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Filme > 2007 > Zodiac - Die Spur des Killers
Zodiac
Zodiac - Die Spur des Killers
 
Genre:Krimi / Reality / Thriller
Kinostart:31. Mai 2007
Freigabe:ab 16 Jahren
Länge:157 Minuten / 4312 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Warner
 
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Mitwirkende
Stab: David Fincher (Regie), James Vanderbilt (Drehbuch), James Vanderbilt, Ceán Chaffin, Brad Fischer, Mike Medavoy und Arnold Messer (Produktion), Harris Savides (Kamera), Kirk Baxter und Angus Wall (Schnitt), Robert Graysmith (Buch) und David Shire (Musik). Darsteller: Jake Gyllenhaal (Robert Graysmith), Mark Ruffalo (Inspector David Toschi), Anthony Edwards (Inspector William Armstrong), Robert Downey Jr. (Paul Avery), Brian Cox (Melvin Belli), ... John Carroll Lynch (Arthur Leigh Allen), Richmond Arquette (Zodiac 1 & 2), Bob Stephenson (Zodiac 3), John Lacy (Zodiac 4), Chloë Sevigny (Melanie), Ed Setrakian (Al Hyman), John Getz (Templeton Peck), John Terry (Charles Theiriot), Candy Clark (Carol Fisher), Elias Koteas (Sgt. Jack Mulanax), Dermot Mulroney (Captain Marty Lee), Donal Logue (Ken Narlow), June Diane Raphael (Fr. Toschi), Ciara Hughes (Darlene Ferrin), Pell James (Cecelia Shepherd), Philip Baker Hall (Sherwood Morrill), Charles Schneider (Taxifahrer Paul Stine), Jimmi Simpson (Mike Mageau), Zach Grenier (Mel Nicolai), Adam Goldberg (Duffy Jennings), James LeGros (Polizist George Bawart) und Clea DuVall (Linda Ferrin). mehr.
Inhalt
Der Amoklauf eines Irren, der nie geschnappt wurde; der unfassbare Chiffre-Killer, der das ganze Land in Angst und Schrecken versetzte – Amerikas Gegenstück zu Jack the Ripper. Öffentlich sprach er von 13 Opfern, später von weiteren – zwei Dutzend weiteren. Die Polizei wies ihm sieben Taten nach – fünf dieser Opfer starben. Wie viele Morde der wohl legendärste Serienmörder der USA wirklich beging, wird vermutlich nie ans Licht kommen.
  In Anlehnung an die wahre Geschichte eines... Serienmörders, der den Großraum San Francisco in Atem hielt und jahrzehntelang die Behörden in vier Verwaltungsbezirken mit seinen Chiffren und Briefen verspottete, inszenierte David Fincher nach „Se7en“ (Sieben) und „Fight Club“ (Fight Club) nun den Thriller „Zodiac“. Vier Männer sind von der Jagd auf den Jäger besessen – diese Besessenheit verändert sie völlig und macht sie zu Gespenstern ihrer selbst: Die endlosen Hinweise, die der Killer hinterlässt, dominieren ihr Leben – und zerstören es.
  Unter den Vieren war Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) der Joker.
  Der schüchterne Zeitungskarikaturist Graysmith hatte nicht die Erfahrung seines abgebrühten und zynischen Kollegen Paul Avery (Robert Downey Jr.), der beim San Francisco Chronicle als Starreporter über Kriminalfälle berichtete. Er hatte auch nicht Averys Beziehungen zur örtlichen Polizei und zum gefeierten, ehrgeizigen Inspector Dave Toschi (Mark Ruffalo) vom Morddezernat oder zu dessen zurückhaltendem, pedantischem Partner Inspector William Armstrong (Anthony Edwards). Aber er hatte etwas, was ihm niemand zutraute: entscheidende Erleuchtungen – die erste am 1. August 1969.
  Im üblichen Poststapel fand die Redaktion einen unbeholfen geschriebenen Brief an den Chefredakteur. Dieser eine von drei Briefen, die an den Chronicle, den San Francisco Examiner und den Vallejo Times-Herald adressiert waren, ließ die Redaktionen vor Schreck erstarren. „Sehr geehrter Herr Chefredakteur, hier spricht der Mörder…“ von David Faraday und Betty Lou Jensen, die am 20. Dezember 1968 auf der Lake Herman Road in Solano County erschossen wurden, von der am 4. Juli 1969 erschossenen Darlene Ferrin und vom mit dem Leben davon gekommenen Mike Mageau, den der Killer auf dem Parkplatz des Golfplatzes Blue Rock Springs in Vallejo umbringen wollte. Der Mörder nannte seine Opfer nicht beim Namen, listete aber viele Einzelheiten auf, die nur der Polizei bekannt sein konnten. Jede Zeitung erhielt einen Teil einer Chiffre, die – wenn dekodiert – angeblich seine Identität preisgeben sollte. Dann folgte eine Drohung: Veröffentlicht den Brief, oder es werden noch mehr Menschen sterben. Seit Jack the Ripper hatte sich niemand mehr an die Presse gewandt und sie mit Hinweisen auf seine Identität verspottet. Mit Zodiac erreichte die Geschichte mörderischer Psychopathen in den USA eine neue Dimension. Ein Paar in Salinas dekodierte die Botschaft. Doch erst Graysmith, ein enthusiastischer Code-Experte, dechiffrierte ihren verborgenen Inhalt, einen Bezug auf den Kinofilm „The Most Dangerous Game“ (Graf Zaroff, Genie des Bösen) von 1932.
  Weitere Briefe tauchten auf – mit weiteren Drohungen. Am 27. September 1969 schlug Zodiac wieder zu, getarnt mit einer Kapuze, bewaffnet mit einer Schusswaffe und einem Messer, das in einer Scheide steckte. Damit erstach er Cecilia Ann Shepard, während ihr Freund Bryan Hartnell nur knapp überlebte – das junge Paar hatte am Lake Berryessa in Napa County gepicknickt. Einen Monat später, am 11. Oktober, kam der Killer nach San Francisco. Taxifahrer Paul Lee Stine wurde im vornehmen Viertel Presidio Heights in den Hinterkopf geschossen. Drei Tage später wurde ein fünfter Brief zugestellt, der unheilvollste von allen: Zodiac verkündete, dass die Polizei ihn in jener Nacht hätte stellen können. Was noch schlimmer war: Er hatte Schulkinder im Visier gehabt. Er wollte sie abknallen, wenn sie aus dem Schulbus stiegen. In San Francisco brach buchstäblich Panik aus.
  Ohne es zu wollen, hatte Zodiac die Detectives Toschi und Armstrong und Reporter Avery über Nacht berühmt gemacht. Kinohelden, die Toschi nachempfunden waren, erwiesen sich als so beeindruckende Rollen, dass drei Schauspieler durch sie zu Stars aufstiegen. Graysmith blieb als Amateur-Kriminologe in seinem Sessel hocken und teilte Avery seine Erkenntnisse mit, wenn der ihm mal zuhörte. Doch Zodiac war ihnen immer einen Schritt voraus, verwischte seine Spuren und spickte seine spöttischen Briefe mit weiteren Drohungen. Und dann wurden sie sehr persönlich.
  Die Schande verdrängte den Ruhm – Toschi fiel in Ungnade; der frustrierte Armstrong wandte sich anderen Fällen zu; Avery kündigte bei der Zeitung – seine Sucht machte ihn fertig. Zodiac verriet nun nichts mehr über seine Opfer. Im ganzen Land tauchten Nachahmungstäter auf. Doch der wahre Täter lief weiter frei herum.
  Damit war Graysmiths Stunde gekommen. Und sie sollte dem Leben aller Beteiligten eine völlig neue Richtung geben.
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Kritiken
Die Jagd auf einen Geist. Regisseur David Fincher hat sich bisher mit einer Handvoll Filme für exzellentes Spannungskino empfohlen. Sein neuestes Werk bannt eine der berühmtesten Serienmörder-Fälle der USA auf die Leinwand und verfolgt den kurvenreichen und komplizierten Ermittlungsprozess um den Zodiac-Killer über mehrere Jahrzehnte. In den Strudel von Fakten, ... Mutmaßungen und Indizien werden vor allem zwei Journalisten und zwei Detektives hineingezogen, deren Wege durch die Inszenierung Finchers äußerst geschickt miteinander verwoben werden, so dass die Perspektiven auf den Fall immer wieder wechseln und der Zuschauer des Öfteren den besseren Überblick hat. Dem Film gelingt es dadurch, hohe Spannung und Anteilnahme zu evozieren, die den Zuschauer letztlich über die zu lange Filmdauer retten. Und so steht der Zodiac-Killer gar nicht im Mittelpunkt des Filmes, sondern die vier Menschen, deren Leben sich durch dessen Obsession und ihre Hingabe an den Fall nach und nach auflöst. Hochkonzentriert und ruhig, in melancholischen, doch wunderschönen Bildern folgt Fincher dem Detail. Fast schon dokumentarisch beobachtet er den Verlust des Bodens unter den Füßen in Gegenwart des unfassbaren, doch so nahen Killers, der sich in die Seelen seiner Verfolger einschreibt und sich so unsterblich macht. Der Killer ist virulent wie ein Geist, an dem die vier sich hoffnungslos abarbeiten und selber zu Geistern werden. Diese existenzielle Verbundenheit des Gejagten und der Jagenden macht diesen Film zu einem starken Thriller, der mit Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr. und Mark Ruffalo auch noch hervorragend besetzt ist. Und dennoch: David Fincher bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Weder so mitreißend wie Panic Room (2002), noch so kraftvoll und verspielt fatalistisch wie Fight Club (1999) und The Game (1997). Und natürlich auch nicht so eine große Geschichte und dichte Atmosphäre wie in Seven (1995). Aber: Zodiac ist eine faszinierende, bilderstarke und streckenweise sehr mitreißende Meditation auf die alles unter sich zermalmende Suche nach der Wahrheit, die manchmal einfach nicht zu fassen ist. mehr. (3,5 Sterne/chf/29.5.07)
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Bewertung
Action:2,28 Sterne(7)
Anspruch:2,76 Sterne(7)
Erotik:0 Sterne(2)
Humor:0,75 Sterne(4)
Spannung:3,33 Sterne(6)
Story:3,14 Sterne(7)
Film:3,71 Sterne(8)
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Pro
Starke Hauptdarsteller
Handwerklich exzellent
Kontra
etwa zu lang geraten
Einzelbewertungen
Action:7
Anspruch:7
Erotik:2
Humor:4
Spannung:6
Story:7
Film:8
Summe aller Bewertungen:41
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
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