophie), Michel Vuillermoz (Richard), Christiane Millet (Géraldine), Rose Thiéry (Fernanda), Bruno Chiche (Charles) und Antoine Beaufils (Alexandre Demouthy).
Inhalt
Louise, eine lebenslustige Kosmetikerin aus der Provinz kommt nach Paris, um ihre Schwester zu besuchen, aber auch, um einen Verleger zu treffen. Denn die Mittdreißigerin weiß nun endlich was sie will: Romane veröffentlichen und vom Schreiben leben! Natürlich geht es in ihrem Erstlingswerk um ihre eigene Beziehung zu der Liebe ihres Lebens, zu einem "richtigen Mann". Nervös, überspannt, aber auch voller freudiger Erwartung steigt sie aus dem Zug. Da hat Martine, ihre großbürgerliche... und vom Leben frustrierte ältere Schwester, bereits einen enervierenden Morgen hinter sich: ihr Mann hatte durch lautes Atmen die Frühstücksruhe zerstört, der Sohn beim Abschiedskuss keine Rücksicht auf ihren ständig schmerzenden Rücken genommen und hätte das Dienstmädchen sie nicht erinnert, dann hätte sie auch noch die Ankunft ihrer Schwester vergessen! Und die hat sich ausgerechnet für den heutigen Samstag angekündigt, wo jeder Pariser weiß, dass man dann partout keinen Parkplatz findet! mehr.
Kritiken
Von lebenswertem Alltag und liebenswerten Schwestern. Es wirkt als würden Welten aufeinander prallen als Martine ihre Schwester Louise von Bahnhof in Paris abholt. Regisseurin Alexandra Leclére schrieb die Rollen der beiden grundverschiedenen Schwestern den überzeugenden und brillierenden Schauspielerinnen Isabelle Huppert und Catherine Frot auf den Leib – und das merkt der Zuschauer ... während des gesamten Films. Kaum eine bessere Besetzung hätte die Hassliebe zwischen den Schwestern glaubwürdiger, intensiver und einfühlsamer vermittelt als dieses Duo. Erst durch den Besuch der unangepassten und gefühlsbetont handelnden Louise fühlt sich Martine mit den Zweifeln am eigenen unzufriedenen Lebens konfrontiert, will sich dies jedoch nicht eingestehen. Und so sucht die unterkühlte Martine ihre eigenen Unsicherheiten bei Louise zu kompensieren, welche trotz ständiger verbaler Erniedrigungen nicht an der Liebe zur Schwester zweifeln mag. Das angebrochene Rückgrad von Martine scheint nach ständigem Auf und Ab der Gefühlswelten schließlich doch Wasser dicker als Blut werden zu lassen und die Beziehung zur Schwester endgültig aufs Spiel zu setzen.
  Dieser mitreißende Film über das Leben zwischen Konvention und Gefühlen lohnt sich für alle Freunde des französischen Films und Anhänger wirklichkeitsnah abgebildeter Alltagseinblicke.
mehr. (4,5 Sterne/scp/3.8.05)
Missgunst. Ein Film, der zwei Schwestern einige Tage lang begleitet, und dabei ihre ganze Wesensart entfaltet. Dabei lernt man nicht nur die beiden kennen, sondern auch Martines Ehemann, ihre beste Freundin und deren beste Freundin. Man erhält Einblick in die Beziehungen untereinander und die Lebensweise. Die Welten, die da aufeinander prallen, ... könnten größer kaum sein. Die Story ist feinsinnig, wunderbar dargestellt und präsentiert. Sei es nun beruflicher Erfolg, Sehnsucht nach Liebe, Freude am Sex, Tratsch und Intrigen, Profilierung, Kleidung oder die Frisur, alle diese alltäglichen Dinge spielen eine wichtige Rolle, teils offen, teils angedeutet. Den Höhepunkt des Film stellte für mich die Analyse Martines durch ihren Mann Pierre dar. Auf einmal brechen all die angestaute Verzweiflung und unterdrückten Gedanken heraus, pointiert, ehrlich und passend. Dabei war Pierre anfänglich niemand, mit dem man hätte sympathisieren wollen. Doch genau diese feinen Verschiebungen beherrscht der Film meisterlich. Dabei verzichtet er auf fast jegliche Action, ein ruhiger Film also, der durch die leisen Töne überzeugt, ein Film zum Nachdenken und mit Anspruch, und der doch oft Heiterkeit versprühen kann. mehr. (4,5 Sterne/gw/18.8.05)
Französischer geht's nimmer. Ein typisch europäischer Film in dem Frauen noch Falten im Gesicht und Dellen am Po haben dürfen. Eine schauspielerische Tour de Force mit zwei hochkarätigen
  Damen. Catherine Frot eine Film- und Fernsehschauspielerin, die in Frankreich schon sehr, hierzulande aber wenig bekannt ist, bietet La Humpert jederzeit Paroli, gemeinsam spielen ... sie die routiniert agierenden Nebendarsteller an die Wand. Humor und sensible Komik kommen ebenso wie lebensnahe Tragik nicht zu kurz. Die unterschiedlichen Wesensarten der Schwestern werden einfühlsam und ohne Kitsch beleuchtet, aber nie entlarvt. Ein sehr schöner Film der einen melancholisch zurückläßt.
  Zum Schluss: ein französisches Klischee reiht sich hier an das nächste, da es sich um eine Produktion aus Frankreich handelt, bleibt offen und zu diskutieren: Ironie oder Wirklichkeit?
mehr. (4,5 Sterne/mmC/29.8.05)
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Empfehlung
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Bewertung
Action:0,68 Sterne(3)
Anspruch:3,58 Sterne(4)
Erotik:1,9 Sterne(4)
Humor:2,89 Sterne(5)
Spannung:1,7 Sterne(2)
Story:3,79 Sterne(5)
Film:4,58 Sterne(5)
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Pro
kurzweilig, heiter, kritisch
Kontra
keine Kontra vergeben
Einzelbewertungen
Action:3
Anspruch:4
Erotik:4
Humor:5
Spannung:2
Story:5
Film:5
Summe aller Bewertungen:28
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:4,58
Standardabweichung:0,23
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