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Filme > 2010 > The Messenger > Kritiken
The Messenger
Kinostart: 3.6.2010
ausgewählte Kritik
Hiobsboten. Ihr Job zählt zu den ungeliebten im Militärkomplex und für die Regierung, die junge Menschen in den Krieg schickt, sind sie ein empfindlicher Stich in die Seite: die Todesboten der Army. Ihnen obliegt die unangenehme Aufgabe, die Hinterbliebenen zu informieren, dass ihr Sohn, der Ehemann oder die Gattin nicht mehr nach Hause zurückkehren werden. In der jüngeren Vergangenheit hatten sie damit reichlich zu tun. Die Zahlen der Gefallenen im Nahen Osten sprechen für sich.
  Deshalb wird auch der hoch dekorierte Heimkehrer Seargent Will Montgomery (Ben Foster) nach seiner Genesung mit der ungeliebten Aufgabe betraut. Für die letzten drei Monate seiner Dienstzeit soll er dem trinkfreudigen Zyniker Captain Tony Stone bei Überbringen der Hiobsbotschaften zur Seite stehen. Will sieht sich konfrontiert mit der Hilflosigkeit des Außenstehenden. Stets müssen sie die professionelle Distanz wahren. Umarmungen oder sonstige emphatische Äußerungen sind nicht erlaubt. Als er die Kriegswitwe Olivia (Samantha Morton) trifft, setzt er sich über die Vorschrift hinweg und beginnt sich für die junge Frau zu interessieren.
  Regisseur Oren Overman geht es jedoch nicht darum, die moralische Fragwürdigkeit der Handlungen des jungen Soldaten in den Mittelpunkt seiner Geschichte zu stellen. Vielmehr kratzt der Drehbuchautor („I’m not there“) auf tragikomische Art am Image eines sauberen Kriegs. Sein Regiedebüt ist kein klischeehaftes Rührstück geworden, sondern beweist Mut die traurigen Momente immer wieder mit absurd-menschlichen Szenen zu brechen. Ben Foster und Woody Harrelson danken es ihm mit großartiger schauspielerischer Intensität. (4,25 Sterne/lt/3.6.10)

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