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Filme > 2006 > Hwal - Der Bogen > Kritiken
Hwal
Hwal - Der Bogen
Kinostart: 27.7.2006
ausgewählte Kritik
Der alte Mann und das Mädchen. Dieses Mal hat der große Magier der Bilder wohl nicht gezaubert. Er erzählt nur ein symbolträchtiges Märchen. Vom alten Mann und dem jungen Mädchen. Beide sind sonderbare Figuren, die sowohl namenlos als auch wortlos sind. Sie flüstern nur manchmal, leben auf einem Schiff, wo der Alte etwaige Nebenbuhler unter den Angelgästen abwehren muss. Das tut er mit Hilfe seines Bogens. Ein junger ’Prinz’ erobert ihr Herz. Es läuft auf eine Kraftprobe zwischen den beiden Männern hinaus. Es siegt letztlich die Tradition. Bei der angedeuteten hochzeitlichen Vereinigung des Alten mit dem Mädchen wird der Pfeil zum Penisersatz, die Defloration farblich unterlegt. Das Ende ist bewusst nicht klar erkennbar, nur das nachgereichte Motto kann eine Erklärung sein: „Stärke und ein wunderschöner Klang, so wie er von einem angespannten Bogen kommt. So will ich bis zu meinem Tode leben.“ Der titelgebende Bogen ist also sowohl todbringende Waffe als auch ein wohlgefühl-lieferndes Musikinstrument. Und während man noch über den Ausgang der Geschichte nachdenkt, stellt man fest, Kim Ki-duk hat uns doch wieder verzaubert. (3,5 Sterne/ZM/1.9.11)

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