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| North Country | | Kaltes Land | | | Genre:Drama | Kinostart:9. Februar 2006 | Kaufstart:9. Juni 2006 | Freigabe:ab 12 Jahren | Länge:126 Minuten / 3453 Meter | Bildformat:Cinemascope (2,35:1) | Verleih:Warner | | | Homepage |
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Meinung der Redaktion
Die Hollywood-Aufbereitung eines sozialkritischen Themas: der Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz und ihres ersten US-amerikanischen Verbots - vom Gericht, nicht vom Gesetz, versteht sich. Ein emotionsgeladener Film, der einen mit der Hauptdarstellerin mitfühlen lässt. Leider ist der Männer-Frauen-Konflikt etwas eindimensional angelegt und die Freude über den Sieg der US-Frauen verfliegt ganz schnell im völlig unpassenden US-patriotischen Abspann des Films.
Mitwirkende
Film-Crew: Niki Caro (Regie), Michael Seitzman (Drehbuch), Chris Menges (Kamera), David Coulson (Schnitt). Kreation: Clara Bingham, Laura Leedy (Buch), Gustavo Santaolalla (Musik). Darsteller: Charlize Theron (Josey Aimes), Elle Peterson (Karen Aimes), Thomas Curtis (Sammy Aimes), Frances McDormand (Glory), Sean Bean (Kyle), Woody Harrelson (Bill White), Jeremy Renner (Bobby Sharp), Richard Jenkins (Hank Aimes), Sissy Spacek (Alice Aimes), ... James Cada (Don Pearson), Rusty Schwimmer (Big Betty), Linda Emond (Leslie Conlin), Michelle Monaghan (Sherry), Brad William Henke (Lattavansky), Jillian Armenante (Peg), Amber Heard (Josey (jung)), John Aylward (Richter Halsted), Xander Berkeley (Arlen Pavich), Corey Stoll (Ricky Sennett), Cole Williams (Bobby (jung)), Bryan Fagerstrom (Mac), Chris Mulkey (Earl Slangley), Sage Coy (Stacey), Marcus Chait (Wayne), Jacqueline Wright (Bobbys Frau), Catherine Campion (Staceys Mutter), Tom Bower (Gray Suchett), Sally Wingert (Kay Stollman), Katherine Ferrand (Sally Bullavina), Curtis Plagge (Burly Miner), Gus Lynch (Pete Union Rep), Chloe Russell (Woman). mehr.
Inhalt
Nach dem Scheitern ihrer Ehe kehrt Josey Aimes in ihre Heimat im Norden Minnesotas zurück. Als allein erziehende Mutter zweier Kinder braucht sie jetzt einen lukrativen Job, und den findet sie beim größten Arbeitgeber der Region: im Eisenbergwerk. Seit Generationen haben die Bewohner des Ortes in den Gruben ihren Lebensunterhalt verdient. Die harte Arbeit wird gut bezahlt Freundschaften, die im Steinbruch entstehen, bestimmen auch das Privatleben. Die Arbeit ist das, was die... Familien und die Nachbarn zusammenschweißt. Traditionell ist dieser Beruf Männersache, und Veränderungen schätzt man in dieser Gegend nicht. Glory zählt zu den wenigen Grubenarbeiterinnen der Stadt sie schlägt ihrer alten Freundin Josey vor, ebenfalls im Bergbau anzufangen und in den gigantischen Steinbrüchen das Erz aus dem Fels zu sprengen. Josey stellt sich auf die oft gefährliche Knochenarbeit ein, aber wirklich unerträglich sind nur die Belästigungen, denen die Frauen durch ihre männlichen Kollegen ausgesetzt sind. Die Zeiten sind hart. Den Bergleuten fehlt gerade noch, dass Frauen ihnen die wenigen Jobs streitig machen. In den Augen der Männer haben Frauen hinterm Lenkrad der Trucks und beim Erztransport nichts zu suchen. Wenn diese neuen Arbeiterinnen in der Grube jobben wollen, dann nur zu den Bedingungen, die die altgediente Belegschaft vorgibt und die macht es ihnen wahrlich nicht leicht. Die Frauen können ja jederzeit gehen, wenn es ihnen nicht passt. Als Josey sich über die ruppige Behandlung der Arbeiterinnen beschwert, stößt sie auf Ablehnung nicht nur bei den Vorgesetzten, sondern in der ganzen Gemeinde, denn niemand will die Wahrheit hören. Ihre Eltern machen ihr ebenso Vorwürfe wie die eigenen Kolleginnen aus Angst, dass alles nur noch schlimmer wird. Bald steht sogar ihre Freundschaft zu Glory auf dem Spiel, es kommt zum Zerwürfnis mit ihrem Vater, der schon sein ganzes Leben in der Grube arbeitet, und Joseys Privatleben wird an die Öffentlichkeit gezerrt. Sie kämpft darum, sich und ihren Kindern eine Zukunft zu sichern, doch die Konsequenzen stellen ihr Leben auf den Kopf. Darunter leidet auch die Beziehung zu ihrer kleinen Tochter und zu ihrem sensiblen halbwüchsigen Sohn, der mit der rauen Vergangenheit seiner Mutter konfrontiert wird und ihren plötzlich so schlechten Ruf höchst peinlich findet Josey hätte ihm all das gern erspart. mehr.
Kritiken
Guter sozialkritischer Film mit unverständlichem Abspann. Wenn man Schwierigkeiten mit den unqualifizierten Allmachts- und Vorbild-Phantasien der US-Amerikaner hat, dann sollte man unbedingt nach der letzten Szene - der Aufnahme der Autofahrt aus dem Helikopter - aufstehen und gehen, ohne eine weiteren Blick auf den Text auf der Leinwand zu werfen. Bis dahin hat man ein hervorragend in Szene ... gesetztes sozialkritisches Werk über die Konfrontation mit Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz gesehen. Es ist sehr emotional geladen, und das gelegentliche Abgleiten ins Sentimentale stören während des Films nicht wirklich. Die schauspielerische Leistung ist durchweg gut und wird eigentlich nur durch die Tatsache gestört, dass die Figuren meist viel zu durchsichtig und wenig glaubwürdig agieren, obwohl ihre Charaktere nicht gerade eindimensional angelegt sind. So recht will das Gefühl nicht schwinden, dass die Männer auf Arbeit nichts anderes zu tun haben als Frauen zu diskriminieren, was der Arbeitgeber aufgrund der Hemmnisse im Produktionsablauf schon aus Eigeninteresse unterbunden hätte.Immerhin gelingt es dem Film durch diese Übertreibungen eine emotionale Dichte zu erzeugen, die den Zuschauer automatisch zur permanent Unterlegenen halten lässt. Eine nicht unbedingt realitätsnahe Gerichtsverhandlung mit obligatorischem Sieg bildet das Finale. Während des gsamten Films vergisst man allzu leicht, dass er auf tatsächlichen Geschehnissen basiert, die gerade einmal im Jahr 1989 beginnen. Erschreckend genug ist es für den Europäer, dass dieser erste Sieg einer amerikanischen Arbeiterin gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz in den 90er Jahren errungen werden konnte, um so unverständlicher ist die im Abspann eingeblendete Behauptung, dass die Folgen dieser Begebenheit ihren Widerhall auf der ganzen Welt gefunden hätten. Wenn sich die Amerikaner, bei denen es bis heute kein Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau gibt, selbst die Taschen vollügen wollen, so kann man sie daran nicht hindern, solche Behauptungen einem deutschen Publikum vorzusetzen verdirbt nur das gesamte Kinoerlebnis ganz erheblich und bleibt als Erinnerung daran haften. Wen solche Verlogenheit der US-Amerikaner stört, sollte den Film allein deshalb meiden. mehr. (  / gw/9.2.06)
Kämpferisch. Charlize Therons (Gottes Werk und Teufels Beitrag) Einsatz ist wirklich lobenswert. Als Model und eine der schönsten Frauen der Welt könnte die Südafrikanerin als Bond-Girl oder Sexsymbol auf der Leinwand Karriere machen. Stattdessen sind es gerade die unbequemen, unglamourösen Rollen starker Frauen, die sie faszinieren. Für ihre ... Leistung in Patty Jenkins´ Monster wurde sie zu recht mit dem Oscar ausgezeichnet. In North Country versteckt sie ihre Schönheit nun erneut zugunsten der Charakterdarstellung. Rußverschmiert und im Schweiße ihres Angesichts arbeiten eine Handvoll Frauen in der Erzmine im Norden Minnesotas. Was ihnen allerdings am meisten zu schaffen macht, ist nicht die körperlich fordernde Arbeit, sondern die tägliche Unterdrückung ihrer männlichen Kollegen, die auch vor sexueller Nötigung nicht halt machen. Doch die Frauen sind auf den Job angewiesen und nehmen die Erniedrigungen schweigend hin. Nicht so die gut aussehende junge Mutter Josey Aimes (Theron) und ihre Freundin Glory (Frances McDormand). Während Glory sich im Laufe der Zeit ein dickes Fell zugelegt hat und sich gegen die Verbalattacken der Machos zu Helfen weiß, erträgt Josey die Ungerechtigkeit nicht mehr und zieht schließlich vor Gericht, um für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Doch damit steht sie zunächst alleine da. Eine beachtliche Besetzung konnte Nikki Caro (Whale Rider) für ihr Hollywooddebüt gewinnen. Sissy Spacek, Woody Harrelson und Sean Bean spielen die Nebenrollen in diesem kraftvollen Plädoyer für Gleichberechtigung, das mit etwas weniger Pathos versehen, sicherlich nichts an seiner Aussagekraft verloren hätte. mehr. (  / lt/17.2.06)
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Bewertung
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| Action: |  | (3) | | Anspruch: |  | (3) | | Erotik: |  | (2) | | Humor: |  | (3) | | Spannung: |  | (3) | | Story: |  | (3) | | Film: |  | (5) | |  | | eigene Bewertung | Hier darf differenziert und sogar mit 0 Sternen bewertet werden! | | Bewertungs-Skala: |  | absoluter Flop |  | ziemlich schlecht |  | untere Mittelklasse |  | obere Mittelklasse |  | sehr gut |  | Top-Ausnahme |
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Pro
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 | überzeugend und charakterstark gespielt |  | sehr emotional |
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Kontra
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 | oft übertrieben und zu sentimental |  | USA glauben noch immer an ihre Vorreiterrolle bei Frauenrechten |
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Einzelbewertungen
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| Action: | | 3 | | Anspruch: | | 3 | | Erotik: | | 2 | | Humor: | | 3 | | Spannung: | | 3 | | Story: | | 3 | | Film: | | 5 | | Summe aller Bewertungen: | 22 |
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Filmstatistik
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