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Les Témoins
ausgewählte Kritik
Bloß keine Zeugen. André Téchiné, der Meister der psychologischen Tiefgründigkeit, will uns hier die Aids-Problematik vor Augen führen. Und dabei fährt er durch recht seichte Gewässer. Es geht natürlich homo- und heteromäßig zur Sache – bis die Krankheit ausbricht. Die Beteiligten durchleben Zurückweisung und Annäherung, wie in der Ehe von Sarah und Mehdi (Emmanuelle Béart und Sami Bouajila). Mehdi, der junge Vater ist auch noch bi. Es gibt etwas Todesangst aber auch Lebensgier (‘Wir vögeln uns in den siebten Himmel!‘). Am Ende stirbt zwar Manu (Johan Libéreau), ein Betroffener sang und klanglos, aber alles ist dann wieder F.F.E. Will uns das der Regisseur wirklich sagen? Uns den Zeugen? Zumindest unterstützen das die drei Kapitelüberschriften: Glückliche Tage, Krieg, der Sommer kehrt zurück.
  Das mit Aids ist wohl gar nicht so schlimm, man muss es nur richtig handeln, oder wie? Bloß keine Panik!? Alle machen weiter wie bisher und sind bumsfidel! Das wäre aber angesichts dieser immerwährenden Gefahr eine glatte Verharmlosung der Dinge.
  Auch die Darsteller fühlen sich nicht so richtig wohl in diesem Streifen. Kann ich verstehen. Sie verkaufen uns ein Stück Sahnetorte, das mit Senf gefüllt ist. Da mache ich von meinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. K.V. (1,5 Sterne/ZM/3.12.13)

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