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Filme > 2007 > Flags Of Our Fathers
Flags Of Our Fathers
 
Genre:Kriegsfilm
Kinostart:18. Januar 2007
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:131 Minuten / 3599 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Warner
 
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Mitwirkende
Stab: Clint Eastwood, Robert Lorenz und Steven Spielberg (Produktion), William Broyles Jr. und Paul Haggis (Drehbuch), Tom Stern (Kamera), Joel Cox (Schnitt), Clint Eastwood (Regie und Musik) sowie James Bradley und Ron Powers (Buch). Darsteller: Ryan Phillippe (John "Doc" Bradley), Jesse Bradford (Rene Gagnon), Adam Beach (Ira Hayes), John Benjamin Hickey (Keyes Beech), John Slattery (Bud Gerber), Barry Pepper (Mike Strank), Jamie Bell (Ralph "Iggy" Ignatowski), ... Paul Walker (Hank Hansen), Robert Patrick (Colonel Chandler Johnson), Neal McDonough (Captain Severance), Melanie Lynskey (Pauline Harnois), Thomas McCarthy (James Bradley), Chris Bauer (Commandant Vandergrift), David Patrick Kelly (Präsident Harry S.Truman), Judith Ivey (Belle Block), Myra Turley (Madeline Evelley), Joseph Cross (Franklin Sousley), Benjamin Walker (Harlon Block), Alessandro Mastrobuono (Lindberg), Scott Eastwood (Lundsford), Stark Sands (Gust), Jason Gray-Stanford (Lieutenant Schrier) und Brian Kimmet (Sergeant 'Boots' Thomas). mehr.
Inhalt
Dieses Foto aus dem Pazifikkrieg hat sich uns unauslöschlich eingeprägt – ein kurzer Augenblick, auf Film verewigt: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.
  Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität während der zermürbenden Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen... verwandelt sich das Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen die ungeheure Übermacht zu behaupten, sofort zum Inbegriff von Heldentum. Es fasziniert die amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Strohhalm der Hoffnung greift, weil der Krieg anscheinend niemals enden will. Mütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren.
  Da das Foto diesen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden „Fahnenhisser“ von der Front abgezogen und nach Hause in die Staaten geschickt, um diesem Gefühl neue Nahrung zu geben: Sie sollen weiterhin ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um die „wahren Helden“ zu feiern – und um die dringend benötigten Schecks zu unterschreiben, mit denen der Rest des Krieges finanziert werden soll.
  Nur drei kehren lebend zurück – Navy-Sanitäter John „Doc“ Bradley, der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes und Rene Gagnon, ein Kriegskurier, der nie seine Waffe benutzen musste.
  Die drei Fahnenhisser spielen die Heldenrolle perfekt – unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln die richtigen Hände, finden vor dem Mikrofon die richtigen Worte… allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden sie völlig anders – sie spüren, dass ein Teil ihrer Seele auf dem schwarzen Sand von Iwo Jima zurückgeblieben ist… zusammen mit ihren gefallenen Freunden und Kameraden.
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weiterführende Informationen
Dieser Film hat 2006 Letters From Iwo Jima als Fortsetzung erfahren.
Kritiken
Von der Bürde des Heldendaseins. Amerkianische Soldaten hissen während des Pazifikkrieges auf der Vulkaninsel Iwo Jima die US-Flagge. Dieses Bild geht durch Amerikas Medien und wird sowohl zum Inbegriff aller Hoffnung auf Rückkehr verloren geglaubten Söhne als auch zum Propagandamittel um den Krieg weiterhin finanzieren zu können. Regisseur Clint Eastwood ist es auf ... ungeschönte und unmittelbare Weise gelungen, die Geschichte dreier Männer zu erzählen, die nach dem Überleben im Krieg, beim Kampf mit sich selbst und ihrem auferlegten Dasein als Helden zu scheitern drohen.
  Erleichtert stellt der Zuschauer schon nach einigen Minuten fest: Hier wird auf das verschleiernde melodramatische Postulat uramerikanischer Werte verzichtet. Dennoch entsagt Eastwood nicht der Stärke der Symbolsprache, die nicht zuletzt durch den ständigen Szenensprung zwischen Kriegsalltag und Heldenehrung ihren Gipfel erreicht. Auf diese Weise hallen auch im Ohr des Kinobesuchers noch die Schüsse und Bombeneinschläge nach, als die Protagonisten bereits aus dem Krieg zurückgekehrt sind – zumindest physisch. Innerlich zerrissen, wirft es die überforderten Medienhelden immer wieder aufs Neue zurück. Es ist der Jubel der Menschenmassen, der sie an die Schreie der gefallenen Kameraden erinnert; das Blitzlichtgewitter der Fotografen, welches plötzlich nach Schüssen klingt; das feierliche Feuerwerk, das dem Einschlagen der Bomben ähnelt. Da bleibt es nicht aus, dass in den Augen der Soldaten nicht Erdbeersoße über das Heldenmonument aus Eis fließt, sondern Blut. Bewegend und glaubhaft gelingt es den drei Hauptdarstellern dem Kinobesucher die Schizophrenie ihrer Situation zu schildern: Sie zogen in den Krieg, mit dem Ziel nicht erschossen zu werden. Sie gaben sie den hissenden Soldaten ihre Gesichter ohne Helden sein zu wollen.
  Sehr wahrscheinlich ist die feinfühlige Dokumentation des Innenlebens der Soldaten auch den Drehbuchautoren Paul Haggis und William Broyles, Jr. zu verdanken. Haggis stellte schon in „L.A.crash“ sein Gespür für nonverbale Vermittlung von Emotionen unter Beweis.
  Herausgekommen ist ein Film über die Wirkung von Massenmedien als Propagandamittel und die schwere Bürde künstlich kreierter Helden. „flags of our fahters“ ist durch den Verzicht auf unreflektierten Pathos und Patriotismus zwar selten in seinem Genre aber dafür umso sehenswerter.
mehr. (3,5 Sterne/scp/26.10.06)
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Bewertung
Action:3,95 Sterne(7)
Anspruch:3,67 Sterne(7)
Erotik:0,03 Sterne(2)
Humor:0,53 Sterne(3)
Spannung:2,75 Sterne(7)
Story:2,93 Sterne(7)
Film:3,58 Sterne(8)
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Pro
mitreißende Szenenanordnung
Verzicht auf falschen Pathos
feinfühlige und ungeschönte Inszenierung
Kontra
etwas zu lang geratenes Ende
Einzelbewertungen
Action:7
Anspruch:7
Erotik:2
Humor:3
Spannung:7
Story:7
Film:8
Summe aller Bewertungen:41
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