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mmC
am 28.2.06
um 8:38 Uhr
Woody Allens philosophische Sinnsuche
  Das ganze Leben besteht aus Entscheidungen, die die man selbst trifft und die die andere für einen treffen. Welchen Einfluss Entscheidungen haben können, weiss jeder selbst am besten, Woody Allen zeigt in diesem spannenden, tragischen Kammerspiel in welchen Strudel Menschen geraten können.
  Chris Wilton, ein ehemals hoffnungsvoller Tennisprofi aus unterprivilegierten Verhältnissen plant seinen Aufstieg in die britische upper-class. Er heuert in einem noblen Tennisclub mit vermögender Mitgliederschaft an, paukt Dostojewski und Opern und bekommt dank seines gewinnenden Äußeren und seinem bescheidenen Auftreten schnell Zugang zur High-Society. Als sich die Schwester seines Schülers Tom Hewett in ihn verliebt, beginnt ein rasanter Aufstieg. Ihr Vater bietet ihm einen gutdotierten Job an, die Hochzeit scheint nur noch eine Formalie. Dann lernt er auf einem Jagdausflug Toms Verlobte kennen, die junge Amerikanerin Nola Rice. Scarlett Johansson als erfolglose Schauspielerin spielt so sexy, dass man das Knistern auf der Leinwand förmlich spüren kann. Chris verfällt ihr und wenig später wird diese Leidenschaft auch körperlich. Das Russisch-Roulette dreht sich weiter, bis Tom Hewett die Verlobung löst und Nola aus London verschwindet. Chris heiratet Toms Schwester Chloe und versinkt in einem öden Alltag mit der ungeliebten Frau an seiner Seite, deren ehrgeiziges Projekt so schnell wie möglich Kinder zu bekommen ihn zunehmend unter Druck setzt. Bis er Nola plötzlich wiedertrifft, erneut eine Affäre mit ihr beginnt und sie schwanger wird. Jetzt muss er sich entscheiden, ein armes, mittelloses Leben mit der Frau die er liebt und begehrt oder ein gesichertes, reiches langweiliges Leben mit seiner Frau.
  Der Film beginnt gemächlich und gewinnt an Fahrt sobald Nola auftritt. Spannend und mit sezierendem Blick läßt Woddy die Puppen tanzen mit einem durchaus realistisch, deprimierendem Finale. Ein Film der sich auf jeden Fall lohnt, wohl keinen unberührt zurücklässt und ganz einfach die Frage stellt: Was macht mich wirklich glücklich?
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Woody Allens philosophische SinnsuchemmC am 28.2.06
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