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Filme > 2005 > Das Kind
L'enfant
Das Kind
 
Genre:Drama
Kinostart:17. November 2005
Leihstart:23. Mai 2006
Kaufstart:23. Juni 2006
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:100 Minuten / 2612 Meter
Bildformat:Breitwand Narrow-Screen
Verleih:STUDIOCANAL
 
Homepage / Trailer

Meinung der Redaktion
Die Gebrüder Dardenne haben mit "L'enfant", dem diesjährigen Gewinner der goldenen Palme in Cannes, einen sehr eindrucksvollen und in seiner Machart herausragenden Film geschaffen. Sehr glaubwürdige Darsteller in einer realen, glaubhaften Geschichte fesseln den Zuschauer von der ersten Minute an. Inhaltlich hält man dem Kinobesucher den Spiegel einer Gesellschaft vor, die wir aus unserem realen Erleben kennen, die aber von TV-Realität meilenweit entfernt ist. Das ganze umgesetzt mittels ungeschönter aber dennoch faszinierender Bilder. L'enfant kommt völlig ohne Filmmusik aus und dennoch spürt man keinen Augenblick so etwas wie Leere. Dem Zuschauer bietet L'enfant ein sehr intensives ungewöhnliches und spannendes Kinoerlebnis.
Mitwirkende
Stab: Alain Marcoen (Kamera), Marie-Hélène Dozo (Schnitt) sowie Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne (Regie und Buch). Darsteller: Jérémie Renier (Bruno), Fabrizio Rongione (junger Dieb), Olivier Gourmet (Zivilpolizist), Déborah François (Sonia) und Jérémie Segard (Steve). Sprecher: Johannes Walenta (Steve).
Inhalt
Eine junge Frau, die ihren Kinderwagen mit ihrem schlafenden Säugling ziellos durch die Straßen schob, inspirierte die Brüder Dardenne zu ihrem neuesten Film: Bruno, 20 Jahre alt und Sonja, 18, haben ein Kind in die Welt gesetzt, das sie auf den Namen ‚Jimmy’ getauft haben. Während Sonja von der Sozialhilfe lebt, verdient Bruno sein Geld als Anführer einer jugendlichen Diebesbande. Kann Bruno seiner Verantwortung als Vater gerecht werden – er, der nur am Geld interessiert ist, das er an seinem kriminellen Tauschhandel verdient?
weiterführende Informationen
„L’Enfant“ wurde auf dem Festival in Cannes 2005 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.
Kritiken
Ehrliches Drama mit Verzicht auf realitätsferne Wohlstandsbilder. Sie tragen nicht viel bei sich außer den frisch geborenen Sohn Jimmy und etwas geklautem Geld in der Tasche. Sonia und Bruno sind neben ihrem Dasein als junge und arme Franzosen vor allem eines: Eltern. Nichts desto trotz ist der Titel des bewegenden Dramas von Regisseur Luc Dardenne „L` enfant“ Programm. Das Leben des junges Paares ... drehte sich zumeist nur um eines: Geld für den nächsten Tag zu bekommen. Dabei wird bereits zu Beginn des Films deutlich, wie schwer es Bruno fällt, den Weg ins Erwachsenwerden zu finden. Schnell wird klar, von wem im Filmtitel die Rede ist. Bruno begeht in seiner naiven, infantilen und einfältigen Art ständig Fehler, die ihn jenseits des Bewusstseins als Vater leben lassen. Der Zuschauer hat aufgrund des feinfühligen Gespürs des Regisseurs für die Darstellung der kindlichen Seite Brunos das Bedürfnis den Säugling dem jungen Paar zu entreißen, weg vom Zigarettenrauch und ständigem Straßenlärm. Während Sonia versucht mit ihrer Sozialhilfe zu Rande zu kommen und Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen, scheint Bruno sein bisheriges Leben als Dieb nicht aufgeben zu wollen. Arbeit sei etwas für Arschlöcher. Und so versucht er alles was ihm in die Hände kommt, ebenso all das, was ihm lieb sein sollte gegen Geld einzutauschen. Und so verkauft er schlussendlich sogar, ohne das Wissen von Sonia, seinen eigenen Sohn. Diese erleidet daraufhin ein Schwächeanfall der in Bruno erste Zweifel an seinem Handeln aufkommen lässt und ihn zwingt Jimmy irgendwie zurück zu holen. Trotz partieller Dreistigkeit und Kaltschnäuzigkeit Brunos („Ich dachte wir machen einfach noch ein Baby“), spürt der Zuschauer aufgrund ehrlicher ruhiger Momente Brunos, dass er seinen Lebensentwurf im Laufe des Films allmählich hinterfragt und in mancher Hinsicht ein Opfer seiner sozialen Umstände ist.
  Dieser Film zeigt auf ungekünstelte und ungeschönte Weise den langen Weg ins Erwachsenwerden und zum damit verbundenen Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen. Ebenfalls werden dabei die Hürden eines finanziell verarmten und sozial zerrissenen Lebens eindrucksvoll und mitreißend nachgezeichnet. Dieser Film sei allen, die sich im Kino jenseits der gekünstelten Schablone des idealen Lebens, mit einer nüchternen Seite der Realität konfrontiert sehen wollen, wärmstens ans Herz gelegt.
mehr. (5 Sterne/scp/25.9.05)
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Empfehlung
Wahl der Kinokritiker-Redaktion
unter allen Neustarts der Woche
Bewertung
Action:1,98 Sterne(3)
Anspruch:4,6 Sterne(3)
Erotik:0,75 Sterne(2)
Humor:1,15 Sterne(2)
Spannung:3,77 Sterne(3)
Story:4,78 Sterne(3)
Film:4,8 Sterne(3)
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Pro
starke überzeugende Darsteller
sehr glaubwürdige Story
leiser und intensiver Film
ungeschönte Bilder, die dennoch faszinieren
Kontra
keine Kontra vergeben
Einzelbewertungen
Action:3
Anspruch:3
Erotik:2
Humor:2
Spannung:3
Story:3
Film:3
Summe aller Bewertungen:19
Filmstatistik
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arithmetisches Mittel:4,8
Standardabweichung:0,11
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