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Filme > 2005 > Schattenväter > Kritiken
Schattenväter
Kinostart: 10.11.2005
ausgewählte Kritik
Deutsche Geschichte einmal anders. Lange ist es her, 30 Jahre, eine innerdeutsche Geschichte, die die heute 45-Jährigen und aufwärts tief bewegte, ein authentischer Agententhriller der Extraklasse, aus einer ganz anderen Zeit, der Zeit des Kalten Krieges und zweier deutscher Staaten. Wer jünger ist, dem wird dieser aber kaum etwas sagen. Dennoch gelingt es Regisseurin Doris Metz auch die jüngere Generation behutsam an das Thema heranzuführen, obwohl die beiden Söhne zu Wort kommen, nicht die Väter. Entsprechend wurde auch extrem wenig Archivmaterial verwendet. Pierre und Matthias erzählen die Dinge aus ihrer Sicht, sehr persönlich, aber ganz unterschiedlich. Pierre berichtet strukturiert - er hatte durch das Schreiben eines Buches bereits alles aufgearbeitet. Matthias erklärt sich hingegen meist anekdotisch, und er kann so herrlich amüsant erzählen, dass man bedauert, dass der Film nicht viel länger geht - vielleicht gibt es einmal eine Langfassung des Films. Dabei werden die Schauplätze des Geschehens gezeigt, die Bonner Regierungsvilla, das MfS-Gästehaus, die Stasi-Zentrale, ein Wohnhochhaus - und überall werden Erlebnisse wach, die einstige große Politik aus einer kindlichen Perspektive zeigt. Ein wirklich herausragender Dokumentarfilm, bei dem sich auch die Regisseurin über die glücklichen Fügungen bei der Erstellung freuen kann. (4,25 Sterne/gw/9.11.05)

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