Im Moment sind 8 Leute Online
Menü
Startseite
Partner
Redaktion
Nutzer
Forum
Filme
Kritiken
Mitwirkende
Kinostarts
Verleiher
Filme > 2005 > Gespenster
Gespenster
 
Genre:Drama
Kinostart:15. September 2005
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:85 Minuten / 2339 Meter
Verleih:Piffl
 
Homepage / Trailer

Mitwirkende
Stab: Christian Petzold (Regie), Hans Fromm (Kamera), Bettina Böhler (Schnitt), Marco Dreckkötter und Stefan Will (Musik) sowie Christian Petzold und Harun Farocki (Buch). Darsteller: Julia Hummer (Nina), Sabine Timoteo (Toni), Marianne Basler (Francoise), Aurélien Recoing (Pierre), Benno Fürmann (Oliver), Anna Schudt (Kai), Claudia Geisler (Heimleiterin), Philipp Hauß (Mathias), Victoria Trauttmansdorff (Mathias' Mutter), Peter Kurth (Vorarbeiter), Annika Blendl (Agentin) und Rosa Enskat (Krankenschwester).
Inhalt
Immer wieder zieht es Françoise zurück nach Berlin. Sie hofft, ihre Tochter zu finden, die hier vor vielen Jahren entführt wurde. Pierre, ihr Mann, ist aus Paris nachgekommen, um bei ihr zu sein. Die junge, in ihrer Verlorenheit seltsam starke Nina ist in einem betreuten Wohnprojekt untergebracht. Eines Morgens lernt sie die heftige, rastlose Toni kennen, eine Diebin, die sich die Welt nimmt, die für diesen einen, nächsten Moment lebt. Zusammen erleben sie eine kurze Zeit der... Nähe, einen Augenblick des Glücks.
  Auf ihren Streifzügen durch die Stadt trifft Françoise die beiden Mädchen. Sie glaubt, in Nina ihre Tochter wiedergefunden zu haben.
mehr.
weiterführende Informationen
Der Film wird im Rahmen der 5. Filmkunstmesse vorab am Dienstag den 13. September 2005 um 20:00 Uhr in den Passage Kinos Leipzig öffentlich gezeigt.
Kritiken
Eine Irrfahrt durch Berlin. „Anders als glücklich, ein Kind von Traurigkeit. Leere bewegt mich, zwischen Wunsch und Wirklichkeit“, sangen einst Blumfeld, und man könnte meinen, die 17-Jährige Nina (Julia Hummer) ließ im Studio dazu die Beine baumeln. Nina lebt zurückgezogen im Heim. Scheu und trotzig trabt sie durchs Leben. Im Berliner Tiergarten trifft sie beim ... Müll auflesen die forsche Toni (Sabine Timoteo). Eine kurze Freundschaft und ein auswegloser Streifzug durch Berlin folgen. Irgendwann stoßen beide auf Françoise (Marianne Basler), eine Französin, die sich seit Jahren auf der Suche nach ihrer entführten Tochter befindet. In Nina glaubt sie diese wieder zu finden und auch Nina gibt sich dieser Illusion hin. Doch Toni hält Françoise für eine Verrückte und reißt Nina von ihr los. Und immer weiter geht es hinein: Eine Reise voller Hoffnungen und Trugschlüsse, Sehnsüchte und Verluste. Hin- und hergerissen vom Leben, gefangen in der Zeit, aufgefressen von den kahlen Gemäuern in Berlin ringsum, wandeln Christian Petzolds Figuren über die Leinwand. Sie tauchen auf aus dem Nichts und verschwinden wieder dorthin. Ohne Kommentar, ohne überflüssige Details. Dem Zuschauer bleibt es selbst überlassen, die Löcher zu stopfen. In fast hypnotisch ruhigen Bildern erzählt Petzold die Geschichte der drei Frauen. Man braucht Geduld bei diesem Film und den Willen sich auf ihn einzulassen.
  Mit „Gespenster“ verfolgt Petzold einen hohen ästhetischen Anspruch. Dabei passiert es mitunter, dass die Personenzeichnungen auf der Strecke bleiben. Hin und wieder wirken die Dialoge aufgesetzt und auch die gesellschaftliche Verwurzelung der Figuren scheint eher zweifelhaft. Aber „Gespenster“ fasziniert und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Sicher nicht zuletzt wegen der grandiosen Leistung von Julia Hummer.
mehr. (3,75 Sterne/re/8.9.05)
Gespenstisch niederreißend. Um es offen zu sagen: Ich bin kein Fan von unklaren Filmenden. Ich bin ein Mensch, der gern weiß woran er ist. Und "Gespenster" lässt einen im Ungewissen, was es mit Françoise nun eigentlich auf sich hat. Die Charaktere sind gut und differenziert heraus gearbeitet, wirken aber innerhalb ihrer Rolle recht stereotyp. Das französische ... Element bringt den einzigen Glamour in den Film hinein, ansonsten sieht man sich mit trostloser deutscher Realität konfrontiert, die Schere zwischen arm und reich, und Toni, die das als Rechtfertigung für Diebstahl und Abzocke benutzt. So recht aus dem Alltag zu reißen vermag der Film nicht. Dafür wirkt er niederschmetternd und apathisierend. Technisch steht auch nicht alles zum Besten, das Versagen der Kostümbildner beim Erweitern von Julia Hummers Hinterteil um ein paar Pfunde steht dafür exemplarisch. Dass es schwere Lebenswege gibt, betreutes Wohnen, Kindesentführung und mentale Instabilität, das alles sei unbestritten und darf auch im Kino gezeigt werden, doch in der vorliegenden Kombination eignet es sich nur für an depressivem Kino Interessierte. mehr. (1,25 Sterne/gw/18.8.05)
Forum zum Film
Es sind noch keine Themen vorhanden.
Zum Verfassen eines Beitrags bitte einloggen.
Weblinks
Bewertung
Action:1,07 Sterne(2)
Anspruch:2,63 Sterne(2)
Erotik:1,1 Sterne(2)
Humor:0,38 Sterne(2)
Spannung:0,93 Sterne(2)
Story:1,32 Sterne(2)
Film:2,4 Sterne(3)
eigene Bewertung
Hier darf differenziert und sogar
mit 0 Sternen bewertet werden!
Bewertungs-Skala:
0 Sterneabsoluter Flop
1 Sterneziemlich schlecht
2 Sterneuntere Mittelklasse
3 Sterneobere Mittelklasse
4 Sternesehr gut
5 SterneTop-Ausnahme
Zum Bewerten bitte einloggen.
Neue Nutzer bitte registrieren.
Pro
eine überzeugende Julia Hummer
Kontra
depressives Kino
unklare Story mit offenem Ende
richtiges "Kinofeeling" will nicht aufkommen
Neo-Reales dt. Kino mit nur begrenztem Unterhaltungswert
Einzelbewertungen
Action:2
Anspruch:2
Erotik:2
Humor:2
Spannung:2
Story:2
Film:3
Summe aller Bewertungen:15
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist recht geteilt: Dieser Film sei unterdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:2,4
Standardabweichung:1,04
Version 1.8   –   Copyright by diekinokritiker.de   –   Impressum und Nutzungsbedingungen