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Filme > 2005 > Walk on Water > Kritiken
Lalecet al haimam
Walk on Water
Kinostart: 12.5.2005
ausgewählte Kritik
Walk on Water. Der israelische Auftragskiller Eyal wird dafür bezahlt, skrupellos und gefühlskalt zu sein. Sein Job ist es, Feinde Israels auszuschalten. Seine Vorurteile und sein Misstrauen gegenüber allem Fremden sind dementsprechend verhärtet. Nach dem Freitod seiner Freundin, den er mit Gleichgültigkeit hinnimmt, wird er auf einen ehemaligen SS-Mann angesetzt, der seinen Tod vortäuschte und sich vor der Außenwelt versteckt hält. Über die Enkeln des 94jährigen, die rebellische Pia, die in einem Kibbuz in Israel lebt und ihren jüngeren Bruder Axel, einen naiv-freundlichen Pazifisten, soll der Mossadagent herausfinden, ob der Alt-Nazi noch lebt und wo er sich versteckt. Als Fremdenführer getarnt kutschiert Eyal den ihm vollkommen gegensätzlichen Axel vom See Genezareth bis nach Palästina und hat dabei immer mehr Probleme, neutral zu bleiben. Als sich Axel auch noch als schwul herausstellt, ist das für den homophoben Eyal zu viel und er will alles hinwerfen. Dann erhält er aber doch noch die Information, nach der er sucht.
  Das neue Werk von Eytan Fox („Yossi & Jagger“) beginnt als spannender Agententhriller. Doch schon bald wird daraus ein vielschichtiger Film über Rassismus in einer Krisenregion. Der von Lior Ashkenazi eindrucksvoll verkörperte Agent, aufgrund eines körperlichen Defektes außer Stande zu weinen, lernt allmählich Gefühle zu zeigen. Aus dem anfänglichen Hass gegenüber den Deutschen und der Verachtung, ob ihrer Naivität, wächst langsam so etwas, wie Freundschaft, die darin gipfelt, dass Eytan am Ende sogar Alex und seine Freunde gegen eine Gruppe Skins verteidigt (wobei er allerdings eine für einen Agenten seltsam schlechte Figur macht). Das überzeugende Statement, dass der Film abgibt, lässt auch über die recht hölzernen deutschen Dialoge hinwegsehen. (2,5 Sterne/lt/23.5.05)

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