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Stoker - Die Unschuld endet
Kinostart: 9.5.2013
ausgewählte Kritik
Absorbierend. Regisseur Park Chan-Wook erzählt in seinem ersten US-Film eine Moritat von Mordlust und sexuellem Erwachen.
  Schräge Kamerabilder zeigen eine junge Frau auf einer sonnendurchfluteten Landstraße. Ihre Stimme aus dem Off zieht uns in die Geschichte, deren Komplize wir werden sollen. Eine Prise Lynch zum Auftakt setzt die Stimmung für das außergewöhnliche US-Debüt des gefeierten Regisseurs Park Chan-Wook. Zuletzt hat der Koreaner mit dem preisgekrönten „Oldboy“, der in diesem Jahr ein Hollywood-Remake erfährt, die Gemüter erhitzt. Seine Filme sind oft Grenzgänger zwischen kunstvoll verwobenen Handlungssträngen und exzessiver Gewalt. Für das Publikum des Westens hat er sich dafür eine auf den ersten Blick unschuldig wirkende Protagonistin ausgesucht.
  Sie hört auf den Namen India (Mia Wasikowska) und das obwohl sie das familiäre Anwesen nie für längere Zeit verlassen hat. Ihr Vater Richard war stets Mittelpunkt ihres Lebens in dem gefühlskalten Puppenhaus, ihre Mutter Evie (Nicole Kidman) ständig überfordert mit ihrer Anwesenheit. Als der Vater auf tragische Weise ums Leben kommt, steht India alleine da. Doch beim Begräbnis taucht ihr Onkel Charlie (Matthew Goode) auf, von dem sie nie etwas wusste. Seine scheinbare Weltgewandtheit und sein unwiderstehlicher Charme faszinieren das introvertierte Mädchen. Doch Charlie birgt einige dunkle Geheimnisse.
  Das sexuelle Erwachen der 18jährigen Protagonistin verknüpft das Script von Schauspieler Wentworth Miller („Prison Break“) mit genretypischem Thrill. Regisseur Park macht daraus mit einem sehr assoziativen Schnitt und stimmungsvollen Bildern ein einzigartiges Puzzlespiel, dessen Suggestionskraft man sich nur schwer entziehen kann. (4,5 Sterne/lt/9.5.13)

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