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So glücklich war ich noch nie
Kinostart: 9.4.2009
ausgewählte Kritik
Krankhaft Lügen. Das Thema lässt ihn nicht ruhen: Alexander Adolph, dessen Doku „Die Hochstapler“ vor zwei Jahren zahlreiche Preise erhielt, hat sich erneut der Analyse einer Betrügerseele gewidmet. Seine Hauptfigur Frank (Devid Striesow) ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und bereit, ein neues Leben anzufangen. Er kommt zunächst bei seinem Bruder Peter (Jörg Schüttauf) und dessen Lebensgefährtin unter, was der nicht so recht behagt. Zumal sich Frank schnell zurück in der alten Sucht des Scheins wiederfindet. Seine Bestätigung erfährt er durch das Lügen und wird vom Traum von einem besseren Leben getrieben. Seine einzige Hoffnung ist die Prostituierte Tanja (Nadja Uhl), der er nichts vormachen kann. Doch kann sie ihn lieben, so wie er ist?
  Erneut zeigt Adolph hier, dass Lügen krankhaft sein kann. Frank – eindringlich verkörpert von Charaktermime Devid Striesow („Yella“) – kann nicht aus seiner Haut, auch wenn er sich dort nicht wohl fühlt. Seine Versuche auszubrechen sind zum Scheitern verurteilt. Der Selbstheilungsprozess ist nicht möglich. In dieser Studie liegt die Stärke des Films, denn der Regisseur weiß, wovon er berichtet. Schwach und schablonenhaft wirkt dagegen die Darstellung des Milieus, in dem Tanja verkehrt. Dennoch gelingt Adolph mit seinem Spielfilmdebüt ein intimes Porträt einer kaum bekannten Krankheit. (3,75 Sterne/lt/8.4.09)

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