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Filme > 2015 > Hördur
Hördur
 
Genre:Jugendfilm
Kinostart:29. Oktober 2015
Downloadstart:24. März 2016
Kaufstart:7. April 2016
Altersempfehlung:ab 9 Jahren
Freigabe:ab 6 Jahren
Prädikat:besonders wertvoll
Länge:84 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Drehzeit:29. September bis 15. November 2014 (30 Drehtage)
Verleih:NFP / Tobis
 
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Ausführlicher Inhalt
Das Aufwachen fällt Aylin schwer – es ist immer der gleiche Traum, welcher die 17-jährige nicht loslässt: Ein langer Pfad führt sie durch Äste und Laub durch die klare Luft eines Waldes. Doch bevor sie sehen kann, wohin der Weg sie führt, erwacht Aylin. Die junge Deutschtürkin wünscht sich nichts sehnlicher, als diesen Traum weiterträumen zu dürfen.
  Doch es hilft nichts, Aylins kleiner Bruder Emre steht schon vor ihrem Bett und holt das Mädchen zurück in die Realität. Da ihr Vater viel arbeiten muss, kümmert sich Aylin nach dem Tod ihrer Mutter fast alleine um ihren 6-jährigen Bruder und den Haushalt der Familie.
  In der Schule wird Aylin von ihren Mitschülern als „Psycho“ beschimpft. Mit ihrer zurückhaltenden und verschlossenen Art bietet Aylin ihnen eine leichte Angriffsfläche. Aylin setzt sich nicht zur Wehr. Als sie eines Tages in der Schultoilette mit anhören muss, wie zwei ihrer Mitschülerinnen nicht nur sie, sondern auch ihre Familie beleidigen, fällt es Aylin schwer, die Beleidigungen wie gewohnt wegzustecken. Als eines der Mädchen dann auch noch einen Milkshake auf sie schüttet, verliert Aylin die Kontrolle und schlägt auf sie ein.
  Der Vorfall hat schwere Folgen: Ein Jugendgericht verurteilt Aylin zu Sozialstunden. Die Arbeit auf einem Pferdehof ist für Aylin die letzte Chance zu zeigen, dass sie ihre Aggressionen in den Griff bekommen und Verantwortung übernehmen kann.
  Auf dem Pferdehof erwartet Aylin ein kühler Empfang: Iris, die Hofbesitzerin, stellt gleich klar, dass sie kein Interesse an Aylins persönlichem Schicksal hat – was sie fordert sind Pünktlichkeit, Disziplin und Fleiß. Als Iris Aylin über den Hof führt, erblickt das Mädchen zum ersten Mal Hördur. Aylin ist sofort fasziniert von dem anmutigen Islandpferd, doch Iris macht Aylin unmissverständlich klar, dass ein großer Berg Arbeit vor ihnen liegt.
  Aylin muss Ställe ausmisten, Zaunpfähle schleppen und Pferdefutter austeilen. Iris bemerkt mit Unmut, wie ungeschickt sich das Mädchen anstellt. Völlig erschöpft und frustriert über die erneute Erfahrung, Anforderungen nicht gerecht zu werden, steht Aylin kurz davor alles hinzuschmeißen. Doch dann entwischt Hördur durch ihre Unachtsamkeit. Wütend fordert Iris Aylin auf Hördur einzufangen. Etwas hilflos unternimmt Aylin zunächst ein paar erfolglose Versuche. Als sie erschöpft in die Knie sinkt, nähert sich Hördur Aylin und sie kann das stolze Pferd berühren. Das Mädchen verblüfft das Vertrauen, das dieses Wesen ihr entgegenbringt. Aylin fasst einen Entschluss: Sie will auf Hördur reiten lernen und ist bereit, alles zu tun, was dafür nötig ist.
  Immer wieder bittet Aylin darum, auf Hördur reiten zu dürfen, doch Iris lässt sich nicht umstimmen: Aylin ist nicht zum Reiten da, sondern zum Arbeiten. Aylin gibt nicht auf und um Iris umzustimmen, arbeitet sie härter als je zuvor.
  Iris ist beeindruckt von der Hartnäckigkeit des Mädchens und beginnt sich tatsächlich für Aylin zu interessieren. So findet Aylin schließlich eine Reithose, Stiefel und einen Helm in ihrem Spind vor: Geschenke von Iris, die endlich zustimmt, Aylin zu unterrichten! Iris, Aylin und Hördur trainieren ab jetzt regelmäßig. Aylin lernt schnell und zeigt großes Talent.
  Aylin möchte ihren Vater um Erlaubnis bitten, an einem Reitturnier teilnehmen zu dürfen. Iris begleitet Aylin und gibt sich die größte Mühe, Hasan ein Einverständnis abzugewinnen.
  Hasan ist jedoch alles andere als begeistert zu erfahren, dass seine Tochter reitet. Für Hasan ist Reiten ein Luxussport, der nichts mit seiner Realität und der seiner Familie zu tun hat. Aylin soll sich damit nicht von ihren Pflichten zu Hause ablenken lassen. Zu Aylins Entsetzen verbietet er ihr das Reiten. Auch die Einwände von Iris können Hasan nicht umstimmen. Aylin ist verzweifelt.
  Am folgenden Tag überrascht Iris Aylin auf dem Weg nach Hause. Iris möchte Aylin weiter trainieren - auch heimlich!
  Iris und Aylin treffen sich um Aylin auf das Turnier vorzubereiten. Als Aylin bei einem Testrennen verliert, steht sie wieder einmal kurz davor alles hinzuschmeißen. Wozu soll sie an einem Wettbewerb teilnehmen, bei dem sie keine Chance hat zu gewinnen? Iris tröstet Aylin und macht ihr klar, dass sie Fehler machen darf. Iris steht voll und ganz hinter Aylin.
  Durch das Vertrauen von Iris und das Training mit Hördur fasst Aylin Mut und liest einen langen, überfälligen Aufsatz vor der Klasse vor. Der persönliche Text über ihre Ängste und Träume beeindruckt ihre Mitschüler. Sogar ihre ehemals größte Feindin bekundet Aylin ihren Respekt.
  Hasan plagen noch ganz andere Sorgen. Er muss die Familie mit unterbezahlter Schwarzarbeit durchschlagen, für „Sozialhilfe“ ist er zu stolz. Als ein Projektleiter Hasans Arbeit nicht wie abgesprochen entlohnen will, zerstört der Familienvater wütend sein Tageswerk. Frustriert trifft Hasan eine Entscheidung: Er will in die Türkei zurückkehren. In Deutschland sieht er keine Zukunft für sich und seine Kinder.
  Als er Aylin seinen Entschluss mitteilt, bricht für diese eine Welt zusammen.
  Kurz vor der geplanten Abreise in die Türkei verschwindet Aylin. Wie erwartet, findet sie ihr Vater auf dem Pferdehof. Wütend möchte Hasan Aylin zum Mitkommen bewegen, doch Aylin, auf dem Rücken von Hördur, weigert sich ihn in die Türkei zu begleiten. Ihr Zuhause ist hier.
  Hasan folgt Aylin im Auto, als diese rasend schnell mit Hördur davon reitet. Als das Auto stecken bleibt und Hasan beim Versuch, Aylin zu Fuß zu verfolgen, stürzt, reitet Aylin zurück. Endlich kann sich Hasan seine wahren Ängste und Gefühle eingestehen. Mit seinen Handlungen hat er selbst dafür gesorgt, dass genau das eingetroffen ist, wovor er sich am meisten gefürchtet hat: der Verlust seiner Tochter. Unter Tränen entschuldigt sich Hasan bei ihr. Aylin und ihre Familie bleiben in Mannheim.
  Mit der Unterstützung ihrer Familie reitet Aylin weiter. Stolz feuern ihr Vater Hasan und ihr Bruder Emre Aylin an, als diese für ein Wettrennen an den Start geht. Endlich hat Aylin keine Angst mehr. Ihr Traum ist wahrgeworden.
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