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Filme > 2017 > You'll never walk alone
You'll never walk alone
 
Genre:Dokumentarfilm / Sport
Kinostart:18. Mai 2017
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Länge:104 Minuten
Drehzeit:Mai 2016 bis Februar 2017
Verleih:mindjazz
Inhalt
In vielen Fußball­stadien singen die Fans vor dem Spiel „You’ll Never Walk Alone“; das Lied scheint eins geworden mit der Fan­kultur. Dabei ist im Text von Fußball eigentlich keine Rede. Statt­dessen wird von einem Un­wetter gesungen, in dem man den Kopf einziehen möchte, in dem die Träume sturm­gepeitscht und verweht werden, tossed and blown. Und, na klar, in dem man die Hoffnung trotz allem nicht sinken lassen soll: „Walk on, walk on“! Nichts als eine Durchhalte­parole in C-Dur?... Der Dokumentar­film erzählt die verblüffende Karriere dieses Songs. Es ist eine lange, spannende und wunderbare Geschichte. Hans Albers tritt darin ebenso auf wie Jürgen Klopp, die Musical-Genies Rodger & Hammerstein geben ihr eine entscheidende Wendungen, Beatles-Manager Brian Epstein und der von ihm zu Welt­ruhm gebrachte Mersey-Beat der 1960er Jahre klingen darin ebenso nach wie Campino und die Toten Hosen. Und wer hätte gedacht, dass die Stadion­hymne ihre erste Wurzel im Budapest zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte? Dort nämlich schrieb im Jahr 1909 (also im selben Jahr, als in Dortmund die Borussia gegründet wurde) der damals welt­berühmte Autor Ferenc Molnár ein neues Theater­stück: „Liliom“. Der Film erzählt, wie dieses Stück über Wien, Berlin und Hamburg nach New York kommt, wo die Musical-Autoren Rodgers und Hammerstein es als „Carousel“ für den Broadway vertonen und dazu den Song „You’ll Never Walk Alone“ schaffen, der über kuriose Wege ins Liverpool der Beat-Epoche findet, ins Stadion des FC Liverpool und von dort in alle Welt. Der Schauspieler und bekennende Fußball­fan Joachim Król führt durch den Film und begibt sich auf die Spuren des Liedes. Er spricht mit Schauspielern, Musikern und Fußball­begeisterten, unter anderem mit Jürgen Klopp und Campino, mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock vom Balthasar-Neumann-Chor, mit Mavie Hörbiger und mit John Lennons Freund Gerry Marsden, dem Frontman der Liverpooler Band „Gerry and the Pacemakers“, die „You’ll Never Walk Alone“ zum Nummer-Eins-Hit in Großbritannien machte. So erscheinen der Song und seine Geschichte wie aus Puzzle­stücken zu einem Portrait des 20. Jahrhunderts zusammen­gesetzt, eine grandiose, ungarisch-wienerisch-deutsch-amerikanisch-englische, transnationale Koproduktion. Als globales Kultur­gut gehört die Hymne heute zu den bekanntesten und meist gesungenen Liedern des Planeten – übertroffen wohl nur noch von „White Christmas“ (ist dafür aber saison­unabhängig). In un­erreicht einfachen Worten, hymnisch und sangbar, geht dieses Lied geradezu unverschämt un­aufhaltsam erst ins Ohr, dann zu Herzen und gibt Hoffnung, dass keine Einsamkeit, keine Verlassenheit, kein Donner­wetter für immer währt. Denn am Ende der Zeilen hat man einander, und es gilt für alle Zukunft: You’ll Never Walk Alone. mehr.
Trailer
Nutzerkommentare
Große Gefühle - Echte Liebe. Kaum ein Lied wird so sehr mit Fußball in Verbindung gebracht wie „You´ll never walk alone“. Wem bei der Hymne, wenn sie im Station von zig-tausenden mit Inbrunst geschmettert wird, der Blick nicht vernebelt, kann sich direkt beim Einbalsamierer melden. Denn nur klinisch Tote zeigen hier keine Reaktion.
  Der bekennende „Donna Leon“-Darsteller ... und BVB-Fan Joachim Król ist auf historische Entdeckungsreise gegangen, um die Geschichte, sozusagen die Biographie dieses Liedes zu erforschen. Quasi von seiner Geburt an. Eigentlich schon davor. Also schon bei den Vorfahren.
  Seine Suche führt Król kreuz und quer über den Globus. Von Wien nach Budapest. Von Hamburg nach New York. Denn die kulturelle Ahnenforschung beginnt nicht in den Fußballtempeln, sondern auf Theater- und Musical-Bühnen und in Konzertsälen, wo das Lied in seiner ganzen Schönheit erklingt.
  Aber um Schönheit, im eigentlichen Sinne geht es nicht, wenn „You´ll never walk alone“ zum Beispiel in Liverpool oder Dortmund das Station zum Beben bringt.
  Jemand der mit beiden Vereinen seine Erfahrungen gemacht hat, ist der aktuelle Cheftrainer an der Enfield Road, ein gewisser Jürgen Klopp. Auch er kommt in dem Film zu Wort.
  Aber Vorsicht, der Film ist – vor allem am Anfang – kein reines Fußballfan-Produkt. Er greift tiefer. Denn die Wurzeln des Songs reichen bis zu einem legendären Bühnenstück mit Namen „Liliom“ ins beginnende 19. Jahrhundert zurück, als Fußball noch eine „Fußlümmelei“ für ganz wenige war.
  Deshalb ist der Film zu Beginn zwar hoch informativ und überraschend spannend, wenngleich auch noch ein bisschen trocken und fußballfrei. Doch mit zunehmender Dauer kommt Pathos ins Spiel. Erzählt wird von Musikern, die sich an dem Song versucht haben, ihn interpretiert haben; wie sein Weg über die diversen Bühnen ins Stadion war,... und was er den Fans bedeutet.
  Vor allem in den schweren Stunden. Zum Beispiel als im März des letzten Jahres im Signal Iduna-Park ein Fan während des Spiels verstarb.
  Natürlich kommen auch noch andere Interviewgäste zu Wort. Z.B. die 5-Sekunden-Legende Lars Ricken, ein Lautsprecher namens Nobert Dickel. Und sogar ein Fruchtbonbon namens Campino, seines Zeichen Liverpoolfan.
  Und ich darf verraten; es ist wirklich interessant, was hier alles so zutage tritt.
  Und wenn man zu guter letzt feststellt, dass „You´ll never walk alone“ eigentliche niemals als Stationssong gedacht war und auch inhaltlich so gar nichts mit Fußball zu tun hat, fragt man sich vielleicht, warum ausgerechnet dieses Lied die berühmtestes aller Fußball-Hymnen geworden ist.
  MOV!E D!CK
mehr. (4 Sterne/PDi/8.6.17)
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Action:0,4 Sterne(1)
Anspruch:2,65 Sterne(1)
Erotik:0,45 Sterne(1)
Humor:1,5 Sterne(1)
Spannung:3,25 Sterne(1)
Story:3,6 Sterne(1)
Film:3,9 Sterne(1)
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