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Interviews > Zack Snyder zu 300
Dieses Interview mit Zack Snyder zum Film 300 führte lt am 10.2.2007 in Berlin, Berlinale.
„Mein Film ist nicht politisch“
Regisseur Zack Snyder (Dawn of the Dead) ist Stolz auf seinen Film. Das merkt man dem kleinen, sympathisch wirkenden Mann an, wenn er von 300 redet. Dennoch musste er sein Werk bei der Premiere in Berlin gegen eine Meute internationaler Kritiker verteidigen, die meinten in ihm gar faschistoide Tendenzen entdeckt zu haben. Im Gespräch reagiert er gelassen und amüsiert auf die Vorwürfe.


Wie gehen Sie mit den Reaktionen ihres Films um?

Snyder: Ich muss schon sagen, es macht irgendwie Spaß, in dieser Art über den Film zu reden. Auch wenn es in keinster Weise beabsichtigt war. Es ist schlecht, unbeabsichtigt einen faschistischen Film zu machen. (lacht)

Wie nimmt man ein solches Buch und macht es sich zu Eigen?

Snyder: Ich bin großer Frank Miller-Fan. Die Zeichnungen in 300 sind fantastisch. Miller ist so selbstbewusst in seiner Art zu zeichnen. Was mir wichtig war, ist die Gesamtästhetik des Films, wie wir die Farben verwendet haben, das Filmmaterial und auch die Einstellung des Films.

Sie gehen ja nicht gerade zimperlich mit den Elementen Blut und Gewalt um. Sind Sie Horror- und Splatter-Fan?

Snyder: Nun, das Gegenteil zu behaupten wäre wohl gelogen. Die Ästhetik, die ich mag, hat nun mal Gewalt als Thema. Ich bin christlich aufgewachsen, habe also als Kind nicht wirklich viele dieser Filme gesehen. Obwohl mich Excalibur damals wirklich umgehauen und sehr beeinflusst hat.

Haben Sie die griechische Mythologie studiert für den Film?

Snyder: Ich habe in der Tat viel recherchiert, allerdings wenig davon verwendet. Wenn man sich auf das Buch von Frank Miller einlässt, muss man sich ganz darauf einlassen. Es ist vielmehr eine Sage, die sich eine unmoralische Gruppe Männer am Lagerfeuer erzählt. Man hat nur diese Perspektive und das macht den Spaß dieses Films aus. Der Film ist nicht politisch, weil er sich dessen bewusst ist.
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