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Filme > 2008 > Der Nebel
The Mist
Der Nebel
 
Genre:Horror / Science Fiction
Kinostart:17. Januar 2008
Freigabe:ab 16 Jahren
Länge:126 Minuten / 3455 Meter
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Verleih:Senator
 
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Mitwirkende
Stab: Frank Darabont (Regie und Drehbuch), Frank Darabont und Liz Glotzer (Produktion), Stephen King (Novelle "Der Nebel" in Kurzgeschichtensammlung "Im Morgengrauen" (1985)), Ronn Schmidt (Kamera), Hunter M. Via (Schnitt) und Mark Isham (Musik). Darsteller: Thomas Jane (David Drayton), Marcia Gay Harden (Fr. Carmody), Laurie Holden (Amanda Dunfrey), Andre Braugher (Brent Norton), Toby Jones (Ollie Weeks), William Sadler (Jim Grondin), Jeffrey DeMunn (Dan Miller), Frances Sternhagen (Irene), ... Alexa Davalos (Sally), Nathan Gamble (Billy Drayton), Chris Owen (Norm), Sam Witwer (Wayne Jessup), Robert C. Treveiler (Bud Brown), David Jensen (Myron), Jack Hurst (Joe Eagleton), Ron Clinton Smith (Hr. Mackey), Andy Stahl (Mike Hatlen) und Buck Taylor (Ambrose Cornell). mehr.
Inhalt
Ein mysteriöser Nebel, der die gesamte Landschaft einhüllt, zwingt die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt, sich in ihrem Supermarkt zu verschanzen. Doch die Mauern können den Schutzsuchenden nur scheinbar Sicherheit bieten. Die Ungewissheit, welche Gefahr in den weißen Schleiern auf sie wartet, zerrt an den Nerven der Zwangsgemeinschaft, schürt Angst und Verzweiflung. Panik macht sich breit, schon bald droht die Grenze zwischen äußerer und innerer Bedrohung zu verschwimmen. Im Angesicht des Todes ist sich jeder selbst der Nächste und jeder Nächste wird zum erbitterten Feind... Ausführlicher Inhalt.
Kritiken
Das Grauen ist im Supermarkt. Regisseur Frank Darabont und Autor Stephen King sind füreinander geschaffen. Das zeigte sich bei Darabonts meisterhafter Adaption von DIE VERURTEILTEN - das Regiedebüt wurde damals mit OSCAR-Nominierungen überhäuft und gilt als modernes Meisterwerk. Später waren beide auch bei THE GREEN MILE erfolgreich liiert. Doch einen "richtigen" ... Horrorfilm hatte Darabont bisher noch nicht gedreht. Diesen lang gehegten Wunsch erfüllt sich der Genre-Fan nun mit DER NEBEL.
  Dabei beginnt auch diese Geschichte Kings aus den frühen Achtzigern eher dramatisch als wirklich furchteinflößend. Ein Sturm verwüstet eine Kleinstadt im Bundesstaat Maine, der - wie wir es bei King nicht anders kennen - für alles Unheil dieser Welt herhalten muß. Die Stromversorgung ist plötzlich ausgefallen, und David Drayton ist gerade in diesem Moment mit seinem Sohn Ollie unterwegs zum örtlichen Supermarkt, um die nötigen Besorgungen zu erledigen. Dort angekommen herrscht gehörige Weltuntergangsstimmung, wie man’s so kennt nach Naturkatastrophen. Jeder kauft soviel, wie er kaum tragen kann, der Supermarkt ist zum Bersten mit Menschen gefüllt. Doch plötzlich kriecht ein merkwürdiger Nebel von den Straßen heran, der in Minutenschnelle die ganze Stadt in eine undurchsichtige Suppe verwandelt. Unter den Kaufgierigen kommt Unbehagen auf, das sich ganz schnell in pure Panik wandelt, als ein aufgelöster Typ zu ihnen stößt und aufgebracht von einem menschenvertilgenden Etwas im Nebel faselt. Der unsichtbare Schrecken erhält alsbald ein Gesicht, kein schönes wohlgemerkt, denn riesige Insekten dringen durch die Fensterfront zur Käuferschar. Die sich ängstigenden Menschen rücken zusammen, und eine durchgeknallte Jesus-Jüngerin überzeugt immer mehr Leute davon, daß nun doch das Jüngste Gericht gekommen sei. David und sein Sohn müssen schnellstens raus, doch jeder Schritt in den Nebel könnte tödlich sein ...
  Es ist der große Trumpf dieser Horror-Mär daß Darabont und King es ganz meisterlich verstehen, vielschichtige Charaktere mit all ihren Schwächen zu zeichnen. Mit ziemlicher Spielfreude konzentrieren sie sich darauf, die einzelnen Figuren zu formen, sie immer extremeren Situationen auszusetzen und dadurch die Nerven aller am Geschehen Beteiligten an ihre Grenzen zu treiben - uns Zuschauer inklusive.
  Die Spannungsschraube wird stetig weitergedreht, und man schreckt eben nicht davor zurück, auch zu zeigen, wozu Menschen unter Angsteinfluß in der Lage sind. Wir sind alles Wilde, die allenfalls durch Staat und Religion zusammengehalten werden - könnte eine beunruhigende, aber hier beängstigend realistische Botschaft sein. Zunehmend furchteinflößender werden die Bilder und sorgen für akutes Festkrallen im Kinosessel.
  Dieser ziemlich heftige Trip mündet in einem der mutigsten Finale, die sich Hollywood in letzter Zeit zugemutet hat. Ein Finale, das einen zutiefst verstört in unserer nur scheinbar zivilisierten Welt zurückläßt.
mehr. (4 Sterne/lt/17.1.08)
Nutzerkommentare
Gruselig und atmosphärisch, leider schlechte Charaktere. Auf eine amerikanische Kleinstadt zieht ein mysteriöser Nebel zu. David Drayton (Thomas Jane: Dreamcatcher, The Punisher) und sein Sohn Billy (Nathan Gamble: Babel) sind in einem Supermarkt als dies geschieht. Indem Moment stürzt ein verwirrter Mann den Laden und erzählt von Kreaturen die er im Nebel gesehen haben will. Vater, Sohn ... sowie zahlreiche Supermarkt Besucher fangen an zu warten und schon geht es los. Irgendeine Menschenmenge, ein Supermarkt und mysteriöse Kreaturen. Das ist das Szenario. Positiv für den Zuschauer: Die Menschen wissen auch nicht mehr als man selbst. Die dramatische Horror Geschichte entwickelt sich weniger durch die Kreaturen, sondern mehr durch die spannende Story, die leise Atmosphäre, ohne Hintergrundmusik und die Konflikte zwischen den Menschen die im Supermarkt gefangen sind. Zum einen gibt es den vernünftigen David, der nur seinen Sohn beschützen will. Dann seinen Nachbarn der alles für Blödsinn hält und mit drei weiteren Personen sehr schnell die erste Katastrophe herbeiführt. Schlussendlich sticht noch eine größere Rolle von Mrs. Carmody hervor (Marcia Gay Harden: Pollock, Mystic River), die ihren religiösen Fanatismus laut vermeldet. Im Verlauf der Geschichte wird sie immer fanatischer und spaltet die Gruppe im Supermarkt. Nerven tut das nicht nur die meisten Supermarkt Besucher, sondern auch den Zuschauer, da Mrs. Carmody hin und wieder doch zu fanatisch wird und in ihren überaus langen Dialogen nur noch nervt, obgleich die Figur natürlich ihren Reiz hat und sicherlich auch auf die politische Situation in den USA anspielt.
  Der Schwerpunkt liegt also auf den Charakteren. Der Wandel von Ratlosigkeit über Skepsis zu Angst und Panik, schließlich sogar zum Wahnsinn ist interessant gemacht worden. Einer der Höhepunkte ist, als die Menschen selbst aufeinander losgehen, da verdrängt man schon teilweise die Kreaturen. Der Höhepunkt schlecht hin dürfte jedoch das Ende des Filmes sein, der absolut jedem im Kopf bleiben dürfte.
  Zimperlich wird mit der Gewaltdarstellung auch nicht umgegangen. Es gibt allerlei zu sehen, was sich ein Horrorfan wünscht. Wieso der Film trotzdem "Ab 16" ist, liegt wohl an dem immer wiederkehrenden Humor und der Ironie, welche einen durch den ganzen Film begleitet und die Gewaltdarstellung somit keine Überhand nehmen kann. Zudem sind die CGI Kreaturen nicht gerade furchteinflößend, wobei ausgefallen gut designte Kreationen dabei sind.
  Die Inszenierung des sehr stillen und ruhigen Filmes ist jedenfalls geglückt. Bis auf David, seinen Sohn und Mrs. Carmody bleiben aber alle Charaktere erschreckend blass. Zum einen werden die meisten entweder zu kurz oder nur belanglos am Rande gestreift zum anderen dann auch nur mittelmäßig gespielt. Eine Entwicklung dieser Charaktere fehlt völlig. Das ist sehr schade, denn gerade ein Film wie dieser, wo der Schwerpunkt auf der Geschichte, der Atmosphäre und eben jener Charaktere liegt, fällt das umso mehr auf und führt zu viel Leerlauf, wenn man sich wieder mit belanglosen Charakteren auseinander setzen muss. Das ein oder andere Gähnen bleibt da nicht aus.
  Fazit: Dennoch: Das Ende ist überraschend und gut zugleich. Auf dem Weg dahin begleitet uns etwas Humor, viele Schockeffekte und einiges an Grusel durch nicht vorhandene Hintergrundmusik und die Atmosphäre. Leider vermiesen die meisten Charaktere, durch schlechte schauspielerische Leistungen und einiges an Leerlauf eine "sehr gute" Wertung von 4 Sternen. Somit ist es ein guter Mitteklasse Film.
mehr. (2,75 Sterne/dr/18.1.08)
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Bewertung
Action:3,64 Sterne(5)
Anspruch:3,53 Sterne(5)
Erotik:0,87 Sterne(3)
Humor:0,93 Sterne(5)
Spannung:3,95 Sterne(5)
Story:3,44 Sterne(5)
Film:3,46 Sterne(4)
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Pro
spannend und effektvoll
mutiges Ende
beklemmende Atmosphäre
Kontra
nur mittelprächtig besetzt
Einzelbewertungen
Action:5
Anspruch:5
Erotik:3
Humor:5
Spannung:5
Story:5
Film:4
Summe aller Bewertungen:32
Filmstatistik
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arithmetisches Mittel:3,46
Standardabweichung:0,46
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