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Filme > 2010 > The Messenger > Kritiken
The Messenger
Kinostart: 3.6.2010
ausgewählte Kritik
Die Todesengel. Endlich hat sich jemand (Oren Moverman) des Themas angenommen, dass seit Amerika Kriege führt - und das tut es eigentlich immer – als Tabu außen vorgelassen wurde: die Benachrichtigung der Angehörigen wenn einer ihrer Lieben im Feld gefallen ist. Die beiden ‘Todesengel‘, die mit diesem delikaten Auftrag unterwegs sind, sind schon mal als Typen hervorragend gecastet und von einem guten Drehbuch eindrucksvoll in Szene gesetzt: der junge Sgt. Montgomery (Ben Foster) sensibel, verletzlich und verständnisvoll neben dem erfahrenen Capt. Stone (Woody Harrelson), ein raubeiniger Draufgänger, der cool und emotionslos seinen Job macht.
  Die hoch emotionale Handlung wird mit äußerster Sensibilität angegangen, wobei die beiden ‘Messengers‘ in ihrem gegensätzlichen menschlichen Kontrast ein Spannungsfeld zu den Empfängern der Nachricht aufbauen. Sie werden beschimpft, bespuckt und davon gejagt. Oftmals treffen sie sogar gerade auf eine lokale Familienkatastrophe, noch bevor sie ihre Messege abliefern. Unter den Gefallenen sind auch Frauen. Am Feierabend reden sie über Frauen, ihre Eltern, über Huren und Saufen (wenn Capt. Stone das Gespräch bestimmt.) Die junge Witwe Pitterson (Samantha Morton, unheimlich eindrucksvoll) ist das Gegenteil von Stones Welt. Was sich zwischen ihr und Sgt. Montgomery entwickelt sind heftige Gefühle ohne sexuelle Erfüllung. Zögerlich und schafhaft stehen sie in der Küche, schwanken zwischen Begierde und Konventionen. (ein Höhepunkt des Films!) Es knistert förmlich vor Erwartungen. Frau Pitterson geht duschen. Auch das Ende fügt sich nahtlos in die Konzeption des Films ein. Mrs. Pitterson und ihr kleiner Sohn ziehen weg…Sie werden wohl ihre E-Mail Adresse hinterlassen.
  Realistische Emotionen pur, ohne Kitsch. Montgomery und Pitterson greifen nur in Gedanken nach den Sternen. Großartig, dank tollem Drehbuch und famosen Darstellern. (4,5 Sterne/ZM/26.2.15)

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