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Filme > 2015 > Mr. Holmes
Mr. Holmes
 
Genre:Drama / Krimi
Kinostart:24. Dezember 2015
Kaufstart:22. April 2016
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Länge:104 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Alamode / Filmagentinnen
 
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Inhalt
England 1947: Der berühmte Meister­detektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) ist mittler­weile 93 Jahre alt. Mit seiner neuen Haus­hälterin Mrs. Munro (Laura Linney) und deren elf­jährigem Sohn Roger (Milo Parker) lebt er zurück­gezogen auf seinem Landsitz in Sussex und kümmert sich um seine Bienen. Seine ehemaligen Freunde und Weg­gefährten sind längst tot. Beunruhigt stellt das einstige Master­mind fest, dass ihn sein legendäres Gedächtnis langsam aber sicher im Stich lässt. Vor... allem plagt ihn, dass er sich nicht mehr an den Fall erinnern kann, der ihn vor 30 Jahren dazu brachte, sich aus dem Detektiv­geschäft zurück­zuziehen. Er weiß nur noch, dass es um eine schöne Frau ging. Mehr und mehr gelangt Holmes zu der Überzeugung, dass er unbedingt heraus­finden muss, was damals wirklich passiert ist. Und so macht Sherlock Holmes sich auf, seinen letzten großen Fall zu lösen. Ausführlicher Inhalt. mehr.
Trailer
Nutzerkommentare
Meisterlich. Vorab. „Mr. Holmes“ ist keine typische Holmes-Story. Also nicht das übliche Krimi-Spektakel,. Wenngleich auch eine Geschichte, in deren Mittelpunkt die uns allen so vertraute Figur des Meister-Detektivs aus der Baker Street steht. Doch dort lebt der mittlerweile 93-jähre Sonderling nicht mehr, seit dem er sich vor 30 Jahren auf seinem ... Landsitz in Sussex zur Ruhe gesetzt hat und Bienen züchtet.
  Doch von Ruhestand kann keine Rede mehr sein, seit dem er versucht, sich an seinen letzten Fall zu erinnern, der ihn dazu brachte, sich aus dem Detektivgeschäft zurückzuziehen.
  Denn langsam aber sicher lässt ihn sein legendäres Gedächtnis im Stich. Er erinnert sich nur noch daran, dass es um die Frau ging, von der er noch ein vergilbtes Foto hat.
  Wie bereits erwähnt, „Mr. Holmes“ ist weniger ein klassischer Krimi. Schon eher eine Charakter-Studie der unterschiedlichen Holmes-Identitäten. Der des literarischen Holmes, wie er durch seinen Freund und Biographen Watson dramatisiert dargestellt wurde und wie wir ihn hauptsächlich kennen. Wir erleben ihn hier aber auch als denjenigen, der der Romanfigur als Vorlage gedient haben könnte. Weit weniger heroisch, wenngleich mit denselben brillanten Fähigkeiten, wie sein berühmtes Abbild. Allerdings auch noch mit ein paar weiteren. - Ein paar menschlichen oder menschlich verzeihbaren.
  Dazu kommt eine weitere, leicht divergierende Variante – innerhalb der Geschichte. Nämlich die des Holmes´, wie er sich selbst durch die eigene betagte Selbstwahrnehmung in Erinnerung geblieben ist. Subjektiv eben.
  Und auf der erzählerischen Nullebene (bzw. in der Gegenwart) erleben wir die vielleicht realistischste Darstellung von Holmes. So wie man sich den Detektiv im Rentenalter als echten Menschen vorstellen könnte. Erkennbar, aber mit deutlichen Abweichungen zu seiner Legende.
  All das wird zum Koordinatensystem eines Puzzle aus Recherchen, löchrigen Erinnerungsfetzen und episch veredelten Nacherzählungen. Wobei jede dieser Quellen ihren eigenen Code hat.
  Und Sherlock versucht sich der Lösung des Rätsels mit all seinen verbliebenen rationalen Fähigkeiten zu nähern; einem Rätsel, das im Grunde genommen er selber ist - bzw. die Lücke in seiner Erinnerung. Dabei gerät er immer wieder auf das dünne Eis der verschiedenen subjektiven Ebenen.
  Ian McKellen (die meisten kennen ihn als Gandalf aus der „Herr der Ringe“-Verfilmung) spielt all diese Facetten einer einzigen Person in den unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Zeit- und Realitätsebenen. Dabei besteht seine Kunst darin, einerseits diese Facetten eines Charakters, so konturlos sie ineinander übergehen, differenziert darzustellen und sie dabei zu einem glaubwürdigen Charakter zu verschmelzen. Also einen grantigen alten Mann, der mit den Zipperlein des Alters so seine Probleme hat; den literarisch veredelten Übermenschen, das Sinnbild des scharfen Verstandes. Und die Person, die man nur noch durch den Schleier der Vergangenheit schemenhaft erkennen kann.
  Und damit ist „Mr. Holmes“ zum einen ein lustvoll verschachtelter Kriminalfall, sowie ein Bündel an beeindruckend gespielten Charakterstudien. Diese wiederum sind eine Aufforderung an den Zuschauer zum aktiven Rezipieren unter der Prämisse „Sender und Empfänger einer Nachricht sind Teile der Information“. Und zu guter Letzt bietet McKellen`s Performance genügend Stoff für ein komplettes Semester Schauspielunterricht. Chapeau!
  MOV!E D!CK
mehr. (4,75 Sterne/PDi/27.12.15)
Sein letzter ungelöster Fall. Würde man versuchen die Geschichte linear nachzuerzählen, so täte ihr das einen ganz schönen Abbruch und außerdem den Charme des Aufdröselns der Handlung eliminieren, den man hat, wenn man sich den Film anschaut.
  Es werden mehrere Zeitebenen und Handlungsstränge miteinander intelligent verknüpft. Das verwirrt zwar, macht aber andererseits ... die Arbeitsweise der Titelfigur deutlich. Hier beherrscht Sir Ian McKellen die Szene. Sein faltenreiches Gesicht ist omnipräsent. Mal als klappriger vom Alter gezeichneter Detektiv, mal als forsch ausschreitender Beobachter, der seinen letzten Fall noch lösen muss. Indizien häufen sich. Eine geheimnisvolle Frau Kelmot (Hattie Morahan), ein Handschuh, eine Biene, ein Fläschchen mit Gift…
  Zurzeit lebt der alte Holmes mit Haushälterin Mrs. Munroe (Laura Linney) und Sohn Roger (Milo Parker). Mutter Munroe ist ungebildet, ihr Sohn blitzgescheit.
  Weil Holmes an Alzheimer leidet reist er nach Japan, um dort von Umezaki, einem Bewunderer, einen Ableger des Japanischen Pfeffers (Zanthoxylum piperitum) zu holen. Das hilft zwar nicht, aber es schadet auch nicht. Dafür bekommt die Figur des Umezaki noch eine weitere Funktion.
  Es ist ein Film über das Alter, die Einsamkeit und den Tod.
  Was das Alter angeht, so gibt es da die menschlich anrührende Freundschaft von Holmes mit Roger. Beim zweiten Phänomen kann Holmes nicht verhindern, dass es tragisch enden kann und beim dritten kann er sich nur in ein Totenritual aus Japan flüchten. Der Film erfordert volle Konzentration. Die subtile Darstellung der Charaktere ist beeindruckend, die vom Editor bestimmte Erzählweise außergewöhnlich. Ein seltener Glücksfall. Mehrfaches Anschauen lohnt sich.
mehr. (3,75 Sterne/ZM/29.12.15)
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Bewertung
Action:2,13 Sterne(2)
Anspruch:4,75 Sterne(2)
Erotik:0,57 Sterne(2)
Humor:1,98 Sterne(2)
Spannung:3,05 Sterne(2)
Story:4,58 Sterne(2)
Film:4,25 Sterne(2)
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Action:2
Anspruch:2
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Story:2
Film:2
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