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Filme > 2007 > Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht
The Last King of Scotland
Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht
 
Genre:Drama / Reality / Thriller
Kinostart:15. März 2007
Freigabe:ab 16 Jahren
Länge:123 Minuten / 3361 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Twentieth Century Fox
 
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Mitwirkende
Stab: Kevin Macdonald (Regie), Jeremy Brock und Peter Morgan (Drehbuch), Lisa Bryer, Andrea Calderwood, Christine Ruppert und Charles Steel (Produktion), Anthony Dod Mantle (Kamera), Justine Wright (Schnitt), Giles Foden (Novelle) und Alex Heffes (Musik). Darsteller: Forest Whitaker (Idi Amin), James McAvoy (Nicholas Garrigan), Kerry Washington (Kay Amin), Gillian Anderson (Sarah Merrit), Simon McBurney (Nigel Stone), David Oyelowo (Dr. Junju), ... Abby Mukiibi Nkaaga (Masanga), Adam Kotz (Dr. Merrit), Barbara Rafferty (Fr. Garrigan), David Ashton (Dr. Garrigan sen.), Giles Foden (britischer Journalist), Andy Williams (britischer Journalist), Martina Amati (italienischer Journalist), Peter Salmon (Geschäftsmann) und Idi Amin (Himself (Archivmaterial)). mehr.
Inhalt
Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan ist in Uganda am Ziel seiner Wünsche angelangt: Eine fremde Kultur und die Möglichkeit, Aufbauarbeit am Gesundheitssystem zu leisten, wecken seine Abenteuerlust. Da wird er zu einem Verkehrsunfall gerufen, in den der Staatspräsident Idi Amin verwickelt ist. Schnell steigt er zu dessen Leibarzt auf, gehört bald zum Kreis der engsten Vertrauten. Verwöhnt und vom Luxus berauscht, übersieht Garrigan zunächst die Gräueltaten, die um ihn... herum geschehen. Als er dann doch endlich Stellung bezieht, ist es beinahe schon zu spät. Und obendrein wendet der Diktator sich gegen seinen einstigen Schützling... mehr.
Kritiken
Von Schotten und Tyrannen. In den 70er Jahren reißt der General Idi Amin die Macht in Uganda an sich und bis zu seinem Sturz 1979 sollte zahllose Landsleute durch ihn und sein Regime des Terrors umkommen. Nun - mittlerweile vier Jahre nach Amins Tod im Jahre 2003 - werden diese Ereignisse aufgearbeitet in diesem - wie im Vorspann explizit dargestellt wird - teilweise ... auf wahren Begebenheiten beruhenden Film.
  Nach Beendingung seines Medizinstudiums verschlägt es den jungen Idealisten Nicholas Garrigan (James McAvoy) nach Uganda. Nach kurzer Zeit steigt Nicholas dort zum Leibesarzt von Präsident Idi Amin (ebenso dämonisch wie charismatisch: Forest Whitaker) und einer von dessen engsten Beratern auf. Doch zusehends sieht sich Nicholas mit einem Gewissenskonflikt zwischen Loyalität und Moral konfrontiert, da er zunehmend Zeuge von Amins Gräueltaten wird und alsbald selbst sein Leben in Gefahr gerät...
  Wer glaubt, dass den zu Recht mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller prämierten Forest Whitaker kein Schauspieler in diesem Film gewachsen sei, der irrt. James McAvoy hat mehr Screentime als Whitaker und überzeugt als hin- und hergerissenen Idealist im Widerstreit zwischen Auftrag (für das Wohl des Präsidenten sorgen) und Mission (den Menschen zu helfen). Seine Rolle wurde allerdings auch in diesem altbekannten Dilemma äußerst dankbar angelegt. Während in der ersten Hälfte von "Der letzte König von Schottland" eher brav die Geschichte einer aufkeimenden Männerfreundschaft in fiebrigen Bildern illustriert wird, wandelt sich der Film dann alsbald - ebenso wie seine grausame Hauptfigur - zu einem brutalen Monster, einem beklemmenden Thriller, der auch zwei handfeste Splatter-Sequenzen zur Verdeutlichung des Grauens nicht ausspart. Besonders in der letzten halben Stunde entfaltet sich eine Dynamik und Spannung, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Und ganz nebenbei wird die Figur Amins, der ein bekennender Fan von Schottland war, vertieft und nicht der oberflächlichen Abhandlung, sondern der Reflexion preis gegeben, die sich über die Ebene hinaus bewegt, wie man sie aus den Medien in Erinnerung behielt. Dass darüber hinaus einige Konventionen, was die Wendungen angeht (hier ist das vorhersehbare Verhältnis von Nicholas und Amins Schwester Kay gemeint) auffallen, verzeiht man diesem brisanten Politthriller meets Charakterstudie gern.
  Packendes Kino mit zwei großartig agierenden Hauptdarstellern!
mehr. (3,75 Sterne/LG/28.3.07)
Nutzerkommentare
Idi mag Schottland. Der Titel ist wohl eher mit einem Augenzwinkern zu verstehen, der Inhalt weniger. Wer der letzte König von Schottland war, darüber streiten sich die Gelehrten. Je nach theoretischem Ansatz: Realunion oder Personalunion. Sagen wir frühes 18. Jahrhundert. Vielleicht war es sogar eine Frau.
  Hier geht es aber um Idi Amin, den Diktator ... von Uganda, der in diesem Staat in den 70er Jahren sein Unwesen getrieben hat. Kevin Macdonald hat keine Doku gemacht, nur eine an Tatsachen orientierte Handlung geschildert. Am Ende sehen wir ein Bild vom echten Idi Amin. Forest Whitaker in der Titelrolle, nach Ghost Dog sein bester Film, gelingt der Spagat zwischen Freundlichkeit und Drohung, Ein Machtmensch, der sogar einen gewissen Charme ausstrahlt, aber gleichzeitig immer unberechenbar bleibt und latent gefährlich. Man kann den Cäsarenwahn erahnen.
  Sein Gegenspieler, der schottische Arzt Dr. Garrigan (James McAvoy), ist zunächst von ihm angetan. Erst nach und nach erkennt er, wie gefährlich dieser Massenmörder ist. Er ist ein autoritärer Chaot, sprunghaft und dabei etwas kindisch. So menschlich großartig der Doc auch ist, sein Gehirn ist an seinen Hoden angewachsen. Er schwängert Idis Frau Kay (Kerry Washington). Dafür muss er schmerzlich bezahlen. Die gelungene Parallelität von Ereignissen wie Pressekonferenz und Folterszenen macht den Film sogar spannend und erschreckend zugleich. Idi Amin war nicht der letzte König von Schottland, sondern der letzte Metzger von Uganda.
mehr. (3,75 Sterne/ZM/1.4.16)
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Bewertung
Action:2,63 Sterne(6)
Anspruch:3,27 Sterne(6)
Erotik:1,3 Sterne(6)
Humor:0,71 Sterne(5)
Spannung:3,07 Sterne(6)
Story:3,22 Sterne(6)
Film:3,84 Sterne(7)
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Pro
großartig gespielt von beiden Hauptdarstellern
im Subtext werden Fragen der Moral und des Gewissens aufgeworfen
besonders zum Ende hin gewinnt der Film sehr stark an Dynamik
Kontra
konventionell erzählt mit vorhersehbaren Wendungen
Einzelbewertungen
Action:6
Anspruch:6
Erotik:6
Humor:5
Spannung:6
Story:6
Film:7
Summe aller Bewertungen:42
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:3,84
Standardabweichung:0,26
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