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Filme > 2017 > Die Blumen von gestern
The Bloom of Yesterday
Die Blumen von gestern
 
Genre:Tragikomödie
Kinostart:12. Januar 2017
Freigabe:ab 12 Jahren
Prädikat:besonders wertvoll
Länge:126 Minuten
Drehzeit:8. April bis 20. Juni 2015
Verleih:Piffl
 
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Inhalt
Totila Blumen (Lars Eidinger) ist Holo­caust-Forscher. Als solcher versteht er keinen Spaß. Weder im allgemeinen noch im besonderen, wenn seine Kollegen versuchen, aus einem Auschwitz-Kongress ein werbe­finanziertes Medien-Event zu machen und somit das Erbe des gerade erst ver­storbenen und von Totila hoch verehrten Professors Norkus mit Füßen treten. Als man Totila dann auch noch die sehr junge und sehr nervige französische Studentin Zazie (Adèle Haenel) als Praktikantin vor... die Nase setzt, die ihm folgt wie ein Hündchen und mit seinem direkten Vorgesetzten (Jan Josef Liefers) ein Verhältnis hat, ist der stets ernst und überlegt drein­blickende Mann am Ende.
  Doch Jammern hilft nicht – erst recht nicht bei seiner gestressten Frau (Hannah Herzsprung), die ihn auffordert, weniger zu hadern und sich mit dem zu arrangieren, was das Leben gerade anbietet. Und so macht Totila weiter seine Arbeit, unterstützt von der über­drehten, exzentrischen Zazie. Die jedoch scheint ihre ganz eigene Agenda zu haben – eine Agenda, die eng mit Totilas Herkunft und seinem wohl­gehüteten Familien­geheimnis verknüpft ist.
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Trailer
Kritiken
Lachen im Hals. Filme über den Holocaust gibt es (zu) viele. Mitunter stellt sich eine gewisse Übersättigung beim Publikum ein. »Die Blumen von gestern« ist ein gänzlich anderer Film zum Thema und sucht die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit mit Hilfe der befreienden Form des Humors. Totila Blumen hat eigentlich nichts zu Lachen. Der Misanthrop ... ist Holocaust-Forscher. Aus einer tief verwurzelten Schuld, die sein Vater auf sich geladen hat, geht er seiner Arbeit mit verbissenem Ehrgeiz nach. Darunter haben seine Kollegen zu leiden und auch seine Frau Hannah steht dem Zynismus ihres Gatten hilflos gegenüber. Als ihm ausgerechnet sein Erzfeind Balthasar Thomas die Vorbereitung des Auschwitz-Kongresses streitig macht, läuft Totila Amok. Gebremst wird er nur von der neuen Praktikantin Zazie, die selbst ein paar Leichen im Keller hat. Zazie folgt Totila wie ein Schoßhündchen. Das seltsame Gespann irritiert zunächst, entwickelt sich aber über die kaum vorhersehbaren zwei Stunden Laufzeit zu einem außergewöhnlichen Paar. Charakterkopf Lars Eidinger (»Alle anderen«) und Shooting-Star Adèle Haenel (»Das unbekannte Mädchen«), harmonieren ebenso perfekt, wie die Pointen in Chris Kraus' aberwitzigen Drehbuch sitzen. Wenn der Rat darüber diskutiert, ob ein Sponsoring von Daimler angemessen ist, zeigt sich, wie schwierig richtiges Gedenken ist. Noch dazu, wenn der Autokonzern verlangt, dass eine Zeitzeugin bei ihrer Rede einen Mercedesstern trägt. In seinen preisgekrönten Filmen »Poll« und »Vier Minuten« hat sich Regisseur Kraus bereits auf ernste Weise mit dem Thema der Judenverfolgung auseinandergesetzt. »Die Blumen von gestern« meistert die Herausforderung das schwierige Thema Holocaust mit bissigem Humor zu verbinden auf kongeniale Art, ohne das Sujet der Lächerlichkeit preiszugeben. Zu verdanken ist dies auch der fantastischen Besetzung, allen voran Hauptdarsteller Lars Eidinger. Eine so herrlich ätzende Figur wie sein Totila Blumen ist einzigartig im deutschen Kino. mehr. (4,75 Sterne/lt/28.1.17)
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Action:3,6 Sterne(1)
Anspruch:2,85 Sterne(1)
Erotik:0,9 Sterne(1)
Humor:0,85 Sterne(1)
Spannung:3,55 Sterne(1)
Story:3,9 Sterne(1)
Film:3,85 Sterne(2)
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