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Filme > 2012 > Pieta > Kritiken
Pieta
Kinostart: 8.11.2012
ausgewählte Kritik
Liebe Tod und Geld. Hier hat sich Kim Ki-duk - ganz untypisch für ihn - eine äußerst blutrünstige und grausam-brutale Story vorgenommen. Es geht um Liebe, Tod und Geld, eine fatale Mischung. Die optischen Schocker sind so geschickt eingesetzt, dass sie die Grenze des Erträglichen von menschlichen Qualen überschreiten. Das ist schlimm genug. Der Aufmacher, ein Selbstmord geht dabei fast unter. Die Spannung kommt von der Erzählweise. Da wird manches angedeutet, was man sich erst am Ende zusammenreimen kann, unkommentiert werden Szenen eingeblendet: z.B. sieht man eine Tiefkühltruhe und hört lautes Wehklagen oder einen Pullover. Der Zuschauer bleibt fast bis zum Schluss auf demselben Erkenntnisstand wie Lee Kang-do (Lee Jung-jin), der gnadenlose Schuldeneintreiber. Eine Frau, (unheimlich ausdrucksstark Jo Min-su) behauptet seine Mutter zu sein. Sie wird von Kang-do missbraucht und in übelster Weise gedemütigt und geht dabei weiter als es die Mutterliebe erlaubt. Der Film spielt oftmals mit den konventionellen Erwartungen des Zuschauers, nur um sie immer wieder zu enttäuschen. Das ist seelische Folter. Was sich dann da am Ende als teuflischer Rachefeldzug einer Mutter entpuppt, ist schlimm genug. Selbst nachdem man das Motiv von Frau Jo erkannt hat.
  Die Darstellung der Pieta auf dem Poster zeigt auch nicht ganz deutlich, um wen sie hier trauert. Nachdenkenswert! Es bleibt eine Racheparabel von shakespeareschen Dimensionen. Man kann Kim vorwerfen, zu viel Brutalität hineingepackt zu haben. Aber so ist nun mal das Leben… (4 Sterne/ZM/23.12.12)

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