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Filme > 2008 > Lars und die Frauen
Lars and the Real Girl
Lars und die Frauen
 
Genre:Komödie
Kinostart:13. März 2008
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Länge:107 Minuten / 2922 Meter
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Verleih:Central
 
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Mitwirkende
Stab: Craig Gillespie (Regie), Nancy Oliver (Drehbuch), Sarah Aubrey, John Cameron und Sidney Kimmel (Produktion), Adam Kimmel (Kamera), Tatiana S. Riegel (Schnitt) und David Torn (Musik). Darsteller: Ryan Gosling (Lars Lindstrom), Emily Mortimer (Karin), Paul Schneider (Gus), Kelli Garner (Margo), Lauren Ash (Holly), Patricia Clarkson (Dr. Dagmar Berman), R. D. Reid (Reverend Bock), Nancy Beatty (Fr. Gruner), Doug Lennox (Hr. Hofstedtler), ... Joe Bostick (Hr. Shaw), Liz Gordon (Fr. Schindler), Nicky Guadagni (Fr. Petersen), Karen Robinson (Cindy), Max McCabe (Kurt), Joshua Peace (Jerry) und Tannis Burnett (Krankenschwester Amy). mehr.
Inhalt
Lars Lindstrom ist ein schüchterner Einzelgänger, der nicht einmal seinen Bruder Gus und seine fürsorgliche Schwägerin Karin an seinem einsamen Leben in einer kleinen Wohnung in der Garage hinter seinem Elternhaus teilhaben lässt. Bis Lars ihnen überraschend seine neue Freundin Bianca vorstellt – für ihn ist sie eine bildschöne Brasilianerin, für Gus und Karin – eindeutig und ohne jeden Zweifel! - eine lebensgroße Sexpuppe aus Silikon! Irritiert holen sie sich Rat bei der Ärztin... Dr. Dagmar Berman ein, die eine überraschende Diagnose stellt: Lars kann nur geholfen werden, wenn sie und die ganze Gemeinde Lars’ Freundin behandeln, als sei Bianca tatsächlich lebendig. Schnell steht die Schönheit im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens, ganz zum Missfallen von Lars, der zwar seinen Mitmenschen immer näher kommt, aber Angst hat, er könnte Bianca verlieren... Ausführlicher Inhalt. mehr.
Kritiken
Warmherzig. Schnee liegt über dem kleinen Örtchen im hohen Norden, wo der Winter bis weit in den März hinein reicht. Die eisige Kälte ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Lars Lindstrom lieber in der kompakten Garage verkriecht, die sein Zuhause ist. Er tut sein Bestes, um nicht aufzufallen, fliegt unter dem Radar, ist praktisch unsichtbar ... für seine Mitmenschen.
  Seinen Kollegen ist er als unerschütterlicher Mr. Sunshine bekannt. Seine neue Kollegin Margo, die mehr als offensichtlich ein Auge auf ihn geworfen hat, himmelt er im Stillen an. Sein einziges Refugium ist die Kirchengemeinde. Selbst vor seinem Bruder Gus und dessen Frau Karen verschließt sich Lars, noch mehr seitdem Karen schwanger ist.
  Als Lars überraschend mitteilt, er habe eine Freundin über das Internet gefunden, ist die Freude groß, jedoch nur von kurzer Dauer: Bianca ist Tochter einer Dänin und eines Brasilianers, Missionarin und gelernte Krankenschwester – und komplett aus Plastik. Ihr Lebenslauf stammt von der Packungsbeilage und ihre fehlende Mobilität kaschiert Lars mit einem Rollstuhl. Trotzdem stellt sich jeder im Ort auf Bianca ein und versetzt Berge für Lars. Um den kümmert sich derweil die Ärztin im Ort, die
  den wahren Grund für seine Einbildung zu ergründen versucht.
  Hach, das geht zu Herzen: ganz so, wie die Filme Lasse Halströms beschwört auch LARS UND DIE FRAUEN die Geborgenheit der Gemeinschaft. Es menschelt ganz gewaltig in der nordischen Stadt, wo man traditionell zusammen rückt, wenn’s frostig wird und ausharrt, bis das Tauwetter einsetzt. Drehbuchautorin Nancy Oliver, die zuvor Kleinstadterfahrung bei SIX FEET UNDER sammeln konnte, schafft eine fast schon beängstigend heile Welt. Niemand macht sich lustig über Lars, keine Steine liegen auf dem Weg zur Selbstfindung, der für zahlreiche tragikomische Momente sorgt.
  Für den nötigen Tiefgang sorgt Ryan Gosling, der die Entwicklung vom zurückhaltenden Schnauzbartträger, bis zum fahrigen Psychotiker im Kampf mit sich selbst glaubhaft verkörpert. Ihm zur Seite stehen die wunderbare Patricia Clarkson und ein Ensemble mit Liebe zum Projekt. Gemeinsam helfen sie Lars wieder auf die Beine und uns wird’s warm ums Herz.
mehr. (3,5 Sterne/lt/22.3.08)
Die gute Seele in der Gummipuppe. Lars ist ein komischer Typ. Er führt ein unauffälliges Büro-und Kirchenleben in einem Provinzstädtchen. Jedes Gespräch ist ihm unangenehm, er verschließt sich gegen die Anderen, Berührungen schmerzen ihn, kurz: er flüchtet vor allen freundschaftlichen oder höher motivierten Annäherungsversuchen seiner Mitmenschen. Doch innerlich ist ... er voller Sehnsucht und Gefühlen, mit denen er nicht klarkommt.
  Und was kann da die Lösung sein? Natürlich eine Freundin! Und die Angebetete stellt er dann plötzlich seinem Bruder samt Ehefrau freudig vor. Da gibt es nur einen Haken: Bianca ist ein echtes RealGirl, eine nach eigenen Wünschen hergestellte Silikon-Puppe in Lebensgröße. Allerdings ist sie für Lars eine schüchterne, brasilianische Missionarin auf Welterkundung. Der ärztliche Rat ist so radikal wie ungewöhnlich. Lars kann nur geholfen werden, wenn alle in der Gemeinde mitspielen und Bianca in ihrer Mitte aufnehmen.
  Der preisgekrönte Werbefilmer Craig Gillespie liefert mit seinem zweiten Kinofilm eine überraschend ruhig und überlegt inszenierte Geschichte auf die Leinwand. Die unguten Erwartungen auf eine krude, überdrehte Hollywood-Klamauk-Comedy sind schnell zerstreut, wenn man den großartigen Ryan Gosling als Lars erlebt, so fragil, innerlich zerrissen und voller versteckter Sehnsucht nach einem normalen Leben. Bianca wird sein Zugang zur Welt, zu anderen Menschen. Mit ihr kommt er mit sich selbst immer besser klar und kann sich endlich öffnen.
  Leider wirkt die Story stellenweise unauthentisch und oftmals zu glatt, weil es einfach zu wenig sozialen Widerstand und Unverständnis gegen dieses besondere neue Gemeindemitglied gibt. Aber es ist eben ein Märchen über das Erwachsenwerden. Und neben Lars kurieren auch die anderen, sehr emotional gespielten Charaktere, ihre kleinen Sehnsüchte und Unsicherheiten mit Bianca. Der sich daran entwickelnde, szenische Humor ist einfach herzerweichend und ein herrlicher, unaufgesetzter Spaß, der trotzdem seine Verbindung zum Tragischen und Tiefgründigen der manchmal unsagbaren Schwere des Lebens hält.
mehr. (3,25 Sterne/chf/13.3.08)
Nutzerkommentare
Lars und Bianca. Der Film beginnt als Ulk und wird durch viele komische Situationen immer ernster, ohne dass man sich darüber im Klaren ist. Letztendlich enthält er vielleicht bei näherem Hinsehen sogar eine Message. Hauptdarsteller Lars (Ryan Gosling) ist ein etwas linkischer, aber knuffiger Typ. Alle mögen ihn, aber er verweigert jeglichen privaten ... Kontakt, auch mit Bruder Gus (Paul Schneider) und Schwägerin Karin (Emily Mortimer). Sprachlosigkeit als er ankündigt ‘Ich habe Besuch. Sie ist nicht von hier. Sie versteht die Sprache nicht. Sie sitzt im Rollstuhl.‘ Er hat sich eine lebensechte Liebespuppe, namens Bianca, gekauft. Jetzt geht ein Zyklus los, den man als Spinnerei abtun oder als Krankheit begreifen kann. Lars hat Wahnvorstellungen. Er behandelt Bianca wie eine lebende Frau. Die Nachbarn frotzeln über ihre Vorzüge: sie ist schweigsam, bleibt immer jung und flexibel. Aber sie spielen alle mit. Der Zuschauer wird in dieses Spiel mit hineingezogen und kann sich wegen der Konsequenz des Handlungsablaufes nicht entziehen. Die Beziehung endet wie im echten Leben. Eine Psychologin (Patricia Clarkson) war inzwischen erfolgreich (Methode schrittweise Annäherung). Lars trifft Kollegin Margo (ein echtes Mädchen! Originaltitel!) nach der Beerdigung. Gosling spielt den Sonderling perfekt, bis hin zum häufigen Blinzeln. Nicht nur amüsant und skurril. Enthält auch ein Körnchen Wahrheit. mehr. (3,5 Sterne/ZM/25.10.12)
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Bewertung
Action:3,55 Sterne(1)
Anspruch:2,69 Sterne(4)
Erotik:0,45 Sterne(1)
Humor:2,96 Sterne(4)
Spannung:1,63 Sterne(3)
Story:3,21 Sterne(4)
Film:3,55 Sterne(5)
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Pro
tiefgründiger Spaß
tolle Protagonisten
Kontra
fast schon zu gutmütig
Einzelbewertungen
Action:1
Anspruch:4
Erotik:1
Humor:4
Spannung:3
Story:4
Film:5
Summe aller Bewertungen:22
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:3,55
Standardabweichung:0,25
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