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Filme > 2006 > Der unbekannte Soldat
Der unbekannte Soldat
 
Genre:Dokumentarfilm
Kinostart:21. September 2006
Kaufstart:23. März 2007
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:102 Minuten / 2783 Meter
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Verleih:STUDIOCANAL
Mitwirkende
Stab: Michael Verhoeven (Regie, Drehbuch und Produktion) und Stefan Schindler (Kamera).
Inhalt
Die zwischen 1999 und 2004 in mehreren Städten Deutschlands gezeigte "Wehrmachtsausstellung", war ein Tabubruch. Bis dahin hatte die deutsche Öffentlichkeit das Bild der "sauberen Wehrmacht" gepflegt. Und nun wurde sie plötzlich mit Fotos von Soldaten beim Mord an Zivilisten konfrontiert. Die NPD marschierte vor der "Wehrmachtsausstellung" auf und selbst konservative Politiker waren empört. Gehören die "Verbrechen der Wehrmacht" tatsächlich zum "Familienalbum der Deutschen"?
Kritiken
„Für die Toten und die Lebenden müssen wir Zeuge werden“. Als unbekannten Soldat bezeichnet man landläufig die namenlosen Opfer, wie es sie in Kriegszeiten millionenfach gab. Was aber ist mit den unbekannten Tätern – Kriegsverbrecher, die ebenfalls in reicher Zahl vorhanden waren? Es ist unfassbar, dass sich bis 1994 anscheinend niemand ernsthaft mit den Verbrechen der Wehrmacht auseinandergesetzt ... hat. Wie sonst wäre die öffentliche Entrüstung führender Politiker zu verstehen, die sich gegen die in jenem Jahr in München eröffnete Ausstellung formierte? Zum ersten und einzigen Mal standen Konservative mit NPDlern in einer Reihe, während das Volk gegen Naziaufmärsche demonstrierte.
  Grund für die Aufregung war die Tatsache, dass zum ersten Mal Filme, Fotos und Dokumente gezeigt wurden, die belegen, dass „die Wehrmacht die Verbrechen der Nazis nicht nur billigte, sondern sie sogar erst ermöglichte“, wie Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland im Gespräch erläutert.
  Neben ihm kommen zahlreiche Zeitzeugen, Historiker, Passanten, aber auch Neo-Nazis, wie Christian Worch zu Wort. Während Worch wie immer propagandistische Phrasen von sich gibt, veranschaulichen viele Opfer und wenige reuevolle Täter anhand von Privatfotos und Geschichten das Leid des Zweiten Weltkrieges.
  Neu ist das sicher nicht, was Spielfilmregisseur Michael Verhoeven (Mutters Courage) hier erzählt. Doch durch die Ereignisse um die Eröffnung der Wehrmachtsausstellung bewogen ihn dazu, die Wahrheit festzuhalten. So ist Verhoevens stilistisch einfach gehaltener Dokumentarfilm nicht nur Ergänzung zur Ausstellung, sondern auch Bild einer Gesellschaft, die zwischen Ruhenlassen der Vergangenheit und ständiger Erinnerung pendelt. Das Zitat des jüdischen Schriftstellers Elie Wiesel, das am Eingang an der Wand steht, spricht wohl die einzige Wahrheit: „Für die Toten und die Lebenden müssen wir Zeuge werden.“
mehr. (3,5 Sterne/lt/21.9.06)
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