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Filme > 2007 > Tuyas Hochzeit > Kritiken
Tu ya de hun shi
Tuyas Hochzeit
Kinostart: 23.8.2007
ausgewählte Kritik
Idylle und Wirklichkeit. Was haben wir die Menschen in der Mongolei bewundert und beneidet, als sie uns von weinenden Kamelen und gelben Hunden erzählten. Doch ihre Lebensart ist dem Wandel unterworfen. Die Industrialisierung hat auch diesen Teil der Erde erreicht. Der chinesische Regisseur Wang Quan’An dokumentiert nun das Leben seiner Vorfahren und verbindet dabei die Probleme der Gegenwart mit einer tiefen Menschlichkeit und viel Charme.
  Seitdem sich Tuyas Mann Bater beim Brunnenbau verletzte, sorgt sie alleine für die Familie. Sie kümmert sich um die Schafsherde, die Ernte und ihre Kinder. Doch die Arbeit wächst ihr zunehmend über den Kopf. Also muss ein neuer Ehemann her. Ihre Auflage: er soll sich auch um den invaliden Gatten kümmern. Der Heiratswunsch der schönen Mongolin spricht sich schnell herum. Die Bewerber stehen Schlange und bringen ihre Familie mit zum Schnaps in die kleine Jurte. Der freundliche Nachbar Sen Ge versucht derweil Tuyas Herz zu gewinnen, hat aber noch genug mit der eigenen Frau zu tun. Schließlich entscheidet sich Tuya für einen reichen Geschäftsmann, damit Bater und die Kinder versorgt sind. Doch ist es auch für sie die beste Wahl?
  Weit entfernt vom Ethno-Kitsch schildert „Tuyas Hochzeit“ das beschwerliche Leben in der kargen Landschaft. Fast dokumentarisch fängt er den Alltag einer mongolischen Familie ein. Im Mittelpunkt: die stolze Mutter. Aufrecht auf dem Rücken des Pferds hält sie die Schafsherde und ihre eigene zusammen. Stark, wie die bereits mit zahlreichen Preisen bedachte Yu Nan die unabhängige, fürsorgliche Frau verkörpert. Ein sehenswerter Film, der die ihm zuteil gewordene Beachtung durch den Goldenen Bären 2007 verdient hat. (4 Sterne/lt/22.8.07)

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