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Musikk for bryllup og begravelser
Musik für Hochzeiten und Begräbnisse
Kinostart: 13.5.2004
ausgewählte Kritik
Guggenmusik zum Trost. Ein Frauenfilm, in dem auch Männer eine Rolle spielen. Anfangs interessant, später neugierig und am Ende skurril, wie der Titel.
  Wenn eine geschiedene Schriftstellerin Sara (Lena Endre) nach dem Suizid ihres Ex Peter (Bjorn Floberg), der auf Besuch in eigenen Haus war, diverse sexuelle Erfahrungen sucht, nennt man das Selbstfindungstrip. Im Haus war auch ihr kleiner Sohn Kristian zu Tode gekommen. Sara trifft auf ihrer ‘Reise‘ Peters zweite Frau (Patronella Barker, wieder schwanger!), seine demente Mutter und eine Geliebte (Rebecka Hemse). Den Keller vermietet sie an einen serbischen Musiker Bogdan (Goran Bregovic), der hier mit seiner Band probt und säuft. Und ohne Bauchtanz geht schon mal gar nichts.
  Ein One- Night-Stand mit einem Hotel Boy macht Sara locker, ehe Bogdan Peters Nachfolge antritt. Dem Ex werden auch noch nachträglich Minuspunkte ans Revers geheftet: in seiner Gier war er auch noch bi-sexuell.
  Ein atemberaubender, durchgestylter Architektentraum als Behausung, anfangs noch gehaltvolle Dialoge, die unterwegs allerdings an Zugkraft verlieren; so rettet sich Regisseurin Unni Straume wie mit einem Gong am Boxring mit einem skurrilen Begräbnis am Ende. Bogdans Heiratsantrag und Kinderwunsch verliert sich da allerdings eher in Richtung Schmonzette.
  Besagte Musik ist gewöhnungsbedürftig, weder zum Trauern noch zum Feiern - wie der Film. Der Zuschauer schwankt zwischen Schock und Empathie, zwischen Verständnis und Ablehnung. Unbestritten Lena Endres darstellerische Leistung. (1,5 Sterne/ZM/9.3.15)

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