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Filme > 2014 > Interstellar
Interstellar
 
Genre:Science Fiction / Thriller
Kinostart:6. November 2014
Freigabe:ab 12 Jahren
Prädikat:wertvoll
Länge:169 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Warner
 
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Mitwirkende
Stab: Christopher Nolan (Regie), Christopher Nolan und Jonathan Nolan (Drehbuch), Christopher Nolan, Lynda Obst und Emma Thomas (Produktion), Hoyte van Hoytema (Kamera), Lee Smith (Schnitt) und Hans Zimmer (Musik). Darsteller: Matthew McConaughey (Cooper), Anne Hathaway (Brand), Jessica Chastain (Murph), Ellen Burstyn (Murph (im Alter)), Wes Bentley (Doyle), Casey Affleck (Tom), David Gyasi (Romilly), Mackenzie Foy (Murph (10)), ... Topher Grace (Getty), John Lithgow (Donald), Collette Wolfe (Frl. Hanley), Francis X. McCarthy (Boots), Michael Caine (Prof. Brand), Leah Cairns (Lois) und Matt Damon (Dr. Mann). mehr.
Inhalt
Da sich unsere Zeit auf der Erde dem Ende zuneigt, unternimmt ein Forscherteam die wohl wichtigste Mission in der Geschichte der Menschheit: Es reist jenseits dieser Galaxie, um andere Lebensräume im Weltall für die Menschen zu erkunden.
Trailer
Nutzerkommentare
Nolans Reise ins Ich. Die Erwartungen an Christopher Nolans neuen Film waren bescheiden gesagt gigantisch. Da ist zum einen eine riesige Fanbase an Comic- und Popcornkino-Fans, die Nolan seit dem Batman-Franchise blind verehren. Auf der anderen Seite konnte er aber auch bei den etwas anspruchsvolleren Zuschauern mit „Inception“ punkten. Dazu kommt, dass ... dieses Projekt seit 2006 durch die Etagen von Hollywoods Produktionsfirmen geistert und dabei Namen wie Steven Spielberg gefallen sind, was die Erwartung und damit auch die Fallhöhe für „Interstellar“ nochmals erhöhte. So wird unter anderem kolportiert, dass erst Christopher Nolans Bruder Jonathan angeheuert wurde, um das Drehbuch zu schreiben, während man erst 2012 (nachdem Spielberg aus dem Projekt ausgestiegen war) auf die naheliegende Idee kam, seinen Bruder als Regisseur ins Boot zu holen.
  Von diesem Moment an schlugen die Erwartungen der Fans Purzelbäume, die ein zweites „2001 - Odyssee im Weltraum“ erwarteten.
  Aber mal ganz ehrlich; von solchen Vergleichen sollte man besser die Finger lassen, wenn man sie sich nicht verbrennen möchte. Und so viel schon mal vorweg; darin dass beide Filme was mit Weltraum zu tun haben, erschöpft sich auch schon die Ähnlichkeit. Okay, beide Filme sind mehr dem Genre der philosophischen Menschheitsbetrachtung zuzuordnen, als dem der Laserschwert schwingenden Drachentöter-Epen. Aber jetzt reicht’s dann auch mit den Vergleichen. Zumal man beiden Filmen nur gerecht werden kann, wenn man sie ausschließlich für sich betrachtet. - Was ja auch schon mal ein Qualitätsmerkmal ist. Das war jetzt wirklich die letzte Ähnlichkeit.
  Zum Inhalt. Was gegenwärtig noch kontrovers diskutiert wird, ist in wenigen Jahren Gewissheit: Die Menschheit hat den Planet komplett runter gerockt und steht kurz davor, an den Folgen eines Natur-Kollapses und der daraus resultierenden globalen Nahrungsknappheit zugrunde zu gehen. Nichts auf der Erde oder im Sonnensystem kann die Menschheit davor bewahren.
  Die letzte und damit auch einzige Hoffnung besteht in einem geheimen Projekt der US-Regierung, das von einem gewissen Professor Brand (Michael Caine) entwickelt wurde. Getreu dem Motto, wenn wir die Erde nicht retten können, müssen wir sie verlassen, besteht sein Plan darin, eine Expedition in ein anderes Sternensystem zu schicken, um dort nach bewohnbaren Planeten und Rohstoffen zu suchen.
  Dazu wird der ausgebildete Ingenieur und Pilot Cooper (Matthew McConaughey) angeworben. Doch für ihn hat diese Mission einen entscheidenden Nachteil. Denn er muss seine beiden Kinder auf der Erde zurück lassen. Und das ohne zu wissen, ob und wann er wiederkehrt.
  Ihm zur Seite steht die Astronautin Brandt (Anne Hathaway), welche die Tochter des Projekt-Erfinders ist. Gemeinsam mit ihrem kleinen Team von Experten begeben sie sich auf eine Reise ins Ungewisse. Denn die Route führt unter anderem durch ein „schwarzes Loch“, was ein unkalkulierbares Risiko darstellt, da bisher niemand weiß, was einen auf der anderen Seite erwartet. Weshalb auch noch ungeklärt ist, ob sie jemals wieder zur Erde zurückkehren werden. Aber hat man eine Wahl, wenn davon das Schicksal der Menschheit abhängt? Wohl kaum.
  Spätestens seit seiner Batman-Trilogie (wobei Teil 2, „The Dark Knight“, den Höhepunkt darstellte) wird Christopher Nolan zur Gattung der Meisterregisseur gezählt. Und sein cleveres Bilderpuzzle "Inception" von 2010 gilt als sein bislang anspruchsvollstes Werk. Bislang! Denn mit „Interstellar“ erklimmt Nolans Werk eine neue Höchstmarke. Denn dieser Film ist auf so vielen Ebenen les- und interpretierbar, dass man ihn wahrscheinlich gar nicht oft genug sehen kann, um ihn komplett zu verstehen. Zumal er zu jenen Kunstwerken gehört, die einem mehr Fragen als Antworten geben.
  Und obwohl es um nichts weniger als den Überlebenskampf der Menschheit geht, legt Nolan seinen Film zunächst als intimes Familiendrama an, um schließlich in der zweiten Hälfte buchstäblich in neue Dimensionen vorzustoßen: Er erkundet die Rätsel des Universums und überwältigt dabei mit grandiosen Bildern und einer Emotionalität, die man aus seinen Werken bisher kaum kannte.
  Auch wechselt der Film mehr als einmal seinen narrativen Standpunkt. Er beginnt erstaunlich unspektakulär, als eine Reflexion unserer Gegenwart in der nahen Zukunft. Daraus leitet er (sehr realistisch) eine globale Dystrophie ab. Diese nutzt er wiederum als Ausgang für eine utopische Erzählung. Geerdet wird diese durch eine Ansammlung von präzisen Charakterstudien. Darin zeigt er uns alle Schattierungen der menschlichen Natur. Und wie diese unabhängig von Raum und Zeit unser Schicksal bestimmt. Gleichzeitig wird die Unendlichkeit des Weltalls dem Mikro-Kosmos eines Raumschiffs gegenüber gestellt. Dabei wagt es der Film, die bekannten physikalischen Gesetze nicht nur präzise anzuwenden, sondern auch spekulativ weiterzuentwickeln. Zu guter Letzt kommt noch das fantastische Element (die vielleicht mächtigste Waffe des Menschen) ins Spiel, um dem Film so was wie ein versöhnliches Ende zu geben – das aber keins ist.
  Und das sind nur einige schnell zusammengeschriebene Denkanstöße, die einem „Interstellar“ mit auf den Weg gibt.
  Um alle auch nur anzureißen, bräuchte ich einen größeren Arbeitsspeicher. Ist aber auch nicht wirklich meine Aufgabe –sondern die des Zuschauers. Er sollte nach Lust und Laune (und Fähigkeit) die mannigfaltigen Inspirationen auf sich wirken lassen.
  Einige amerikanische Kritiker und Nolan-Fans geben dem Film bereits maximale Punktzahl. Soweit würde ich nicht unbedingt gehen. Sicherlich verdient er viele lustige Punkte, unseren Respekt und ganz viel Anerkennung. Allerdings verliert Nolan bei seiner inhaltlichen Opulenz die Stringenz des Erzählens ein wenig aus dem Auge und vernachlässigt die hohe Kunst der Reduktion. Immerhin schrammt „Interstellar“ an der Drei-Stunden-Marke. Und das ist ein verdammt langer Ritt für einen Film, der zwar über großartige Bilder, aber keinerlei Kirmes-Effekte verfügt.
  MOV!E D!CK
mehr. (4,25 Sterne/PDi/6.11.14)
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Bewertung
Action:2,67 Sterne(3)
Anspruch:3,78 Sterne(3)
Erotik:0,63 Sterne(2)
Humor:1,42 Sterne(3)
Spannung:3,45 Sterne(3)
Story:3,77 Sterne(3)
Film:4,2 Sterne(3)
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Action:3
Anspruch:3
Erotik:2
Humor:3
Spannung:3
Story:3
Film:3
Summe aller Bewertungen:20
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Standardabweichung:0,15
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