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Kritiken
Gelungene Mischung aus Science-Fiction und Romantik. William (Tim Robbins) reist nach Shanghai um Fälschungen von Papelles(eine Art Reiseversichungs-Visa) aufzuklären. Mit ihm reist der Zuschauer in eine bizarre hochmoderne kalte und erschreckend unmenschlich wirkende Welt. Schon am Flughafen wird die Trennung zwischen denen die rein dürfen in die hermetisch abgeschlossenen Städte und denen die draußen in den Randgebieten leben müssen deutlich. Man muss unwillkürlich an die Unterschiede zwischen EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern bei einer Flugreise nach/innerhalb von Westeuropa denken. Erschreckend wirkt die ganze Welt auf den Zuschauer vor allem deshalb, weil sie durchaus als reale Welt vorstellbar ist. William findet sehr schnell die Fälscherin aber er findet dabei auch eine faszinierende Frau (Maria alias Samantha Morton). Als Zuschauer kann man die spannungsgeladene Atmosphäre fast körperlich spüren, so dicht und glaubwürdig vermögen es die beiden Hauptdarsteller diesen Beginn einer ungewöhnlichen Liebe darzustellen. Als am nächsten Tag aus unbekanntem Grund alles vorbei ist und der Zuschauer zunächst mit seinen Spekulationen allein gelassen wird werden Risse in dieser Zukunftsgesellschft sichtbar. Michael Winterbottom ist eine wunderbare Mischung aus Science-Fiction und Romantik gelungen, die den Zuschauer mitreißt und zugleich auch hochbrisante Fragen über Gentechnik und Moral nicht ausklammert. Er bietet für diesen Konflikt keine Lösung an aber sein Votum für persönliche Selbstbestimmung ist unverkennbar. Code 46 ist außergewöhnlicher Film, den man im Kino nicht verpassen sollte, der sich wohltuend vom Hollywoodstandard abhebt und trotzdem beste Kinounterhaltung verspricht. (
Furchterregend freudlose Zukunft. Wir sehen eine durchgestylte, kühle, hochtechnisierte Welt, in der die beiden Hauptfiguren Samantha Mortan und Tim Robbins agieren. Eine Zukunft, die einen erschaudern lässt. Überall ist es ungemütlich, fast steril und die Menschen werden von einer omnipräsenten Technik beherrscht, von der sie in ein demütigend-abhängiges Verhältnis gezwungen werden. In dieser Welt ist GV nur nach vorheriger gentechnischer Abklärung erlaubt. Da ist kein Platz für eine Liebesbeziehung. Und so schildert sie Regisseur Michael Winterbottom auch etwas distanziert kontrolliert. Man kann zwar die Überwachung für eine gewisse Zeit austricksen, aber auf Dauer bleibt nur Resignation als Folge der Manipulation.
In der Welt der Zukunft ist die Gesellschaft zweigeteilt: in wenige Privilegierte und den dumpfen Rest der übrigen Bevölkerung. Die Frage stellt sich: Sind wir etwa schon in diese Richtung unterwegs? (ZM/27.11.09) | |||||||||||
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