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Filme > 2009 > Gran Torino
Gran Torino
 
Genre:Drama
Kinostart:5. März 2009
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:116 Minuten / 3189 Meter
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Warner
 
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Mitwirkende
Stab: Clint Eastwood (Regie), Clint Eastwood, Bill Gerber und Robert Lorenz (Produktion), Nick Schenk (Drehbuch), Tom Stern (Kamera), Joel Cox und Gary Roach (Schnitt), Nick Schenk und Dave Johannson (Geschichte) sowie Kyle Eastwood und Michael Stevens (Musik). Darsteller: Clint Eastwood (Walt Kowalski), Christopher Carley (Pater Janovich), Bee Vang (Thao Lor), Ahney Her (Sue Lor), Brian Haley (Mitch Kowalski), ... Geraldine Hughes (Karen Kowalski), Dreama Walker (Ashley Kowalski), Brian Howe (Steve Kowalski), John Carroll Lynch (Barber Martin), William Hill (Tim Kennedy), Brooke Chia Thao (Vu), Chee Thao (Oma), Choua Kue (Youa), Scott Eastwood (Trey), Xia Soua Chang (Kor Khue), Sonny Vue (Smokie), Doua Moua (Spider), Cory Hardrict (Duke) und Nana Gbewonyo (Monk). mehr.
Inhalt
Der eigenwillige und unflexible Koreakriegsveteran Walt Kowalski hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner fällt ihm nicht viel mehr ein, als ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten – einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr... und hält es schussbereit. Er traut niemanden – wenn er etwas zu beichten hätte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen.
  Seine früheren Nachbarn sind entweder weggezogen oder gestorben. Jetzt wohnen in seiner Umgebung Migranten des Hmong-Volks aus Südostasien, die er nicht ausstehen kann. Alles, was er um sich herum wahrnimmt, macht ihn wütend: die schiefen Regenrinnen, die verfilzten Rasenflächen und die Ausländergesichter in der Nachbarschaft; das perspektivlose Leben der jugendlichen Hmongs, Latinos und Schwarzen, die das Viertel wie selbstverständlich für sich beanspruchen; seine erwachsenen Kinder, die er als unreif erlebt und die ihm fremd geworden sind. Walt bleibt nichts übrig, als den Rest seines Lebens einfach auszusitzen.
  Bis jemand eines Nachts seinen 1972er Gran Torino zu klauen versucht.
  Der Gran Torino glänzt noch genauso wie an dem Tag, als Walt ihn vor über drei Jahrzehnten persönlich mit zusammengeschraubt hat. Durch diesen Wagen tritt jetzt der schüchterne Nachbarsjunge Thao (Bee Vang) in Walts Leben, denn seine Hmong-Gang hat den Teenager so lange unter Druck gesetzt, bis er versuchte, den Gran Torino zu stehlen.
  Doch Walt verhindert nicht nur den Diebstahl, sondern auch die Übergriffe der Gang – wider Willen ist er plötzlich der Held des Viertels. Besonders dankbar sind natürlich Thaos Mutter und seine ältere Schwester Sue (Ahney Her), die darauf bestehen, dass Thao seine Schuld bei Walt abarbeitet. Walt will zunächst nichts mit diesen Leuten zu tun haben, doch schließlich gibt er nach und leitet den Jungen an, im Viertel Reparaturen auszuführen. So entsteht eine seltsame Freundschaft, die beider Leben verändert.
  Weil Thao und seine Familie nachdrücklich auf ihre Zuwendung bestehen, lernt Walt seine Nachbarn mit anderen Augen zu sehen. Aber auch über sich selbst denkt er nach. Die Asiaten sind vor einer grausigen Vergangenheit geflohen und schließlich in der amerikanischen Provinz gelandet – sie haben mehr mit Walt gemeinsam als seine eigenen Verwandten. Erstmals seit dem Krieg leistet er Erinnerungsarbeit, gegen die er sich rigoros abgeschottet hatte… ähnlich wie er den Gran Torino im Dunkel seiner Garage konserviert hat.
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Trailer
Kritiken
Bürgerwehr. Clint Eastwoods Filme sind wie guter Wein: im Alter werden sie besser. Diesmal hat er uns, nach zuletzt schwerer Kost, mal wieder einen leichteren Jahrgang eingeschenkt. Dabei sieht es am Anfang grimmig aus für alle Beteiligten. Walt Kowalski ist gerade Witwer geworden und schaut mit Verachtung auf seine Sippschaft. Mit seinen beiden ... Söhnen kann er ebenso wenig anfangen wie mit dem neuen Pfarrer, der frisch von der Schule zu kommen scheint. Also wartet Walt lieber mit der Flinte auf der Veranda, bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Als er eine Horde Halbstarker von seinem Grundstück verjagt und dabei zufällig auch den Sohn der Nachbarsfamilie beschützt, ist es um die Ruhe jedoch geschehen. Denn die Hmung, chinesische Einwanderer, sind ihm aus Tradition zu Dank verpflichtet, ebenso wie die Nachbarn im Viertel, und auf der anderen hat er Seite den Zorn der Gang auf sich gezogen. Der verbitterte Korea-Kriegsveteran muss wohl oder übel wieder selbst aktiv werden.
  Gleich in der ersten Szene, wenn Walts Blick über die Trauergesellschaft schweift und sich seine Miene verkrampft, hat man diesen unausstehlichen Kauz bereits lieb gewonnen. Eastwood selbst verkörpert ihn beängstigend kaltschnäutzig mit der von ihm gewohnten stoischen Art. Erst die Beziehung zu dem Nachbarsjungen lässt ihn auftauen. Eastwood gelingt dieser Wandel auf charmante Weise und ohne eine Spur von Sentimentalität. Die wäre in Walts Welt auch absolut fehl am Platz.
mehr. (4 Sterne/lt/3.3.09)
Nutzerkommentare
Die Wandlung. Es ist wohl Clint Eastwoods reifster und vielleicht bisher sogar lustigster Film. Die Reife zeigt sich in der völlig unerwarteten Lösung des Bandenkrieges. Hier ist die ’Auge-um-Auge-Mentalität out. Das überrascht bei diesem Regisseur schon, wenn man an seine Rollen in den Western denkt. Ja er geht sogar noch einen Schritt weiter, übernimmt ... die Märtyrerrolle und ebnet so den Weg für eine gesetzmäßige Bestrafung der Übeltäter.
  Aber es auch ein lustiger Film mit Niveau. Selten wurden so blumige Beschimpfungen für den Gesprächspartner gefunden (’Bambusratte’ oder ’Frühlingsrolle’) wie hier und man wird aufgeklärt, dass Fluch nicht gleich Fluch ist, sondern sogar eine freundschaftliche Begrüßung, über die man durchaus schmunzeln kann.
  Außerdem wird das titelgebende Auto genial eingesetzt. Man kennt die Bedeutung dieses Gefährts von Anfang an und versteht seinen belohnenden Einsatz am Ende. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld, in dem der Film zu Dreivierteln als integrativer Nachbarschaftsversuch zwischen verschiedenen Ethnien daherkommt, um im letzten Drittel dann aber ziemlich heftig zu werden. Die zuvor so treffend gezeichneten Figuren (vor allem auch die Enkel) bewirken, dass man das ungewöhnliche Ende akzeptiert. Eastwood wandelt sich vom traumatisierten, knorrigen Macho zum Märtyrer. Er wird immer besser, nur der eiskalt-mürrische Blick bleibt immer gleich. Unbedingt sehenswert!
mehr. (3,75 Sterne/ZM/29.6.11)
Forum zum Film
ThemavonerstmalszuletztAntw.
Anmerkung zur Kritik 'Bürgerwehr'ADAR11.3.09 19:2722.3.09 20:041
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Empfehlung
Wahl der Kinokritiker-Redaktion
unter allen Neustarts der Woche
Bewertung
Action:2,6 Sterne(14)
Anspruch:3,3 Sterne(14)
Erotik:0,43 Sterne(8)
Humor:2,76 Sterne(14)
Spannung:3,11 Sterne(14)
Story:3,9 Sterne(14)
Film:4,13 Sterne(13)
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Pro
grandiose Abschiedsvorstellung von Clint Eastwood
warmherzige Story
bitterböser Humor
Kontra
etwas klischeeüberladene Story
Einzelbewertungen
Action:14
Anspruch:14
Erotik:8
Humor:14
Spannung:14
Story:14
Film:13
Summe aller Bewertungen:91
Filmstatistik
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arithmetisches Mittel:4,13
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