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Filme > 2014 > Gone Girl - Das perfekte Opfer
Gone Girl
Gone Girl - Das perfekte Opfer
 
Genre:Drama / Thriller
Kinostart:2. Oktober 2014
Freigabe:ab 16 Jahren
Länge:150 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Twentieth Century Fox
Inhalt
Wie gut kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Diese Frage stellt sich Nick Dunne (Ben Affleck) an seinem fünften Hochzeitstag, dem Tag, an dem seine schöne Frau Amy (Rosamund Pike) spurlos verschwindet. Unter dem Druck der Polizei und des wachsenden Medienspektakels, bröckelt Nicks Darstellung einer glücklichen Ehe. Durch seine Lügen, Täuschungen und sein merkwürdiges Verhalten stellt sich jeder bald dieselbe unheimliche Frage: Hat Nick Dunne seine Frau ermordet?
Trailer
Nutzerkommentare
Da, wo andere Filme enden... ... nämlich bei der Beantwortung der Frage, hat er oder hat er nicht seine Frau umgebracht, startet dieser Film noch mal richtig durch. Denn mit dem entscheidenden Hinweis entstehen mehr Fragen als beantwortet werden. Und auch ich werde den Teufel tun und hier verraten, wie es weiter geht. Nur so viel: Es wird nicht die letzte Überraschung ... des Films sein.
  Und so ist „Gone Girl“ – Das perfekte Opfer“ nicht nur der aktuelle Rekordhalter in Sachen „Handlungswendungen“, sondern dabei auch noch extrem vielschichtig, was die Interpretations- und Rezeptionsebenen angeht.
  So widmet sich zum Beispiel eine Subebene unterhalb der Thriller-Handlung den Themen Täuschung und Manipulation, was ziemlich clever ist, da sich der Film ja auch inhaltlich damit beschäftigt. Eine andere ist die Rolle der Medien. Und auch ohne blind auf sie einzudreschen bekommen sie ihr Fett ab. Dafür reicht eine besonders präzise Darstellung ihrer Mechanismen. Denn bis zum Schluss stochert der Medienzirkus im Dunkeln. Was ihn aber nicht davon abhält, mit unerschütterlicher Selbstgefälligkeit die Schlagzeilen zu produzieren, die die breite Öffentlichkeit fordert.
  Bei der Schwarz-Weiß-Malerei kommen weder Selbstinszenierung noch Quote zu kurz.
  Dazu kommen die beiden offensichtlichsten Ebenen: Zum einen der Krimi und das Psychogram einer Ehe, in der Anschein und Wirklichkeit nicht immer deckungsgleich sind. Also, eine völlig normale! – Oder?
  Auch diese Genres bedient David Fincher mit beeindruckender Präzision und erweist sich mal wieder als einer der künstlerisch ambitionierten Regisseure der Blockbuster-Liga. Mit handwerklicher Finesse und spürbarer Lust an struktureller Feinstarbeit verwebt er sowohl inhaltliche, als auch formale Details. Ich denke, es liegt an Finchers Detailbesessenheit, dass mir während des Films immer wieder ein alter und gar nicht so schlechter Werbespruch für einen eher mittelmäßigen Whiskey in den Sinn kam, der da lautete: „The more you know about Scotch, the more loyal you are to Ballantine's". Und jetzt ersetzen wir Scotch durch Movies und Ballintines durch Fincher … und schon wird ein Schuh draus.
  Es ist wirklich so. Je mehr man selber über die Feinheiten der Filmsprache und ihrer speziellen Akzente weiß, umso mehr Spaß hat man an diesem Film, weil Mister Fincher multilingual und mit Freude an einer deutlichen (Aus-) Sprache hier ein Kunstwerk von besonderer Güte geschaffen hat.
  Was die Freude noch ein bisschen steigert, ist der Umstand, dass sein Film zwar extrem komplex, aber nicht kompliziert ist. Denn, selbst wenn man ihn ausschließlich als Thriller betrachtet, funktioniert er tadellos. Auch wenn man als Zuschauer sich mehr als einmal umorientieren muss, kann man der Handlung und den dahinter stehenden Charakteren ohne Probleme folgen.
  Man könnte noch viel über „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ sagen; aber Deliktessen geniest man am besten selbst und lässt sie sich nicht nur vorkauen.
  MOV!E D!CK
mehr. (4,5 Sterne/PDi/3.10.14)
Amys Racheplan. David Fincher spielt mit den Erwartungen der Zuschauer und obendrein schockt er sie noch. Zunächst wird die Bilderbuchehe von Nick (Ben Affleck) und Amy (Rosamund Pike) entzaubert. Dann wird Amys Racheplan parallel zu Nicks Unterstützung der polizeilichen Ermittlungen geschildert. Man erwartet Fehler der Verschwundenen oder dass sie ... wenigstens gefunden wird. Aber dann setzt Fincher erst zum Schocker und zum medialen Höhenflug an. Ob Nick seine Frau umgebracht hat oder nicht entscheiden die Medien bzw. die Stimmung in der Öffentlichkeit. (Talkshows!). Amy läuft in eine Falle und befreit sich daraus mit einem Teppichmesser. Blutüberströmt fällt sie vor den Augen der Nachrichtensender Nick um den Hals. Alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Beifallsstürme. Jetzt geht Fincher über die Romanvorlage hinaus: im Rampenlicht wird geküsst und geherzt, wenn sie unter sich sind wird Tacheles geredet.
  Nick schläft zwar allein, sollte aber seine Schlafzimmertür verriegeln. Er weiß, wozu Amy fähig ist. Ein Engel, der ein Teufel ist. Amys getürkte Schwangerschaft kommt hinzu. Als verantwortungsbewusster Vater bleibt Nick und schweigt. Die harmoniesüchtige öffentliche Meinung zwingt beide dazu, ihre Bilderbuchehe fortzusetzen, obwohl es die Hölle ist. Und das wissen nur Nick und Amy. Somit wandelt sich Amys Plan zu einem lebenslangen Martyrium. Zwischen ihnen gibt es nur noch Misstrauen, Lieblosigkeit und es bleibt latent gefährlich.
  Hochspannung von Anfang bis Ende, mit raffinierten Wendungen und Schockern und einer grandios spielenden Rosamund Pike, die den Spagat zwischen blonder intellektueller Luxusschnecke und brünettem proletenhaftem Kältepol bravourös meistert.
mehr. (4,75 Sterne/ZM/3.10.14)
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Bewertung
Action:3,3 Sterne(3)
Anspruch:3,78 Sterne(3)
Erotik:1,95 Sterne(3)
Humor:0,67 Sterne(3)
Spannung:4,53 Sterne(3)
Story:4 Sterne(3)
Film:4,12 Sterne(3)
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Anspruch:3
Erotik:3
Humor:3
Spannung:3
Story:3
Film:3
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Filmstatistik
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