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Filme > 2017 > A Ghost Story
A Ghost Story
 
Genre:Drama
Kinostart:7. Dezember 2017
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:93 Minuten
Bildformat:4:3
Verleih:Universal
Inhalt
Es geschieht plötzlich und un­erwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Auto­unfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion ver­schrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust bei­zustehen, muss er fest­stellen, dass er in seiner neuen Gestalt, los­gelöst von jeglicher Zeit, existiert. Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zu­zusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, ent­gleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue... Zukunft entschwindet. Un­fähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er wo­möglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz. mehr.
Trailer
Kritiken
Elliptisch. Wer hätte ausgerechnet vom Regisseur des fröhlichen Familienfilms »Elliot, der Drache« eine Studie über Trauer und Verlust erwartet? War David Lowerys letztes Werk noch eine geradeaus erzählte Geschichte für Kinder, verlässt er mit »A Ghost Story« jeglichen Pfad der Geradlinigkeit. Dabei bewegt sich am Anfang alles noch in seinen Bahnen. ... M. und C. wollen sich eine gemeinsame Zukunft einrichten. Wir lernen sie kennen, als sie zum ersten Mal das Haus betreten, das ihr Heim werden soll. Als sie eines Nachts hochgeschreckt vom Geräusch des Klaviers durch das Haus wandeln, ist das ein Vorbote – auf das nahende Unheil und die erzählerische Ellipse, die »A Ghost Story« in seinen einzigartigen 90 Minuten vollzieht. Tags darauf stirbt C. bei einem Autounfall. M. sieht nur noch seinen leblosen Körper unter dem Leichentuch. Sie sieht nicht, wie sich das Tuch erhebt, nachdem sie den Raum verlassen hat, merkt nicht, wie der Geist zum Haus zurückkehrt. Es fällt M. keinesfalls leicht, den plötzlichen Verlust ihrer Liebe zu verarbeiten. C. ist immer da, wenn sie weint, zweifelt, verzweifelt, schweigend im Hintergrund. Doch die Zeit vergeht und Lowerys Geschichte entfesselt sich zu einer tiefgründigen Reflexion über das Leben und unsere flüchtige Existenz auf Erden. Ein wenig erinnert »A Ghost Story« darin an die jüngsten Werke Terrence Malicks. Doch wo bei »Tree of Life« die Kamera entfesselt dreht und taumelt, ist das Auge von Andrew Droz Palermo (»You're Next«) fixiert, wie der Ort der Handlung bis zum Ende das Haus und sein Platz in der Welt sein wird. Die zeitliche Ebene hingegen verschiebt sich immer wieder und macht die Suche nach rationalen Erklärungen ebenso schwer, wie die langen, statischen Einstellungen die Geduld des Betrachters fordern. Wer sich darauf einlässt, wird allerdings Zeuge eines außergewöhnlichen Kinoerlebnisses. mehr. (4,25 Sterne/lt/18.12.17)
Nutzerkommentare
Geistreiche Betrachtungen des Lebens und allem anderen. Der Musiker C und seine Frau M führen eine ganz normale liebevolle Beziehung. Allerdings würde sie gerne aus dem kleinen Haus in dem winzigen Dorf wegziehen. Er hingegen möchte lieber bleiben.
  Aber das ist schon ihr komplettes Konfliktpotential.
  Doch wenig später kommt er bei einem Autounfall ums Leben. Und nachdem sie ihn in der ... Leichenhalle identifiziert hat, erhebt er sich kurz darauf mitsamt dem Tuch, dass ihn bedeckt und kehrt nach Hause zurück.
  Während sie nun trauert, steht er als Gespenst stumm in der Ecke und schaut ihr zu. Und weil er als Geist nicht anderes kann, als alles nur still zu beobachten, bleibt er unbemerkt in dem gemeinsamen Haus, um sie wenigstens mit seiner Anwesenheit zu trösten und an ihrem Alltag teilzuhaben. Sie bemerkt davon nichts.
  Unfähig, diesen Ort wieder zu verlassen, muss er nun zusehen, wie seine Frau ihr Leben ohne ihn weiterlebt, sich neu bindet und das gemeinsame Haus verlässt. Und ganz langsam gelingt es auch ihm, sich zu lösen.
  Und so begibt er sich auf eine Reise, auf der er sich mit den Rätseln des Lebens auseinandersetzen muss, um Frieden zu finden und herauszubekommen, was es bedeutet, nach dem Tod zu einer Erinnerung zu werden und ein andauerndes Vermächtnis zu hinterlassen.
  Ich denke, man ahnt, dass „A Ghost Story“ weder was mit Grusel- oder Horrorfilmen zu tun hat und auch nicht zur emotionalen Unterforderung einlädt.
  Das wird auch sehr schnell deutlich. Spätestens wenn man das erste Bild von dem Gespenst gesehen hat. Denn hier huscht keine computeranimierte Spukgestalt über die Leinwand. Denn schließlich geht es ja auch nicht darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. Stattdessen greift Regisseur David Lowery auf eine sehr kindliche Vorstellung von Geistern zurück: Bettlaken drüber schmeißen, zwei Löcher für die Augen rein und fertig.
  Und so ist auch der gesamte Film. Ein extrem reduzierter, extrem verdichteter Film, hinter dessen vermeintlicher Einfachheit sich eine todtraurige Weisheit verbirgt. „A Ghost Story“ ist pure Melancholie mit einem Schuss Romantik.
  MOV!E D!CK
mehr. (4,25 Sterne/PDi/10.12.17)
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Action:0,25 Sterne(1)
Anspruch:4,3 Sterne(1)
Erotik:0,35 Sterne(1)
Humor:0,45 Sterne(1)
Spannung:1,95 Sterne(1)
Story:4 Sterne(1)
Film:4,25 Sterne(2)
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