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Filme > 2009 > Salami Aleikum > Kritiken
Salami Aleikum
Kinostart: 23.7.2009
Kritiken
Zum Film: Fand den super ^^
  Habe sehr viel gelacht. Auch schön, dass man nicht vorhersehen konnte, welche Wendungen der Film nimmt. Hatte so oft schon Pech im Sneak Preview, aber bei diesem Film hatte ich echt Glück.
  Lange nicht mehr so eine unterhaltsame Komödie mit der leichten Priese an Ironie gesehen.
  Der Film hat es verdient, weiter empfohlen zu werden.
  Werde ihn mir auch gern ein zweites Mal anschauen. Allein schon wegen den pfiffigen Sprüchen.
  Ein sehr morderner Film, der viele Aspekte anspricht und nicht langatmig wirkt. (4,25 Sterne/EK/15.7.09)
Naher und ferner Osten. Culture-Clash ist ein beliebtes Thema geworden im deutschen Kino. Kein Wunder, nimmt doch zunehmend eine erfreulicherweise immer größer werdende Zahl von Regisseuren mit Migrantenhintergrund Platz auf dem Regiestuhl und sorgt für Farbe im grauen Sozialkino. Meist sind es Komödien, die die Eigenheiten der eigenen Herkunft und die Vorurteile der Einheimischen persiflieren. Diesen Weg geht auch „Salami Aleikum“.
  Die Hauptfigur Mohsen steht dabei sinnbildlich für die Misere vieler Einwandererkinder. Hilflos pendelt der junge Iraner zwischen seinem despotischen Vater und der eigenen Indentitätslosigkeit und fristet sein klägliches Dasein in Köln als alptraumgeplagter Jammerlappen, ein vegetarischer Schlachterjunge mit Strickfimmel. Als der Vater außer Gefecht gesetzt und der Betrieb von der Schließung bedroht ist, sieht er seine Chance gekommen. Er geht auf ein dubioses Angebot ein und setzt sich zur Schafsbeschaffung hinters Steuer Richtung Polen. In der ostdeutschen Provinz bleibt er liegen, verliebt sich und gibt den Arbeitslosen neuen Lebensmut. Doch seine Versprechungen kann er unmöglich halten und sein Vater ist ihm bereits auf den Fersen.
  Ähnlich wie „Kebab Connection“ ist „Salami Aleikum“ eine knallbunte, überbordende Kulturkomödie geworden. Dabei geht Ali Samadhi Ahadi, der nach seinem Erstling, der preisgekrönten Doku „Lost Children“, hier völlig andere Wege beschreitet, wesentlich direkter mit gängigen Klischees und Vorurteilen um. Das chargiert ab und zu an der Grenze des Erträglichen, wird aber durch die sympathisch-skurrilen Figuren und einer äußerst phantasievollen Bildgestaltung weitgehend wettgemacht. (2,75 Sterne/lt/20.7.09)
Ein strickender Moslem. Ein Riesenspaß, der auch noch eine Botschaft hat. Passt in die Reihe der gutgemachten Multi-Kulti-Filme. Das besondere daran ist, dass hier der Ulk auf die frühere DDR ausgedehnt wird. Obwohl die Mauer gerade gefallen ist, besteht sie in den Köpfen der Menschen weiter. Die groteske Komödie überzeugt durch das gut gecastete Ensemble, allen voran Navid Akhavan als Mohsen, der sich in die zu sozialistischen Zeiten kugelstoßende Anna (Anna Böger) verliebt. Allein dieses ungleiche Pärchen zwingt zum Grinsen. Und der Doping-Verdacht von damals wird erneut erhärtet. Für gute Unterhaltung sorgen außer den beiden echten iranischen Eltern Michael Niavarani und Proschat Madani natürlich der Spaßmacher vom Dienst Wolfgang Stumph. Die muntere Handlung wird durch Komik-Effekte (Freeze Frame, Gedankenblasen, fliegender Teppich, reden zum Zuschauer) verstärkt, die quasi als Sympathiebotschaften wirken. Und bevor das erwartete Happy End kommt, gibt es eine ganze Menge Dramatik und Sentimentalität.
  Es wird mit Ironie klar Stellung bezogen gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit. Das Endprodukt ist ein Anti-DDR-Nostalgie Streifen mit einen Touch von Bollywood. Und er hat auch noch eine Message: ’Man muss die verloren gegangene Heimat neu erschaffen’. Ja, Regisseur Ali Samadi Ahadi kennt seine Pappenheimer aus dem Osten unseres Landes! (3,5 Sterne/ZM/23.2.12)

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