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I love you Phillip Morris
Kinostart: 29.4.2010
ausgewählte Kritik
Nicht zu fassen! Der Amerikaner Steven Jay Russel hielt Jahrzehntelang seine Umwelt zum Narren. Mit allerlei Betrügereien wurschtelte er sich durch sein Leben und machte auch nicht halt, als er dafür ins Gefängnis wanderte. Eine Geschichte, reif fürs Kino!
  In der Adaption der wahren Ereignisse spielt Jim Carrey den aufrechten Hausmann, der auf die schiefe Bahn gerät. Anfang der Siebziger lebt Russel ein ehrbares Leben als Polizist in Texas, hat eine liebenswerte Frau (Leslie Mann) und ein geregeltes Leben. Das wird kräftig durchgeschüttelt, als er einen Autounfall überlebt. Fortan beschließt er, keine Chance ungenutzt zu lassen und outet sich als homosexuell. Seine Frau zeigt sich erstaunlich verständnisvoll, als er nach Miami zieht und eine Beziehung beginnt. Doch das Leben als Schwuler ist teuer, all die Klamotten und Accessoires wollen bezahlt werden. So organisiert sich Russel ein illegales Nebeneinkommen, was ihn alsbald in den Knast bringt.
  Dort hat er die zweite schicksalhafte Begegnung, diesmal mit dem sensiblen Phillip Morris (Ewan McGregor). Die beiden beginnen eine stürmische Liebschaft und weder Mauern noch Gitter können sie trennen. Doch auch die Knastidylle hat irgendwann ein Ende.
  Das Autorenduo Glenn Ficarra und John Requa bescherten uns vor einigen Jahren den bitterbösen „Bad Santa“. Mit „I love you, Phillip Morris“ geben sie nun ihr Regiedebüt. Kein einfaches Thema haben sie sich ausgesucht, ist Schwulsein im amerikanischen Kino doch immer noch ein Tabu. Dass die Wahl für die Hauptrollen ausgerechnet auf zwei namhafte heterosexuelle Stars fiel, erweist sich als Glücksfall: Ewan McGregor ist als Phillip Morris schlicht wunderbar und Jim Carrey erinnert uns erneut daran, wie viel schauspielerisches Potential abseits der, hier in erfreulich geringen Dosen verabreichten Blödelei in ihm steckt. (3 Sterne/lt/2.5.10)

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