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Filme > 2015 > 45 Years
45 Years
 
Genre:Drama
Kinostart:10. September 2015
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Prädikat:besonders wertvoll
Länge:95 Minuten
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Verleih:Piffl
 
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Inhalt
Kate und Geoff Mercer sind seit 45 Jahren glücklich verheiratet, kinderlos, fest verankert in der ländlichen Gegend von Norfolk. Sie stecken mitten in den turbulenten Vorbereitungen zur Feier ihres 45. Hochzeitstages, als ein Brief aus der Schweiz eintrifft. Man hat die Leiche von Geoffs Jugendliebe Katya in den Alpen entdeckt, 50 Jahre nach ihrem Unfalltod, im Gletschereis konserviert.
  Mit einiger Sorge bemerkt Kate, dass die Nachricht Geoff mehr beschäftigt, als er eingestehen... mag. Fast ohne es zu merken, geraten sie in einen Sog von Erinnerungen, von nicht gestellten Fragen und nie gegebenen Antworten. In das sichere Gefühl der so lange gemeinsam gelebten Liebe nistet sich der Zweifel ein. Die Auswahl der Songs, die Häppchen, die Tischordnung – inmitten der vielen kleinen Entscheidungen, die für die Feier des Hochzeitstags zu treffen sind, wird Kate und Geoff bewusst, dass sie unversehens vor einer großen Entscheidung angelangt sind. Wie vor 45 Jahren. mehr.
Trailer
Kritiken
Realistisch geschildertes Drama. Mit »Weekend« schuf der britische Autor und Regisseur Andrew Haigh vor vier Jahren eine zarten, kleinen Film vom Verlieben. Der Film um ein schwules Pärchen, das sich an einem Wochenende kennen- und lieben lernt, gewann zahlreiche Preise auf Festivals rund um den Globus. Mit »45 Years« erzählt er nun eine gänzlich gegensätzliche Geschichte.
  Kate ... und Geoff Mercer sind seit bald 45 Jahren miteinander verheiratet und leben in harmonischem Selbstverständnis miteinander. Die Feierlichkeiten zu ihrem Hochzeitstag stehen an, und auch wenn keiner der beiden Lust darauf hat, lassen sie die Vorbereitungen über sich ergehen. Kate ist aufgeschlossen und führsorglich und erträgt ihren manchmal verschwiegenen und schrulligen Mann. Zwischen ihnen glimmt nach all den Jahren immer noch ein Funken Liebe. Doch ein Brief für Geoff ändert alles. Der Leichnam seiner ersten Liebe wurde gefunden, dort, wo sich ihre Wege damals durch ein Unglück trennten. Gefroren im Eis eines Gletschers in den Schweizer Alpen blieb er bis heute unversehrt. Geoff soll ihn identifizieren. Erinnerungen und Gefühle, die mit dem Körper unter den Schichten der Jahre vergraben waren, tauen auf und damit auch unausgesprochene Geheimnisse. Die Feier steht bevor, aber gibt es am Ende überhaupt noch eine Ehe, die zu feiern wäre?
  Basierend auf einer Kurzgeschichte von David Constantine erzählt Andrew Haigh zurückhaltend und eindringlich von enttäuschten Vorstellungen und Wunden, die nie verheilen. Seine großartigen Hauptdarsteller verleihen ihrer nuancierten Darstellung mit kleinen Gesten Ausdruck. Dem realistisch geschilderten Drama nimmt der Mut zum Minimalismus indes nichts von seiner Schlagkraft. »45 Years« trifft tief und die Fragen, die er stellt, wirken lange nach. Meisterhaft wie der große Ingmar Bergman erzählt Haigh seine ganz eigenen »Szenen einer Ehe«. Rampling und Courtenay wurden auf der diesjährigen Berlinale als beste Darsteller mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.
mehr. (4,75 Sterne/lt/8.9.15)
Nutzerkommentare
Die lange Ehe. Der Film ist nicht nur etwas für Leute, die 45 Jahre miteinander verheiratet waren, obwohl es hier schon um ein solches Paar Oldies geht.
  Die beiden Hauptdarsteller Charlotte Rampling und Tom Courtenay sind echte Könner. Es gelingt ihnen, eine Charakterstudie der beiden Oldies abzuliefern, in der sich zwei echte Typen gefunden haben ... und es mit einander aushalten. Eigentlich eine Alltagsgeschichte: Geoff ist etwas klappriger als sie, auch etwas vergesslicher und nicht sehr redselig. Er wirkt bisweilen etwas hilflos der alten Eigenbrötler. Kate ist etwas fitter, fährt noch Auto, umsorgt ihn weitgehend weiträumig. Sie kann verschmitzt oder traurig sein und wenn sie lächelt, scheint die Sonne.
  Der 45. Hochzeitstag soll mit einer großen Party gefeiert werden.
  Die Spannung kommt hier aber nicht von den äußeren Aktivitäten der beiden, sondern man wird neugierig, worüber sie nicht reden wollen oder können. Da war etwas vor vielen Jahrzehnten. Kate bedrängt ihn, ihr doch alles zu erzählen. Geoff rückt aber nur sehr zögerlich und nur teilweise damit raus. Kate entdeckt Fotos auf dem Dachboden. Undeutliche Teilansichten einer jungen Frau namens Katya, eine Bergtour in den 60er Jahren, jetzt hatte man ihre Leiche im Eis gefunden (Der Auslöser der Diskussion!) Wird Geoff sie identifizieren? Und Kate entdeckt Katyas süßes Geheimnis. Sie und Geoff haben keine Kinder…
  Die Party ist ein Erfolg mit den Hits der 60er Jahre.
  Der abrupte Schluss überrascht und eröffnet Spekulationen über die Zukunft, denn die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende. Geoff ist nur von seinen Erinnerungen eingeholt worden.
  Toll, dass es noch solche Filme gibt: leise, kontemplativ, gar nicht mal unwichtig, Off-Mainstream und zu Recht preisgekrönt. Wenn man sich diesen Film erneut anschaut, ist es, wie ein Besuch bei alten Freunden. Und wenn man am Ende feuchte Augen bekommt, liegt das nicht nur an den Platters: ‘Smoke Gets in Your Eyes‘.
mehr. (3,5 Sterne/ZM/30.11.15)
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Bewertung
Action:0,8 Sterne(1)
Anspruch:4,85 Sterne(1)
Erotik:0,75 Sterne(1)
Humor:2,05 Sterne(1)
Spannung:2,55 Sterne(1)
Story:4,75 Sterne(1)
Film:4,15 Sterne(2)
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Action:1
Anspruch:1
Erotik:1
Humor:1
Spannung:1
Story:1
Film:2
Summe aller Bewertungen:8
Filmstatistik
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Standardabweichung:0,55
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