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Filme > 2017 > Neruda
Neruda
 
Genre:Biografie / Drama / Thriller
Kinostart:23. Februar 2017
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:108 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Piffl
 
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Inhalt
1948. In einer flammenden Rede vor dem Kongress bezichtigt Senator Pablo Neruda, berühmter Dichter und Kommunist, die Regierung Präsident Videlas des Verrats – und wird umgehend seines Amtes enthoben. Der Kalte Krieg ist in Chile angekommen. Neruda entzieht sich seiner Verhaftung und taucht ab. Mitten in der Arbeit an seiner epochalen Gedicht­sammlung „Canto General“ versucht er, mit seiner Frau Delia del Carril das Land auf geheimen Wegen zu verlassen.
  Verfolgt vom melancholischen... Polizisten Peluchoneau, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, dem Neruda zwischen Poesie und Legenden­bildung einen ganz eigenen Reiz abgewinnt. Immer wieder legt er selbst Spuren, um seinem hart­näckigen Verfolger im letzten Moment zu ent­kommen. Bald dringt die Geschichte vom Dichter auf der Flucht nach Europa, Künstler wie Pablo Picasso setzen sich für seine Freiheit ein. Die selt­same Jagd führt die Kontrahenten der­weil in immer abgelegenere Gegenden. In der imposanten Berg­welt der chilenischen Kordilleren macht sich Neruda schließlich daran, das letzte Kapitel des Duells mit Peluchoneau in Szene zu setzen... Ausführlicher Inhalt. mehr.
Trailer
Kritiken
Auf den Fersen. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín hat sich in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll mit der Geschichte seiner Heimat auseinandergesetzt. In seiner Trilogie „Tony Manero“, „Post Mortem“ und „No“ schilderte er den Kampf gegen die Militärdiktatur Pinochets Ende der Achtziger und erhielt für „No“ schließlich eine Oscarnominierung. ... Ende der 1940er ist es die kommunistische Regierung, die von oben die Geschicke lenkt. Doch der Poet und politische Aktivist Pablo Neruda lässt sich nicht so leicht kleinkriegen. Er taucht unter, zunächst mit, später ohne seine Frau Delia del Carril (Mercedes Morán), die die Eskapaden des Frauenhelds ohnehin leid ist. Der Polizeichef Peluchonneau (Gael García Bernal) heftet sich an seine Fersen, doch Neruda ist ihm immer einen Schritt voraus.
  Spätestens seit seiner meisterhaften Geschichtsstunde mit „Jackie“ Kennedy wissen wir, dass von Larraín kein konventionelles Biopic zu erwarten ist. Das Drehbuch von Guillermo Calderón, aus dessen Feder auch Larraíns meisterhaft-ätzende Abrechnung mit der Kirche, „El Club“, stammt, gibt keine Einführung in das Werk des Nobelpreisträgers und des Menschen Neruda. Er verzichtet auf eine ausladende historische Einordnung und wirft uns in den Strudel der Geschichte. Die ist aber auch nicht nötig, denn Luis Gnecco, der ebenso wie Gael García Bernal bereits in „No“ vor Larraíns Kamera stand, gibt uns relativ schnell einen Eindruck davon, was für ein Typ der Autor und Lebemann war. Seine Verkörperung von Pablo Neruda ist eine faszinierende Charakterstudie eines eitlen und genialen Denkers. Bernal gibt seinen Verfolger mit komödiantischem Talent, formt ihn aber auch als Marionette des Gesetzes mit unerfüllten Träumen. In berauschenden Bildern schildert Larraíns stilistisch versierter Film eine skurrile Hetzjagd, die Neruda bis in den Schnee und Peluchonneau an den Rand des Verstands treibt.
mehr. (4,25 Sterne/lt/28.1.17)
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