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Filme > 2010 > Chloe > Kritiken
Chloe
Kinostart: 22.4.2010
ausgewählte Kritik
Chloés Rache. In diesem Psychospielchen werden wir zum Glauben verleitet. Und zwar das zu glauben, was wir sehen oder das, was uns berichtet wird.
  Dem üblichen Treuetest mit Nutte Chloé (verführerisch Amanda Seyfried) im Auftrag der Ehefrau Catherine (brilliant ambivalent Julianne Moore) mit Ehemann David (Liam Neeson) wird doppelt gegengesteuert: Catherines lesbische Beziehung zu Chloé und deren Anmache von Sohn Michael (Max Thierot). Dann wird es mit Chloés Fenstersturz sogar noch ein bisschen spannend. Vorübergehend, bevor die Welle aus Zimtpampe und Honig alle Emotionen zudeckt. Der Film steuert ein eher männerkompatibles Ende an. Die Ehefrau bringt mit ihrer Harmoniesucht und dem schlechten Gewissen alles wieder ins Lot und verzeiht und versteht.
  Obwohl Männer – wie wir seit Grönemeyer wissen – am Telefon lügen, ist Davids herausgeforderter Seitensprung – was wir so sehen - eher harmlos. Nur Chloés detaillierte Schilderung der sexuellen Vergnügungen der beiden ist heftiger. Catherine verliert die Kontrolle über die Entwicklung und sucht die offene Aussprache mit ihrem Mann. Der bleibt konsequent seiner Linie treu und gibt nichts preis. Er beteuert weiterhin seine Liebe zu Catherine. Eindrucksvolle Schauspieler retten die mittelmäßige Handlung bis hin zu einer etwas fragwürdigen Lösung. (1,75 Sterne/ZM/11.2.14)

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