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Filme > 2017 > Enklave
Enklava
Enklave
 
Genre:Drama / Jugendfilm
Kinostart:16. Februar 2017
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Freigabe:ab 12 Jahren
Prädikat:besonders wertvoll
Länge:92 Minuten
Bildformat:Breitwand Wide-Screen
Drehzeit:30. April bis 11. Juni 2013 (33 Drehtage)
Verleih:Barnsteiner

Inhalt
Zehn Jahre nach dem Krieg im Kosovo. Das Parlament in Pristina hat die Un­ab­hängigkeit von Serbien als „Republik Kosovo“ ausgerufen, aber Serbien erkennt diesen un­abhängigen Staat nicht an. Das Gebiet steht unter der Administration der Vereinten Nationen. In einer kleinen serbischen Enklave lebt der 10-jährige Nenad zusammen mit seinem Vater Vojislav und seinem kranken Groß­vater Milutin. Der serbisch-orthodoxe Priester Drazha und eine 30-jährige Lehrerin sind neben ihnen die... einzigen Serben weit und breit. Jeden Tag wird Nenad von einem KFOR-Militär­fahrzeug vom Hof seines Vaters in die Schule gebracht, wo er der einzige Schüler ist. Sein großer Wunsch, mit anderen Kindern zu spielen scheint un­erreichbar. Immer wieder sieht er durch die Schlitze des gepanzerten Fahr­zeugs zwei gleich­altrige, albanische Jungen und den 13jährigen Hirten­jungen Bashkim - der seinen Vater im Krieg verlor und der die Serben hasst. mehr.
Trailer
Kritiken
Männerwelt. Der Krieg im Kosovo Ende der Neunziger scheint für uns längst vergessen. Doch zurück bleiben menschliche Schicksale, die bis in die Gegenwart reichen. Eine dieser persönlichen Geschichten erzählt der serbische Regisseur Goran Radovanović in seinem Film »Enklave«. Er lässt uns den Konflikt durch die Augen des 10jährigen Nenad erfahren. ... Es ist 2004 und die Spuren des Kriegs sind mit dem Alltag verschmolzen. Viele haben die umkämpfte Region längst in Richtung Belgrad verlassen. Jeden Tag steigt Nenad in das Panzerfahrzeug der KFOR, das ihn zu seiner Schule bringt. Er lebt mit seinem Vater und dem Großvater in einer kleinen Enklave inmitten des albanisch kontrollierten Gebiets. Er ist der letzte Schüler in seiner Schule. Auf dem langen, beschwerlichen Weg dorthin sieht er die albanischen Kinder draußen unbeschwert spielen. Doch für Nenad gibt es nur Verachtung – von den Gleichaltrigen ebenso wie von seinem Vater, der sich tagein, tagaus besäuft. Sein Opa ist der Letzte, der zu Nenad hält, doch der liegt im Sterben. Auf eigene Faust macht sich der Zehnjährige auf den Weg, um den christlichen Geistlichen zu holen und muss dafür quer durch feindliches Land. Die Perspektive, die Radovanović für seinen Film wählte, verleiht dem Konflikt ein anderes Gesicht. Zwischen den Menschen schwelt der Hass. Die zerstörten und mit Schmähworten beschmierten Häuser sprechen den Subtext. Die Region ist voll offener Wunden. Der junge Filip Subaric spielt stark und nimmt die Ereignisse um ihn herum schicksalsergeben hin. Doch die kindliche Perspektive wird überlagert von männlichem Gebaren, Stolz und Ehre, Rache und Leid. Ein wenig Leichtigkeit hätte der deutsch-serbischen Produktion gut getan, schließlich ist auch Nenad noch ein Kind. Sein Schicksal trifft tief. Wie aktuell die Geschichte ist, zeigt sich in diesen Tagen, wo ein pro-serbischer Zug durch die Region rattert und die kaum verheilten Wunden wieder aufreißt. mehr. (3,25 Sterne/lt/28.1.17)
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