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L'Italien
Fasten auf Italienisch
Kinostart: 13.1.2011
ausgewählte Kritik
Falscher Italiener. Toto Cotugnos „L'Italiano“ ertönt, ein Mann wirft sich stilvoll in Schale, zieht die Sonnenbrille auf und steigt in einen rassigen Sportwagen. Dino (Kad Merad) ist der Klischeeitaliener: ein Mundwerk wie ein Maschinengewehr, südländischer Charme und eine Gewinnerpersönlichkeit. Sehr zum Leidwesen seiner Mitarbeiter, allen voran Cyril Landrin (Philippe Lefebvre), seinen Konkurrenten um den Chefposten des Maseratiautohauses. Doch der Schein trügt: wir befinden uns in Nizza, nicht in Rom, wie Dino seinen Eltern weiß macht, und die haben ihm auch nicht den Namen Dino gegeben. Eigentlich heißt er Mourad und ist eigentlich algerischer Herkunft. Nicht einmal seine gelegentliche Bettgesellschaft Hélène (Valérie Benguigui) ahnt etwas davon. Als sein Vater jedoch einen Herzinfarkt erleidet verpflichtet sich Mourad dazu, die strengen Regeln des Ramadan zu befolgen. Das lässt sich allerdings mit seinem Job und seiner inszenierten Identität nur schwer vereinbaren.
  Kad Merad, der Star des Publikumshits „Willkommen bei den Sch'tis“, überrascht mit Glatze als Hallodri und Hochstapler. Regisseur Olivier Baroux verleiht seiner Komödie in der ersten Hälfte viel Stil mit Splitscreens und lässigem Tempo, versäumt es am Ende aber nicht, offene Kritik am schlechten Stand von Einwanderern in der französischen Gesellschaft zu üben. Darüber hinaus gibt er den Kinogängern einen erfrischenden Einblick in muslimische Glaubenspraktiken. (3,5 Sterne/lt/13.1.11)

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