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Filme > 2013 > Tilt > Kritiken
Tilt
Kinostart: 9.5.2013
ausgewählte Kritik
Game Over. Ein Liebesgeschichte aus Bulgarien als die ‘Mauer‘ einbrach, d.h. auch Bulgaren können nach Westdeutschland reisen. Die politische und davon abhängig auch die individuelle Atmosphäre dieser Wende im osteuropäischen Land werden realistisch wiedergegeben: düster, brutal und furchterregend. Angeheizt wird das Ganze, weil Becky (Radina Kardjilova) die Tochter eines hohen Polizeibeamten ist und die alten Seilschaften keineswegs tot sind. Vorübergehend arbeiten Stash (Yavor Baharov) und seine Kumpels in der BRD. Sie wollen Geld verdienen, um die Bar TILT eröffnen zu können. Verrat und handfeste Festnahmen verhindern das aber. Der soziale Abschaum wird nach oben gespült und dient den alten und neuen Machthabern als Erfüllungsgehilfe. Es kann mit der Bar nicht klappen. Doch die Liebe hält. Beckys Vater (Georgi Staykov) zieht immer noch die Fäden. Er macht Stash ein Angebot wie zwischen Pest und Cholera. Da er das Land nicht verlassen will, rutscht er ehrenhaft in die Kriminalität ab. Gefängnis, Becky wartet. Die Liebe besiegt zwar langfristig das archaische, verkrustete System. Es ist aber ein Pyrrhus-Sieg mit viel Schmerz und Leid errungen. Viktor Chouchkov erzählt diese Geschichte ungeschönt. Man kann erkennen, wie sich die Verhältnisse im Land langsam ändern: der Westen hält äußerlich Einzug, aber die Machtstrukturen erhalten sich und gegen dieses Bollwerk läuft ein Außenstehender vergeblich an. Es sei denn, er passt sich an. Sonst gilt TILT ‘Game over‘. Sehr anschaulich. (3,75 Sterne/ZM/18.9.14)

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