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Filme > 2010 > Welcome > Kritiken
Welcome
Kinostart: 4.2.2010
ausgewählte Kritik
Endstation Kanal. Calais: Hafenstadt im Norden Frankreichs, Brücke nach Großbritannien und Endstation für unzählige Immigranten auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Strapazen, die hinter ihnen liegen sind unvorstellbar für die meisten Westeuropäer, deren Türmatten die einzigen sind, die die ungebetenen Gäste willkommen heißen. Für viele von ihnen war der Weg umsonst, denn ihnen droht die Abschiebung – und doch werden sie wiederkommen.
  Der 17jährige Bilal aus dem Irak ist einer von ihnen. Seine Freundin Mina wartet auf der anderen Seite des Kanals auf ihn. Sie und ihre Familie haben es geschafft. Ihr Vater zahlt den Preis und ordnet sich unter. Trotzdem will Bilal unbedingt den irrsinnigen Versuch wagen, den Kanal schwimmend zu durchqueren. So trifft er auf Simon, den Bademeister im örtlichen Schwimmbad. Die Beziehung des Mittvierzigers ist gerade an seiner chronischen Lethargie gescheitert. Als er den Teenager bei Schwimmstunden in der geschlossenen Halle erwischt, sieht er es als Chance für sich. Er unterrichtet ihn und zwischen den beiden verschiedenen Charakteren entwickelt sich eine Beziehung.
  Nüchtern und unsentimental erzählt Philippe Loiret („Keine Sorge, mir geht’s gut“) seine aktuelle und höchst politische Geschichte und rückt damit einen Brennpunkt ins allgemeine Bewusstsein. In letzter Zeit sind viele Flüchtlingsgeschichten im Arthaus zu sehen. Dennoch gelingt es ihm, dem komplexen Thema neue Facetten abzugewinnen, indem er es in den Alltag eines einfachen Mannes rückt, der von Vincent Lindon („Wenn wir zusammen sind“) authentisch verkörpert wird. So wird es zu einem Sujet, das uns alle betrifft. (4,25 Sterne/lt/4.2.10)

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