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Filme > 2007 > Der Fluch der goldenen Blume
Man cheng jin dai huang jin jia
Der Fluch der goldenen Blume
 
Genre:Abenteuer / Action / Drama
Kinostart:26. April 2007
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:114 Minuten / 3133 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Tobis
 
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Mitwirkende
Stab: Zhang Yimou (Regie und Drehbuch), Zhang Yimou, William Kong und Weiping Zhang (Produktion), Xiaoding Zhao (Kamera) und Umebayashi Shigeru (Musik). Darsteller: Yun-Fat Chow (König Ping), Gong Li (Königin Phoenix), Jay Chou (Prinz Jai), Liu Ye (Kronrinz Wan), Dahong Ni (Königlicher Arzt Jiang) und Qin Junjie (Prinz Yu).
Inhalt
China vor mehr als 1000 Jahren, zur Zeit der Tang-Dynastie. Als Prinz Jai (Jay Chou) nach langjährigen Kriegszügen unerwartet an den Hof zurückkehrt, merkt er sofort, dass im Palast so einiges faul ist. In seiner Abwesenheit wurden allerlei verbotene Begehrlichkeiten geweckt, heimliche Liebesbande geknüpft und unheilvolle Allianzen geschmiedet. Während der König (Chow Yun Fat) Vorkehrungen trifft, die eigene Gattin (Gong Li) zu vergiften, treibt die Königin hinter seinem Rücken... ein ebenso intrigantes Komplott voran. Und auch Kronprinz Wan (Liu Ye) und Prinz Yu (Qin Junjie) sind in das komplizierte Geflecht aus Liebe, Eifersucht, Machtgier und Hass verstrickt. Doch wer hält hier die Fäden in der Hand, und wer stolpert als nächstes über die geschickt ausgelegten Fallstricke? Am Tag des traditionellen Chrysanthemen-Festes wird sich alles entscheiden. Während die Königsfamilie ihrer größten Tragödie entgegensteuert, färbt sich das goldgelbe Blumenmeer im festlich geschmückten Palasthof purpurrot vom vergossenen Blut der Soldaten, die über die Machtverhältnisse im Reich auf dem Schlachtfeld neu entscheiden sollen... mehr.
Kritiken
Opulentes Spektakel. Der Titel lässt schon vermuten, was zwei Stunden großartiges Kinoerlebnis bieten werden – Intrigen, Dramatik, tiefe Tragik. Zhang Yimou hat ein nicht enden wollendes Spektakel aus Farben, Tönen und tiefsten menschlichen Leidenschaften und Abgründen inszeniert, das seine vorherigen Werke „House of the Flying Daggers“ (2004) und sogar ... „Hero“ (2002) um einiges überragt. Waren die genannten eher grandiose Martial-Arts-Filme mit tragischen Hintergrundgeschichten, so steht nun eine komplizierte, mehrschichtige Verflechtung menschlicher Verfehlungen, Stolz und Liebe im Vordergrund, der immer wieder von aufregenden Kämpfen und atemberaubenden, bluttriefenden Massenszenen durchbrochen wird. Dabei gehen deren dynamische und überwältigende Choreografien wie Schachzüge ein in das Spiel der Intrigen, das die königliche Familie vergiftet. Weil sich die Story meist nur auf kleinstem Raume des labyrinthartigen Palastes und unter einer überschaubaren Zahl von Protagonisten entfaltet, verstärkt jede Enthüllung eines der vielen Geheimnisse den Bann. Chow Yun-Fat und Gong Li liefern großartige, fesselnde Performances und geben der Dramatik tiefe, eindringliche Noten. Diese cineastische, tragische Oper fasziniert nicht nur durch ihre visuelle Opulenz, sondern wird gerade den hiesigen Zuschauer durch seine ungewöhnlichen moralischen Fragen und die Macht der Regeltreue in Wallung bringen. Dabei wird immer wieder die ungewöhnliche Parallelität von Bewegung und Konzentration, die der Regisseur bis zum Äußersten treibt und dem unheilvollen Sticken goldener Blumen genauso viel Aufmerksamkeit widmet wie dem Abschlachten ganzen Armeen, angetrieben, welche jedem Bildelement eine wichtige Bedeutung zuweist, ohne je den Zuschauer zu überfordern. Ein Film zum Staunen, Beeindrucktsein und den Atem verlieren. Einfach ganz großes Kino! mehr. (4 Sterne/chf/17.3.07)
Bilderrausch. Nicht kleckern, sondern klotzen: das visuelle Feuerwerk, die überschwängliche Ausstattung, der melodramatische Plot – Regisseur Zhang Yimou („Hero“) hat sich mit „Der Fluch der goldenen Blume“ wahrlich selbst übertroffen. Allein die Hauptdarsteller sorgen schon für Opulenz auf der Leinwand: Gong Li und Chow Yun Fat spielen das königliche ... Ehepaar, das nur vor dem Volk Einheit repräsentiert. Der wirkliche Alltag am Hofe sieht anders aus: der grausame Herrscher versucht seine Frau langsam zu vergiften. Die Königin erfährt davon, ist aber machtlos dem Willen ihres Gatten ausgeliefert. Also plant sie den Sturz des Despoten mittels eines Aufstandes der königlichen Truppen. Dabei soll ihr ältester Sohn behilflich sein und die Männer anführen. Im Machtkampf mit seinen Brüdern und entsetzt von der Unmenschlichkeit seines Vaters willigt er ein. Am Abend des Chrysanthemenfestes soll die Entscheidung fallen.
  Chinesische Historie trifft griechische Tragödie: das neue Werk des erfolgreichsten Regisseurs im Reich der Mitte fesselt mit Dramatik shakespeareschen Ausmaßes. Über zwei Stunden webt er ein gespanntes Netz aus Verrat und Intrigen. Exzellente Darsteller sorgen dafür, dass man die Figuren in der Pracht aus Rot und Gold nicht aus den Augen verliert. Und das ist wirklich eine Leistung, denn wenn die Königsfamilie in ihrem Thronsaal sitzt, inmitten einem Meer gelber Blüten auf der Terrasse diniert, durch die Gänge des bunt geschmückten Palastes streift oder Soldatenhorden den Innenhof stürmen, möchte man den Blick gar nicht mehr von der Leinwand lösen.
mehr. (3,75 Sterne/lt/24.4.07)
Nutzerkommentare
Gift für die Kaiserin. Ein äußerst bombastischer Kostümschinken mit der Leinwandikone aus Fernost Gong Li in der Titelrolle und vom profiliertesten Regiealtmeister Zhang Yimou aus dieser Gegend der Welt gemacht. Die Choreographie der Massenauftritte und die selbst für kleine Nebensächlichkeiten mit einem Heer von Bediensteten durchgeführten Alltagsarbeiten ... sind umwerfend. Natürlich spielt der Schwertkampf, der mit seiner balletthaften Ausführung auch in Slomo einem Tanz des Todes ähnelt, eine wichtige Rolle. So wird die eigentliche Handlung zur Nebensache: Umsturz, Intrigen um Macht und Einfluss werden thematisiert vor farbenprächtiger Kulisse, die von Gold und Brokat nur so strotzt. Und die Kamera schwebt über den irdischen Ereignissen und betrachtet das menschliche Treiben oft aus der Vogelperspektive.
  Die schauspielerischen Akzente setzen Gong Li durch zitternde Gesten vom Gift gezeichnet und von Ehrgeiz zerfressen und Chow Yun-Fat als Kaiser, der hier bestens bekannt ist. Seine ganz persönliche Problematik ist die Liebe zu Sohn und Frau einerseits und die Staatsräson andererseits.
  Man staunt über eine Welt, die uns so fremd und die mit ihrem steifen Hofzeremoniell jenseits unserer Vorstellungskraft anzusiedeln ist. Man sollte sich aber noch so viel genaue Beobachtungsgabe erhalten, um die letzte wortlose Reaktion der Kaiserin nicht zu verpassen. Nachdem der Kaiser seinem Sohn und Revoluzzer zuvor ein alternativloses Angebot unterbreitet hat.
mehr. (3 Sterne/ZM/26.12.13)
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Bewertung
Action:3,71 Sterne(4)
Anspruch:3,3 Sterne(4)
Erotik:1,09 Sterne(4)
Humor:0,45 Sterne(2)
Spannung:3,17 Sterne(4)
Story:3,24 Sterne(4)
Film:3,65 Sterne(4)
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Pro
vielschichtige, visuell beeindruckende Oper auf Großleindwand
Kontra
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Einzelbewertungen
Action:4
Anspruch:4
Erotik:4
Humor:2
Spannung:4
Story:4
Film:4
Summe aller Bewertungen:26
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