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Hedi Schneider steckt fest
Kinostart: 7.5.2015
ausgewählte Kritik
Schwerer Plot, leichte Erzählung, überzeugende Darsteller. Das zwischenmenschliche Drama beobachtet Regisseurin Sonja Heiss („Hotel Very Welcome“) sehr genau. Ihr Drehbuch verzichtet auf große Gesten und ein Übermaß an Ausführungen und Erklärungen. Das Ungesagte ist auch hier aussagekräftiger als endlose Dialoge. Die dunklen Wolken der Psychose werden durch die Leichtigkeit der Erzählung erträglich. Irgendwie wird es schon weitergehen, auch wenn nichts mehr so sein wird wie zuvor. Heiss’ Film ist keine Studie einer psychischen Krankheit, sondern vielmehr eine Geschichte über das Leben mit ihr und eine realistische Schilderung, wie sie in eine heile Welt hinein brechen und alles mit sich reißen kann.
  Das schwere Plotpaket tragen die Hauptdarsteller mühelos. Laura Tonke verleiht Hedi eine natürliche Leichtigkeit und gibt auch der Angst und Verwirrung überzeugend Ausdruck. Hans Löw verkörpert einen Bezugspunkt für den Zuschauer. Wie geht man um als Außenstehender mit einer Krankheit, die man nicht verstehen kann? Ein wichtiges Thema verpackt in eine aufgeschlossene filmische Sprache, die dem Zuschauer einen Zugang ermöglicht und den Austausch fördert. (4 Sterne/lt/7.5.15)

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