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Filme > 2017 > Wonder Woman
Wonder Woman
 
Genre:Fantasy
Kinostart:15. Juni 2017
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:141 Minuten
Bildformat:Cinemascope
Verleih:Warner
Inhalt
Vor ihrem Sieges­zug als Wonder Woman wurde die Amazonen­prinzessin Diana zu einer un­über­windlichen Kriegerin ausgebildet. Sie wuchs in einem ab­gelegenen Insel­paradies auf – erst von einem not­gelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Darauf­hin verlässt sie ihre Heimat, weil sie über­zeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege be­enden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt all­mählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.
Trailer
Nutzerkommentare
Alle Erwartungen unterboten. Wonder Woman
  Der amerikanische Pilot Steve Trevor wird mit seinem Flugzeug direkt vor einer Insel, die seit Urzeiten von keinem Mann betreten wurde, abgeschossen. Und Trevor staunt nicht schlecht, denn das Eiland, auf dem er da gelandet ist, taucht auf keiner Karte auf.
  Noch mehr staunt er über die dürftig beschürzten Amazonen, ... die hier seit zweieinhalb Ewigkeiten - schließlich sind sie unsterblich - ihrem Hobby, dem Kampfsport mit antiken Waffen, nachgehen.
  Es vor allem Prinzessin Diana, Tochter von Königin Hippolyta, der Bestimmerin im Amazonenreich, die dem uneingeladenen Besucher einer verschärften Befragung unterzieht.
  Dank ihres Zauberlassos bekommt sie heraus, dass Steve britischer Agent ist und draußen, jenseits der Insel, „der große Krieg“ genannte erste Weltkrieg tobt. Als sie von den Grausamkeiten erfährt, die dort vonstatten gehen, erwacht ihr Gerechtigkeitssinn. Blauäugig wie ein angeschickertes Einhorn will sie nun unbedingt der Menschheit zur Hilfe eilen und beschließt deshalb, dass A Trevor ruckzuck von der Insel verschwinden müsse und B sie ihn dabei begleiten werde.
  Ihre Reise führt sie zunächst nach London. Von wo aus Diana mal eben den Krieg beenden will. Und sie muss nicht lange auf ihren teutonischen Gegner warten, denn der sucht bereits nach ihr und Steve.
  Bei ihrem gemeinsamen Kampf gegen das Böse entdeckt Diana ihr wahres Potenzial und ihre volle Bestimmung – Oder umgekehrt.
  Soweit der „nette Teil“. Alle, die Marvel-abhängig sind oder sich den Spaß nicht verderben lassen wollen, dürfen jetzt aufhören zu lesen. Aber ich KANN und WILL nicht zu dem schweigen, was mir zur „Wunder-Frau“ auf der Seele rum wabert.
  Ich versuche nun wirklich nicht jeder, noch so billigen Versuchung des Movie-Bashings zu erliegen. Es ist soooo einfach. Und meistens auch noch respektlos und von einer unschöner Überheblichkeit, die niemandem gut zu Gesicht steht.
  Auch ist es selten ein Zeichen von übergroßer Intelligenz oder ausgeprägter Fachkenntnis, wenn man die viele positiven Dinge (z.B. beim Filmemachen) einfach übersieht, beiseite schiebt, ignoriert oder vielleicht nicht mal sieht, weil man glaubt – schlau und allwissend, wie man nun mal ist – einen Fehler entdeckt zu haben. Die Liga der Klugscheißer lässt grüßen!
  Aber mach mal gehen einem wirklich die Gegenargumente aus. Dann bohrt sich die Waagschale mit den Negativ-Aspekten so zügig in den Boden, dass es fahrlässig wäre, es nicht zu thematisieren.
  So wie beim jüngsten DC-Francise-Produkt „Wonder-Woman“.
  Zugegeben, ich verstehe den ganzen Quatsch nicht. Was nun – ich muss es zugeben - nicht ausschließlich am Film liegt. Aber ich sitze da und spüre, dass man mich für doof hält. Klar, frage ich mich, ob es mir an Fantasie fehlt. Aber in Anbetracht meiner sonst so leicht reizbaren Fantasie, schließe ich das mal aus.
  Auf meine Kappe geht aber, dass ich schon als ganz junger Comic-Konsument diesen Raubbau klassischer Heldenfiguren unter Drogeneinfluss für wenig glaubhaft gehalten habe.
  In diesem Fall kann ich unmöglich ernst bleiben, wenn die Amazone im gelöteten Tanga mit ihrem Leucht-Lasso ihren Gegnern die Wahrheit raus knebelt. Worum und wieso das funktioniert wird erst gar nicht versucht zu erklären. Und das ist nur einer von dutzenden Punkten, bei denen es mir an Fantasie oder Blauäugigkeit fehlt.
  Dass selbst den Macher bewusst ist, wie dünn ihr Süppchen ist, dafür spricht, dass sie versuchen auf Nebenschauplätzen zu punkten. Denn die Leinwand-Auswertungen versuchen möglichst viele Nurd-Punkte abzuarbeiten, mit denen die Beinhart-Fans sich selbst und ihr vermeintliches Geheimwissen abfeiert können. Inhaltlich oder narrativ sind diese Aspekte eher wertfrei. Aber dadurch schwurbelt das Ganze deutlich in die Glaubensecke, ähnlich fundiert wie die Argumente der Verschwörungsfantasten.
  Natürlich darf auf der Leinwand eine von unserer Realität abweichenden Welt entstehen. Es ist sogar wünschenswert. Aber die sollte schon eine eigene Logik besitzen und nicht nur auf der schwammigen Willkür bloßer Behauptungen rumeiern. Denn das wankt. Und zwar gewaltig. Und das widerum macht schwindelig. Und ist unglaubwürdig, wie ein zu leicht zu durchschauende Lüge. Und schon hat man den Verdacht, dass man als Teilmasse der Zielgruppe nur für durchschnittlich denkbegabt gehalten wird. – Um es mal nett aufzudrücken.
  Man könnte so viel noch sagen. Leider nicht viel Gutes. Denn das ungebrochene Schwarz-Weiß-Farbspektrum der Figurenkonstellation unterfordert selbst gemäßigte Erwartungen an eine Dramaturgie, die sich leider mit dürftigen Gut-Böse-Konflikten zufrieden gibt. Und auch die volle Breitseite an Special Effects, die zwar gigantisch sind, aber mittlerweile in jeder Gurkenwerbung möglich ist, kann den Mangel an Überraschungsmomenten nicht ausgleichen.
  Und deshalb erwische ich mich dabei, wie ich mich, zum Schutz meiner Restwürde, weigere, so was akzeptabel finden zu wollen.
  Natürlich sollte die „Wunder Frau“ nach ihrem ersten Kurzauftritt in "Batman v Superman" das nächste Puzzleteil zum großen „League of justice“-Francise werden. Aber man muss aber schon ein beinharter DC-Comic-Fan sein, um dem „roten Fädchen“ folgen zu können und ihn auch ernst nehmen zu wollen. Denn die - nennen wir sie mal Handlung – ist gespickt mit Klischees, während, was noch schlimmer ist, die Logiklöcher mit Willkür gestopft werden.
  Zu sehr verlässt man sich hier auf die Wirkung der reichlich vorhandenen Actionszenen. Und darauf, dass im Gegensatz zu ihnen, die Titelheldin nicht halb so opulent ausgestattet wurde. Es ist offensichtlich, dass man es auf ein männliches Zielpublikum im Clerasil-Alter abgesehen hat. Denn es knallt und rummst gewaltig und halbnackte Frauen hüpfen über die Leinwand. Wenn das kein Blockbuster wird.
  MOV!E D!CK
mehr. (1 Sterne/PDi/21.6.17)
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Bewertung
Action:3,95 Sterne(1)
Anspruch:0,3 Sterne(1)
Erotik:0,6 Sterne(1)
Humor:0,8 Sterne(1)
Spannung:1 Sterne(1)
Story:0,95 Sterne(1)
Film:1,05 Sterne(1)
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Action:1
Anspruch:1
Erotik:1
Humor:1
Spannung:1
Story:1
Film:1
Summe aller Bewertungen:7
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