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Filme > 2010 > Chloe > Kritiken
Chloe
Kinostart: 22.4.2010
Kritiken
Glasklar. Die dritte Feminine im Bunde hört auf den Namen Chloe und hieß eigentlich mal Nathalie. Das ist nämlich der Titel der französischen Vorlage in der Anne Fontaine 2004 der zarten Emanuelle Beart das Schwergewicht Gerard Depardieu zur Seite stellte. Hier wie dort geht es um die Affäre eines Mannes zu einer fremden Schönen, arrangiert von seiner Ehefrau. Das Vexierspiel, das der Zuschauer allzu schnell durchschaut, entspinnt sich bei Egoyan in traumhaften Bildern einer gehörnten Gattin in stilvoller Kulisse. Wer passt da besser, als die derzeit dauerpräsente und immer wieder atemberaubende Julianne Moore. Egoyan, sonst eher für schwere Kost bekannt, macht es sich hier etwas leicht. So bürstet er die Vorlage zwar nicht auf Hollywood, aber weiß ihr auch keine wirkliche Facette hinzu zu fügen. (3 Sterne/lt/21.4.10)
Chloés Rache. In diesem Psychospielchen werden wir zum Glauben verleitet. Und zwar das zu glauben, was wir sehen oder das, was uns berichtet wird.
  Dem üblichen Treuetest mit Nutte Chloé (verführerisch Amanda Seyfried) im Auftrag der Ehefrau Catherine (brilliant ambivalent Julianne Moore) mit Ehemann David (Liam Neeson) wird doppelt gegengesteuert: Catherines lesbische Beziehung zu Chloé und deren Anmache von Sohn Michael (Max Thierot). Dann wird es mit Chloés Fenstersturz sogar noch ein bisschen spannend. Vorübergehend, bevor die Welle aus Zimtpampe und Honig alle Emotionen zudeckt. Der Film steuert ein eher männerkompatibles Ende an. Die Ehefrau bringt mit ihrer Harmoniesucht und dem schlechten Gewissen alles wieder ins Lot und verzeiht und versteht.
  Obwohl Männer – wie wir seit Grönemeyer wissen – am Telefon lügen, ist Davids herausgeforderter Seitensprung – was wir so sehen - eher harmlos. Nur Chloés detaillierte Schilderung der sexuellen Vergnügungen der beiden ist heftiger. Catherine verliert die Kontrolle über die Entwicklung und sucht die offene Aussprache mit ihrem Mann. Der bleibt konsequent seiner Linie treu und gibt nichts preis. Er beteuert weiterhin seine Liebe zu Catherine. Eindrucksvolle Schauspieler retten die mittelmäßige Handlung bis hin zu einer etwas fragwürdigen Lösung. (1,75 Sterne/ZM/11.2.14)

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