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Filme > 2005 > Edelweißpiraten > Kritiken
Edelweißpiraten
Kinostart: 10.11.2005
ausgewählte Kritik
Kriegsrealität zwischen Apathie und Lebenswille. Stelle dir einen Film vor, der ausschließlich in Ruinen spielt... Köln mag ja durch die Bomber schwer getroffen worden sein, aber so schwer, dass selbst die Gestapo darin haust, ist ja wohl alles andere als realistisch. Realität nach 60 Jahren noch nachzuvollziehen ist natürlich sehr schwer, dennoch bleibt der bittere Beigeschmack des Zweifels an vielen Stellen des Films. Die völlig gleichgültige Hinrichtung Minderjähriger im zeitlichen Kontext sei hier als Beispiel genannt.
  Wenn Regisseur Niko Brücher den chaotischen Zustand der Edelweißpiraten darstellen wollte, die sich selbst ja nie als wirkliche Gruppe und schon gar nicht als organisierte Opposition zum Hitlerregime verstanden, dann ist ihm das allerdings gelungen. Die Einfachheit der Charaktere und der Handlung sprechen hier eher für den Film. Dankbar kann man schon dafür sein, dass das Thema überhaupt im Rahmen eines Spielfilms behandelt wird, der auch auf Schlichtheit und Lebensnähe zwischen Apathie und Lebenswille setzt. (2,5 Sterne/gw/9.11.05)

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